Di, 17:10 Uhr
27.05.2025
Eine Lageeinschätzung der IHK im Euronics XXL in Mühlhausen
Konjunkturerwartungen bleiben eingetrübt
Im Euronics XXL Moschcau Einkaufscenter in Mühlhausen fand heute das aktuelle Gespräch zur Konjunkturumfrage der IHK unter ihren Mitgliedern im Unstrut-Hainich-Kreis statt. Froh stimmende Neuigkeiten gab es dabei nicht zu vermelden …
Eckhard Moschcau, Geschäftsführer von euronics XXL, und der Nordthüringer IHK-Chef Christian Böduel präsentieren die Umfrageergebnisse des Frühjahrs 2025s (Foto: oas)
Das Konjunkturklima insgesamt hat sich von seinem niedrigen Stand noch etwas mehr eingetrübt. Mit 84 von 200 möglichen Glückspunkten ist der Klimaindikator immer noch deutlich unter dem langjährigen Mittel von 102 Punkten. Als Grund dafür benannte Christian Böduel, Leiter der Nordthüringer IHK, eine stagnierende Wirtschaft, die weiter auf hoffnungsvolle Signale der neuen Regierungen in Erfurt und Berlin wartet. Hohe Energiekosten, globale Unsicherheiten wie US-amerikanische Zölle oder der anhaltende Ukraine-Krieg dämpfen die Stimmung und halten die Unternehmen von Investitionen ab. Eine gute Geschäftslage sehen momentan nur acht Prozent der befragten Firmen in Nordthüringen, 59 Prozent halten die Situation für befriedigend und derzeit 33 Prozent (Zuwachs gegenüber der letzten Erhebung von drei Prozent) bewerten die Geschäftslage als schlecht.
Die Mehrheit (71 Prozent) rechnet auch mit keiner positiven Entwicklung in nächster Zeit, 17 Prozent glauben gar, es käme noch schlimmer.
Nach der voraussichtlichen Veränderung in den Beschäftigtenzahlen gefragt, geben 92 Prozent an, ihren Personalstand halten zu wollen, 0 Prozent (in Worten NULL) wollen ihn steigern. Wobei durchaus Hoffnung mitschwingen dürfte bei denen, die ihre Angestellten im derzeitigen Umfang behalten wollen, dass dies auch gelingt.
Gastgeber Eckhard Moschcau bezeichnete es im Hinblick auf die Ausbildung neuer Mitarbeiter als Herausforderung, jemanden zu finden, der den Anforderungen entspricht. Immerhin gelang es ihm durch die Tage in der Praxis unter den interessierten Schülern zwei Lehrlinge zu finden, von denen er nun inständig hofft, dass sie nach ihrem Berufsabschluss im Unternehmen bleiben.
Vor allem die Suche im Elektroinstallationsbereich für eine seiner fünf Firmen, erweise sich als kompliziert. Auf der Habenseite sieht Moschcau aber auch Mitarbeiter, die nach längeren Ausflügen in andere Regionen oder Betriebe den Weg zurück nach Mühlhausen fanden und ein gutes Betriebsklima über einen höheren Verdienst stellten. Von der neuen Landesregierung erwartet er "so schnell keine großen Wunder, sieht aber in Erfurt optimistische Ansätze, die in der nahen Zukunft zum Tragen kommen könnten.
Zu den Wünschen nach Investitionen, die von den befragten Firmen zu 58 Prozent (!) negiert und nur von 21 Prozent vorgesehen sind, hat Moschcau eine dezidierte Meinung und sieht in der restriktiven Politik der Banken bei Kreditvergaben einen der Hauptgründe dafür. Die Sicherheiten, die von den Banken verlangt werden sind enorm anspruchsvoll und verlangen eine große Menge an Bürokratie, wovor viele Unternehmen zurückschrecken., sagte der Mühlhäuser Unternehmer, der seine eigenen Firmen in einer kleinen Holding zusammengefasst hat. Auch für Investitionen gelten die hohen Energie- und Rohstoffpreise, die mäßigen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zu hohen Arbeitskosten und der schleppende Inlandsabsatz als größte Spaßbremsen.
Im Bürokratieabbau seien erste Fortschritt erzielt, berichtet Moschcau, der nicht gut auf eine noch von der rot-grünen Landesregierung aufgeblähten Verbraucherschutzbehörde zu sprechen ist, die viele Kontrollen durchführe, die nicht förderlich, aber zeitaufwändig und nervig seien. Dennoch blickt der Firmenchef optimistisch in die Zukunft: Wir müssen nach vorn schauen und mit den Möglichkeiten, die wir noch haben, das beste aus der Situation herausholen.
Wie zum Beweis dieser These baut Eckhard Moschcau vor seinem Euronics-Center gerade eine neue Halle, damit er zukünftig mehr Elektrogeräte vorhalten kann und sich unabhängiger von unsicheren und langfristigen Lieferketten macht.
Olaf Schulze
Autor: osch
Eckhard Moschcau, Geschäftsführer von euronics XXL, und der Nordthüringer IHK-Chef Christian Böduel präsentieren die Umfrageergebnisse des Frühjahrs 2025s (Foto: oas)
Das Konjunkturklima insgesamt hat sich von seinem niedrigen Stand noch etwas mehr eingetrübt. Mit 84 von 200 möglichen Glückspunkten ist der Klimaindikator immer noch deutlich unter dem langjährigen Mittel von 102 Punkten. Als Grund dafür benannte Christian Böduel, Leiter der Nordthüringer IHK, eine stagnierende Wirtschaft, die weiter auf hoffnungsvolle Signale der neuen Regierungen in Erfurt und Berlin wartet. Hohe Energiekosten, globale Unsicherheiten wie US-amerikanische Zölle oder der anhaltende Ukraine-Krieg dämpfen die Stimmung und halten die Unternehmen von Investitionen ab. Eine gute Geschäftslage sehen momentan nur acht Prozent der befragten Firmen in Nordthüringen, 59 Prozent halten die Situation für befriedigend und derzeit 33 Prozent (Zuwachs gegenüber der letzten Erhebung von drei Prozent) bewerten die Geschäftslage als schlecht.
Die Mehrheit (71 Prozent) rechnet auch mit keiner positiven Entwicklung in nächster Zeit, 17 Prozent glauben gar, es käme noch schlimmer.
Nach der voraussichtlichen Veränderung in den Beschäftigtenzahlen gefragt, geben 92 Prozent an, ihren Personalstand halten zu wollen, 0 Prozent (in Worten NULL) wollen ihn steigern. Wobei durchaus Hoffnung mitschwingen dürfte bei denen, die ihre Angestellten im derzeitigen Umfang behalten wollen, dass dies auch gelingt.
Gastgeber Eckhard Moschcau bezeichnete es im Hinblick auf die Ausbildung neuer Mitarbeiter als Herausforderung, jemanden zu finden, der den Anforderungen entspricht. Immerhin gelang es ihm durch die Tage in der Praxis unter den interessierten Schülern zwei Lehrlinge zu finden, von denen er nun inständig hofft, dass sie nach ihrem Berufsabschluss im Unternehmen bleiben.
Vor allem die Suche im Elektroinstallationsbereich für eine seiner fünf Firmen, erweise sich als kompliziert. Auf der Habenseite sieht Moschcau aber auch Mitarbeiter, die nach längeren Ausflügen in andere Regionen oder Betriebe den Weg zurück nach Mühlhausen fanden und ein gutes Betriebsklima über einen höheren Verdienst stellten. Von der neuen Landesregierung erwartet er "so schnell keine großen Wunder, sieht aber in Erfurt optimistische Ansätze, die in der nahen Zukunft zum Tragen kommen könnten.
Zu den Wünschen nach Investitionen, die von den befragten Firmen zu 58 Prozent (!) negiert und nur von 21 Prozent vorgesehen sind, hat Moschcau eine dezidierte Meinung und sieht in der restriktiven Politik der Banken bei Kreditvergaben einen der Hauptgründe dafür. Die Sicherheiten, die von den Banken verlangt werden sind enorm anspruchsvoll und verlangen eine große Menge an Bürokratie, wovor viele Unternehmen zurückschrecken., sagte der Mühlhäuser Unternehmer, der seine eigenen Firmen in einer kleinen Holding zusammengefasst hat. Auch für Investitionen gelten die hohen Energie- und Rohstoffpreise, die mäßigen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zu hohen Arbeitskosten und der schleppende Inlandsabsatz als größte Spaßbremsen.
Im Bürokratieabbau seien erste Fortschritt erzielt, berichtet Moschcau, der nicht gut auf eine noch von der rot-grünen Landesregierung aufgeblähten Verbraucherschutzbehörde zu sprechen ist, die viele Kontrollen durchführe, die nicht förderlich, aber zeitaufwändig und nervig seien. Dennoch blickt der Firmenchef optimistisch in die Zukunft: Wir müssen nach vorn schauen und mit den Möglichkeiten, die wir noch haben, das beste aus der Situation herausholen.
Wie zum Beweis dieser These baut Eckhard Moschcau vor seinem Euronics-Center gerade eine neue Halle, damit er zukünftig mehr Elektrogeräte vorhalten kann und sich unabhängiger von unsicheren und langfristigen Lieferketten macht.
Olaf Schulze