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Di, 22:42 Uhr
22.07.2025
Gegangen

"Can you help me?"

"Der Abschied ist ein scharfes Schwert", sang ein Roger Whittaker. Für einen der Giganten der Rockmusik, des schweren Metalls gab es gewissermaßen ein lautes Schwert. So wie Ozzy Osborne es sich vermutlich gewünscht hatte...


Manche Momente im Leben wird man nie vergessen. Es war im Jahr 1970, die Jugendweihe hatte ich gerade schadlos überstanden, klangen (aus Versehen) aus dem Mittelwellenempfänger meiner Großmutter Töne, Welten, Riffe, Noten - sprich: eine Musik, wie sie mir bis dato nicht erschlossen war.

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Sicher - ich quälte mich derzeit gerade im zweiten Jahr eines privaten Klavierunterrichts, bei dem Stücke von Beethoven oder Mozart beherrschend waren, die Beatles mit ihrer "The Long and Winding Road" bye bye sangen - und in mir die leise Hoffnung aufkam, dass ich das vielleicht auch mal auf dem Klavier wiedergeben konnte, nein, durfte. Ich durfte es nicht.

Doch was da aus der Kiste auf dem kleinen Schrank auf Mittelwelle 1600 oder so rausexplodierte, das veränderte alles. Der Saarländische Rundfunk war auf diesen Frequenzen selbst im Mansfeldischen zu erheischen und Manfred Sexauer präsentierte eine Hitparade die es in sich hatte und den kleinen Peter in seinem pupertären Streben einfach mal umhaute.

Und das ging so...
Platz 3: Atomic Rouster mit "Devils Answer". Platz 2: "Black Night" von Deep Purple. Ganz oben in der Liste die irrwitzige Basslinie von Geezer Butler und die nasale, alles überlagernde Stimme von Ozzy Osbourne. Damals kannte ich nur den Namen der Band, die "Bravo" unerreichbar. Aber der Sound, diese Wuchtigkeit, die Härte der eigentlich wenigen Gitarrenriffs, der ging mir als 14jähriger unter die Haut.

Das "Paranoid" war - musikalisch gesehen - der Türöffner für die Annäherungen an Led Zeppelin, Deep Purple, aber auch an die frühen Chicago-Jahre, an Jethro Tull, Frumpy oder die Scorpions. Die Jahre zwischen 1970 und 1980 waren für mich die interessantesten, die belebensten, die abwechslungsreichsten Zeiten. Um Ozzy wurde es inzwischen ruhiger, was das musikalische Mainstream betrifft. Ihr Publikum hatten er und seine Familie inzwischen im TV gefunden.

Doch bei den großen Festivals rund um die Erdkugel waren Ozbourne und Co. immer noch gefragt. Vor allem wenn die Klassiker gespielt wurden. Vor allem ab jeder Zeit, da die vier Musiker der Urband immer mal wieder zusammenfanden.

Sie und viele Musiker-Kollegen begleiteten Black Sabbath und Ozzy beim Abschiedskonzert der Band in Ozzys Geburtsstadt Birmingham. Der "Irre" war da schon lange von seiner Parkinson-Krankheit gezeichnet. Aber noch einmal wollte er sein Publikum "beschimpfen" und mit seinem Publikum feiern.

Er war durchgeknallt, aber er war ein musikalischer Pionier. Die Wichtigkeit seiner Musik wurde durch begleitende Bands wie Metallica und Slayer sowie weitere zahlreiche Gastmusiker aus der Szene im Villa Park dokumentiert. Das letzte Lied des gigantischen Konzertes blieb der Urbesetzung "seiner" Band "Black Sabbath" vorbehalten: "Paranoid". Und ein letztes Mal schrie er die Frage "Can you help me?" von der Bühne. 17 Tage später hörte sein Herz auf zu schlagen. Ozzy Osbourne wurde 76 Jahre alt.

Übrigens: Der Erlös aus der gesamten Benefizveranstaltung in Höhe von fast 190 Millionen US-Dollar wurde für ein Kinderkrankenhaus, ein Kinderhospiz und die Hilfsorganisation „Cure Parkinson’s“ bestimmt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Di72
23.07.2025, 06:41 Uhr
R.I.P.
Ozzy... 🤘🏻
G.M.F.
23.07.2025, 15:49 Uhr
R.I.P. Ozzy
Good bye, Ozzy - R.I.P.

Das Leben dieser Rock-Legende
Plötzlich nahm ein jähes Ende
Ob in Walhalla, ob im Jenseits
Oder im Nirvana - sein Geist
Heut ist angekommen
Von Lemmy in Empfang genommen

Auf dem Tisch ne Whiskey Flasche
Hat Lemmy stets in seiner Tasche
Das ist - weiß Gott - keine Kritik
Denn was bleibt: ihre Musik
Bis in alle Zeit
Genie reicht Wahnsinn stets die Hände
Wir gedenken Dir - Legende!
R.I.P. - in Ewigkeit!

Gerald Michael Fähnrich. 22.7.2025
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