So, 10:24 Uhr
27.04.2025
30. Punkt gegen Schleiz eingefahren
FSV Preußen siegt erneut 2:1 zu Hause
Die wenigen Zuschauer im Stadion der Freundschaft fühlten sich gestern an den letzten Samstag zurückerinnert. Wieder gewann der FSV Preußen mit 2:1 und machte im Heimspiel gegen Schleiz einen großen Sprung in Sachen Klassenerhalt...
Im Vergleich zur Vorwoche beim Sieg gegen Nordhausen, kam Routinier Martin Fiß im zarten Alter von 39 Jahren in der Startelf zum Einsatz und ersetzte den Torschützen des 1:0 aus der vergangenen Woche. Darius Linz war aus persönlichen Gründen verhindert, dafür hätte Preußens Rekordtorschütze die Partie bereits in der ersten Halbzeit alleine entscheiden können.
Nach fünf Minuten zielte er aus guter Position am Gehäuse vorbei, die Eingabe von Mönchgesang konnte Fiß ebenfalls nicht verwerten. Zu allem Überfluss zielte Schack im Nachsetzen an den Innenpfosten. Es hätte nach 15 Minuten bereits 2 oder 3:0 stehen können, dafür traf Noak in der 19. Minute völlig verdient zur Preußen-Führung.
Schack schlug die Kugel an der Mittellinie in den freien Raum, Noak ging steil und zog energisch ab. Das Leder landete flach in der langen Ecke und Bad Langensalzas Team konnte den ersten Vorteil in dieser umkämpften Partie verbuchen.
Während Fiß aus sieben Metern erneut verzog, köpfte Eichelkraut für die Gäste drüber. Die beste Gelegenheit für Preußen vergab Abwehr-Kante Harnisch nach einem Schack-Freistoß aus fünf Metern, er brachte zu wenig Druck in seine Direktabnahme. Stattdessen erzielte Schleiz ein Abseitstor und kam kurz vor der Halbzeit durch ein abgefälschtes Ding zur großen Ausgleichsmöglichkeit. Dolzer holte den Abschluss von Pohl aber im zweiten Versuch von der Linie herunter.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger und im Spiellaufbau bei beiden Truppen ungenauer. Schiedsrichter Blasse musste acht gelbe Karten wegen Foulspiels verteilen, wovon fünf für die Preußen ausgesprochen wurden. Dennoch blieb das Spiel im Rahmen und jederzeit fair. Das Niveau der Partie flachte hingegen mehr und mehr ab.
Eine Viertelstunde vor Schluss hatte Fiß die große Gelegenheit zur Entscheidung. Nach feinem Zuspiel schob Preußens Nummer 18 das Spielgerät frei vor dem Schleizer Keeper am Kasten vorbei. In besten Tagen hätte er aus zwei Chancen drei Tore gemacht, denn die Abwehr der Gäste war im Prinzip machtlos gegen die Dribblings des Allrounders und hatte Glück, dass er ungewohnt schludrig mit den Torchancen umging.
Doch Martin Fiß wäre nicht Martin Fiß, wenn er nicht ein halbes Jahr nach seinem Abschiedsspiel doch noch einmal getroffen hätte. Während sich die Auswechslung bereits anbahnte, zog der ebenfalls eingewechselte Kapitänsnachfolger Engel energisch in die Spitze, vernaschte noch einen Gegenspieler und legte quer auf Fisser, der den Torwart umkurvte, die Vorentscheidung besorgte und direkt danach gegen Steven Reinhold ausgewechselt wurde.
Nun dachten alle, dass die Messe am Tag der Trauerfreier des Papstes gelesen wäre. Stattdessen wurde es noch einmal spannend. Rösener fabrizierte ein unnötiges Foul am Rand des Strafraums, welches im Profi-Bereich wohl ein Fall für den VAR gewesen wäre. Der Unparteiische legte auf beiden Seiten aber eine sehr stringente Linie an und entschied auch deswegen konsequent auf Strafstoß.
Der Schleizer Kapitän Eichelkraut schickte Patzer in die falsche Ecke und verursachte einigermaßen Herzklopfen bei allen Preußen-Fans. Der Anschlusstreffer weckte nämlich einige Lebensgeister bei den Gästen, welche beinahe noch über einen schmeichelhaften Punkt hätten jubeln können. Beim letzten Freistoß in der Nachspielzeit ließ Preußens Schlussmann das Leder durch die Handschuhe gleiten, zum Glück erkannte die Schleizer Mannschaft die Möglichkeit zu spät und das FSVP-Team konnte die Situation in höchster Not bereinigen. Kollektives Durchatmen bei allen Schwarz-Weißen war die Folge, denn die abschließende Ecke der Gäste brachte nichts ein.
Nach sechs Minuten Nachspielzeit (in der ersten Halbzeit waren es lediglich sechs Sekunden) hatte der Schiedsrichter Erbarmen und pfiff diese kuriose Partie ab, welche viele Zuschauer an den Samstag der Vorwoche erinnerte, denn der Spielverlauf ähnelte schon sehr den Ereignissen des Nordhausen Spiels. In jedem Fall war der Sieg hochverdient und überaus wichtig für den FSVP, denn mit 30 Punkten ist die Mannschaft von Thomas Wirth erstmal aus dem gröbsten Abstiegsschlamassel raus und kann mit einem Sieg in Nordhausen am kommenden Sonntag sogar auf Rang 8 klettern. Dann sind allerdings gleich drei Spieler wegen einer fünften bzw. zehnten gelben Karte gesperrt.
Tore: 1:0 Noak (19.), 2:0 Fiß (83.), 2:1 Eichelkraut (89./Foulelfmeter)
Zuschauer: 95
Preußen: Patzer, Meißner (67. Rösener), Harnisch, Dolzer, Mönchgesang, Fernschild, Pawlak (81. Engel), Gulov, Schack, Noak (76. Harbauer), Fiß (86. Reinhold)
Autor: mfrIm Vergleich zur Vorwoche beim Sieg gegen Nordhausen, kam Routinier Martin Fiß im zarten Alter von 39 Jahren in der Startelf zum Einsatz und ersetzte den Torschützen des 1:0 aus der vergangenen Woche. Darius Linz war aus persönlichen Gründen verhindert, dafür hätte Preußens Rekordtorschütze die Partie bereits in der ersten Halbzeit alleine entscheiden können.
Nach fünf Minuten zielte er aus guter Position am Gehäuse vorbei, die Eingabe von Mönchgesang konnte Fiß ebenfalls nicht verwerten. Zu allem Überfluss zielte Schack im Nachsetzen an den Innenpfosten. Es hätte nach 15 Minuten bereits 2 oder 3:0 stehen können, dafür traf Noak in der 19. Minute völlig verdient zur Preußen-Führung.
Schack schlug die Kugel an der Mittellinie in den freien Raum, Noak ging steil und zog energisch ab. Das Leder landete flach in der langen Ecke und Bad Langensalzas Team konnte den ersten Vorteil in dieser umkämpften Partie verbuchen.
Während Fiß aus sieben Metern erneut verzog, köpfte Eichelkraut für die Gäste drüber. Die beste Gelegenheit für Preußen vergab Abwehr-Kante Harnisch nach einem Schack-Freistoß aus fünf Metern, er brachte zu wenig Druck in seine Direktabnahme. Stattdessen erzielte Schleiz ein Abseitstor und kam kurz vor der Halbzeit durch ein abgefälschtes Ding zur großen Ausgleichsmöglichkeit. Dolzer holte den Abschluss von Pohl aber im zweiten Versuch von der Linie herunter.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ruppiger und im Spiellaufbau bei beiden Truppen ungenauer. Schiedsrichter Blasse musste acht gelbe Karten wegen Foulspiels verteilen, wovon fünf für die Preußen ausgesprochen wurden. Dennoch blieb das Spiel im Rahmen und jederzeit fair. Das Niveau der Partie flachte hingegen mehr und mehr ab.
Eine Viertelstunde vor Schluss hatte Fiß die große Gelegenheit zur Entscheidung. Nach feinem Zuspiel schob Preußens Nummer 18 das Spielgerät frei vor dem Schleizer Keeper am Kasten vorbei. In besten Tagen hätte er aus zwei Chancen drei Tore gemacht, denn die Abwehr der Gäste war im Prinzip machtlos gegen die Dribblings des Allrounders und hatte Glück, dass er ungewohnt schludrig mit den Torchancen umging.
Doch Martin Fiß wäre nicht Martin Fiß, wenn er nicht ein halbes Jahr nach seinem Abschiedsspiel doch noch einmal getroffen hätte. Während sich die Auswechslung bereits anbahnte, zog der ebenfalls eingewechselte Kapitänsnachfolger Engel energisch in die Spitze, vernaschte noch einen Gegenspieler und legte quer auf Fisser, der den Torwart umkurvte, die Vorentscheidung besorgte und direkt danach gegen Steven Reinhold ausgewechselt wurde.
Nun dachten alle, dass die Messe am Tag der Trauerfreier des Papstes gelesen wäre. Stattdessen wurde es noch einmal spannend. Rösener fabrizierte ein unnötiges Foul am Rand des Strafraums, welches im Profi-Bereich wohl ein Fall für den VAR gewesen wäre. Der Unparteiische legte auf beiden Seiten aber eine sehr stringente Linie an und entschied auch deswegen konsequent auf Strafstoß.
Der Schleizer Kapitän Eichelkraut schickte Patzer in die falsche Ecke und verursachte einigermaßen Herzklopfen bei allen Preußen-Fans. Der Anschlusstreffer weckte nämlich einige Lebensgeister bei den Gästen, welche beinahe noch über einen schmeichelhaften Punkt hätten jubeln können. Beim letzten Freistoß in der Nachspielzeit ließ Preußens Schlussmann das Leder durch die Handschuhe gleiten, zum Glück erkannte die Schleizer Mannschaft die Möglichkeit zu spät und das FSVP-Team konnte die Situation in höchster Not bereinigen. Kollektives Durchatmen bei allen Schwarz-Weißen war die Folge, denn die abschließende Ecke der Gäste brachte nichts ein.
Nach sechs Minuten Nachspielzeit (in der ersten Halbzeit waren es lediglich sechs Sekunden) hatte der Schiedsrichter Erbarmen und pfiff diese kuriose Partie ab, welche viele Zuschauer an den Samstag der Vorwoche erinnerte, denn der Spielverlauf ähnelte schon sehr den Ereignissen des Nordhausen Spiels. In jedem Fall war der Sieg hochverdient und überaus wichtig für den FSVP, denn mit 30 Punkten ist die Mannschaft von Thomas Wirth erstmal aus dem gröbsten Abstiegsschlamassel raus und kann mit einem Sieg in Nordhausen am kommenden Sonntag sogar auf Rang 8 klettern. Dann sind allerdings gleich drei Spieler wegen einer fünften bzw. zehnten gelben Karte gesperrt.
Tore: 1:0 Noak (19.), 2:0 Fiß (83.), 2:1 Eichelkraut (89./Foulelfmeter)
Zuschauer: 95
Preußen: Patzer, Meißner (67. Rösener), Harnisch, Dolzer, Mönchgesang, Fernschild, Pawlak (81. Engel), Gulov, Schack, Noak (76. Harbauer), Fiß (86. Reinhold)
