eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 12:52 Uhr
09.07.2025
Untersucht:

Jeder zweite Haushalt hat mehr als 100.000 Euro Vermögen

Wer kurz vor dem Ruhestand steht, hat häufiger ein vergleichsweise hohes Vermögen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Will die Politik den Vermögensaufbau erleichtern, muss sie insbesondere die Arbeitseinkommen entlasten...


103.100 Euro – so hoch war das Medianvermögen aller deutschen Haushalte im Jahr 2023, zeigt eine neue IW-Studie auf Basis von Befragungsdaten der Deutschen Bundesbank. Das heißt: Eine Hälfte der Haushalte hatte mehr Vermögen, die andere weniger. Zu den vermögendsten zehn Prozent der Haushalte gehörte, wer mehr als 777.200 Euro Vermögen besaß.

Vermögen wächst mit dem Alter
Wer wie viel besitzt, hängt stark mit dem Alter zusammen. Die Auswertung zeigt, dass das Haushaltsnettovermögen der unter 35-Jährigen mit 17.300 Euro im Median deutlich niedriger lag. Zum Vergleich: In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen lag der Median bei 241.100 Euro, in keiner anderen Altersgruppe war er höher.

Anzeige symplr (1)
Ein wesentlicher Grund: Vermögensaufbau dauert lange, häufig ein ganzes Arbeitsleben. Erst im Ruhestand wird das Vermögen wieder schrittweise aufgebraucht. Wer 75 oder älter war, hatte im Median noch ein Vermögen von 172.500 Euro.

Mehr Netto vom Brutto
Das Eigenheim spielt bei der Vermögensbildung eine große Rolle. Während nicht einmal jeder Zehnte unter 35 Jahren in den eigenen vier Wänden lebte, war es bei den 55- bis 64-Jährigen mehr als jeder Zweite. „Will der Staat den privaten Vermögensaufbau erleichtern, könnte er die Arbeitseinkommen entlasten“, sagt IW-Verteilungsexperte und Studienkoautor Maximilian Stockhausen. „Wenn Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto behalten, eröffnet ihnen das zusätzliche Spielräume für die Vermögensbildung.“

Methodik:
Die Auswertung basiert auf der Erhebung "Private Haushalte und Ihre Finanzen" der Deutschen Bundesbank, in der 3.985 Haushalte detailliert zu ihrer Vermögens- und Schuldensituation befragt wurden. Betrachtet werden Haushaltsnettovermögen des Jahres 2023, das heißt die Bruttovermögen eines Haushalts abzüglich der Verbindlichkeiten.

Zu den Bruttovermögen zählen Immobilien, Finanzvermögen, Wertgegenstände, Fahrzeuge und Betriebsvermögen (Nettowert). Zu den Verbindlichkeiten gehören Hypotheken- und Konsumentenkredite. Die Zuordnung zu einer Altersgruppe erfolgt nach dem Lebensalter der ältesten Person im Haushalt.
Autor: psg

Anzeige symplr (6)
Kommentare
cheeky
09.07.2025, 15:18 Uhr
Echt jetzt?
Vermögensaufbau entsteht durch Arbeit?
Da haben mir die Heidi und der Philipp aber etwas ganz anderes erzählt.
DonaldT
09.07.2025, 17:09 Uhr
Jeder zweite Haushalt hat mehr als 100.000 Euro Vermögen
Und das will Merz ja haben, aber nicht nur er, wie man den Nachrichten entnehmen konnte - allerdings, es herrscht seit einigen Wochen Ruhe, Ruhe vom dem "Sturm" aufs Spargeld?
Wyatt Earp
09.07.2025, 20:28 Uhr
Lesen können ist gut, verstehen noch besser
Der angebliche "Sturm aufs Spargeld" würde sich auf die eigenen vier Wände nur sekundär auswirken. Und was soll das für ein "Sturm" sein? Ich frage deshalb, ich lese keine Prawda, höre kein Radio Moskau und gucke kein Russia Today. Kann DT oder wer anderes da mal helfen?
diskobolos
09.07.2025, 20:31 Uhr
Zum besseren Verständnis
Als Vermögen wird hier im Wesentlichen die Summe aus Geldvermögen (incl. Aktien und Lebensversicherungen), Immobilien- und Sachvermögen (z. B. PKW, Schmuck usw.) abzüglich von Schulden verstanden.
Da scheinen mir die angegebenen Zahlen eher niedrig zu sein. Welchen Wert die eigenen Immobilien haben, wird aber häufig überschätzt. Den kennt man erst beim Verkauf.

Was anscheinend hier gar nicht berücksichtigt wurde, ist für viele das größtes Vermögen: Ihr Anspruch gegen die Gesetzliche Rentenversicherung. Für je 1000 € Rente, kann man zum Renteneintritt mindestens 200 000 € ansetzen . . .
P.Burkhardt
09.07.2025, 21:20 Uhr
richtig @Disko...
...hinzu kommen allerdings betriebliche Rentenansprüche und Ansprüche aus privater Altersvorsorge. Auch diese Daten werden regelmäßig nicht erhoben. Ich gehe - wie Sie - davon aus, dass der tatsächliche Median höher liegt. Da Immobilienbesitz im Alter häufiger vererbt als verkauft wird, nutzt dieser oft erhebliche Vermögensteil den Ruheständlern meistens wenig - was nicht so sein muss, wenn man es geschickt anstellt. (auch wenn das d.Red. langweilt...wie mir vorgeworfen wurde)
adele
10.07.2025, 08:46 Uhr
Okay,
dann gehe ich meins mal suchen ...Ironie off!
nur_mal_so
10.07.2025, 11:58 Uhr
...dann hat, wenn ich von mir ausgehe -
- irgend ein anderer Haushalt 200.000€...
Was bringen solche Durchschnittsrechnungen?
Siegmund
10.07.2025, 14:39 Uhr
Statistik kann man so sehen und so sehen
Ich hatte mit 35 Jahren schon ein Eigenheim, nur gehörte es da noch der Bank. Jetzt bin ich Rentner und mein Kredit ist abgezahlt auch habe ich sehr viel Geld in meine Immobilie gesteckt, habe also immer gearbeitet und dafür soll ich mich jetzt schämen?
Andere haben ihr Geld in teure Urlaube gesteckt oder sind gar nicht erst arbeiten gegangen und für diese Menschen soll jetzt das Vermögen von anderen, die sparsam waren herhalten.
Die spinnen wohl!
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)