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Di, 08:33 Uhr
29.04.2025
Buchlesungen aus einem besonderen werk

Wo das Glück liegt

Hätte er mal Familie Schwarzkopf gefragt. Der Protagonist und Namensgeber des Romans „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ müsste ihm nicht über den ganzen Globus nachjagen. Es liegt buchstäblich so nah...

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80 Orte inmitten der Welterberegion Wartburg Hainich, die darauf warten, erforscht und genossen zu werden. „Glücksorte in der Welterberegion Wartburg Hainich“ von Antonia und Matthias Schwarzkopf stellt sie vor.

Einen Vorgeschmack auf ihr erstes gemeinsames Werk geben die Historikerin und der Musiker bei der Auftaktveranstaltung der „Einheit der Vielfalt Tage 2025“ der Evangelischen Kirchengemeinde Großengottern. Im Rahmen dieser finden noch zwei weitere Kulturprogramme im Kirchenjahr statt: am 25. Mai ein Picknick-Konzert im Pfarrgarten Großengottern und am 27. September ein Blechbläser-Konzert in der St. Walpurgis-Kirche Großengottern.

„Fahr hin und werd glücklich“, lädt das Ehepaar Schwarzkopf schon auf dem Buchrücken ein. Schlägt man das Werk auf, öffnet sich die Tür zu 166 Seiten Glück in seiner schwerelosesten, freiesten, reinsten und wahlweise feinsten Form.

Schwerelos ist bereits der Auftakt: Leise, sanft, eben wie „Autumn Leaves“, „Herbstblätter“, schwebt die Musik durch den Raum. Matthias Schwarzkopf leitet das Stück auf dem E-Piano ein, Tammo Niebergall begleitet auf dem Schlagzeug. Das Duo gehört zu „The Nightswimming Jazz Project“, das Schwarzkopf extra für eine weitere Buchlesung am kommenden Mittwoch, 30. April gegründet hat. Dann machen Thilo Günther auf der Trompete und Heiko Zindler am E-Bass das Jazz-Quartett perfekt. Die Lesung findet in der Mühlhäuser Stadtbibliothek statt, die selbst einen der Glücksorte bildet.

Während Matthias Schwarzkopf mit seinem Jazz Project für den perfekten musikalischen Rahmen sorgt, liest Antonia Schwarzkopf über ausgewählte Glücksorte aus dem gemeinsamen Werk. Glücksort 49, ein „Erstaunliches Kleinod“, die in Großengottern liebevoll als „Spittel“ bezeichnete Kirche und Spital, eröffnet die Lesung. Antonia Schwarzkopf liest ruhig, unaufgeregt. Den Zuhörer überkommt automatisch das Gefühl, von Glücksort zu Glücksort zu spazieren: vom Spittel über den Bärlauchteppich im Hainich, ins Eisenacher Bachmuseum und über die nahe der Wartburgstadt gelegenen wilden Weiden.

„Sentimental Journey“, passender als „gefühlvollen Reise“ kann der Titel eines Jazz-Stücks hier kaum sein, holt behutsam zurück ins Gottersche Pfarrhaus.
Das Buch möchte kein Coach sein, kein Ratgeber. „Glücksorte“ liest sich leicht, beschwingt, ohne dass es ihm an interessanten Hintergrundinformationen zu den 80 Orten mangelt. So ist es einerseits vielmehr ein liebevoller Wegweiser, ein Reiseführer - einer, der alle Glücksuchenden fündig werden lässt. Und es ist Inspiration andererseits - zur Motivation, sich selbst auf die Suche nach der ganz persönlichen Nummer 81 zu begeben.

Diana Went
Autor: red

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