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Fr, 09:05 Uhr
01.08.2025
ifo Institut

Ohne Rentenreform drohen steigende Beiträge

Das Rentensystem in Deutschland muss dringend reformiert werden. Sonst steigen die Kosten ungebremst an und die Lasten für kommende Generationen werden unzumutbar. Das ist das Fazit eines Gutachtens des ifo Instituts für die Friedrich Naumann Stiftung...

„Deutschland steht vor einer dramatischen demografischen Herausforderung. Ohne Reformen droht der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 von 18,6 Prozent auf 22 Prozent zu steigen – mit gravierenden Folgen für Beschäftigte und Unternehmen“, warnt Marcel Thum, Geschäftsführer der ifo Niederlassung Dresden und Ko-Autor des Gutachtens.

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„Die Lebenserwartung der Deutschen ist angestiegen und die jüngeren Kohorten sind deutlich dünner besetzt als die Babyboomer-Generation. Die Kosten der Alterung dürfen aber nicht einseitig den jüngeren Menschen zugeschoben werden. Deshalb sollte der Nachhaltigkeitsfaktor wiedereingeführt werden und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Mit Mütterrente und Haltelinie geht es leider gerade in die falsche Richtung“, sagt Thum.

Den Berechnungen zufolge würden die Bundeszuschüsse um über 50 Prozent wachsen, wenn die Politik nicht entschieden gegensteuert. Das Gutachten bewertet mehrere Handlungsoptionen. Würde man die Rente ab 63 Jahren abschaffen, brächte dies zwar nur eine geringe Entlastung, würde aber wenigstens einen Anstieg der Ausgaben verringern. Würde man den Anstieg der Renten stärker am Verhältnis von Rentenbeziehern und Einzahlern orientieren (Nachhaltigkeitsfaktor), könnten die Rentenausgaben sogar gesenkt werden. Sehr stark würde eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung wirken. Auch eine Anpassung der Bestandsrenten an die Inflationsentwicklung würde das Rentensystem nachhaltig entlasten.
Autor: red

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Kommentare
KeinKreisverkehr
01.08.2025, 09:14 Uhr
Gerentokratie
Mal sehen ob da überhaupt was kommt. Wenn die ü60 Generation ca. 40 Prozent der Wahlberechtigten ausmacht wohl eher nüscht. Und die jungen müssen es dann ausbaden.
Anna Lüst
01.08.2025, 11:46 Uhr
Rentenreform?
1. Seit der Rentenreform von 1957 wurden aus der Rentenkasse 909 Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen entnommen. Bitte zurückzahlen, dann rechnen wir nochmal.
2. Zuerst einmal müssen die Pflichtaufgaben (dazu zähle ich die Finanzierung der Rente) erledigt werden, ehe freiwillige Zahlungen geleistet werden.
Wenn das erledigt ist, kann sich Deutschland zum Zahlmeister der Welt aufschwingen.
3. Man könnte das Umlagesystem durch ein anderes System ersetzen. Zum Beispiel auf die Mehrwertsteuer noch 7 Prozent aufschlagen (ich habe es nicht durchgerechnet) und die Rentenbeiträge abschaffen. Dann würden alle einzahlen, die hier leben und konsumieren.
4. Ich finde es unmöglich, wie hier die junge Generation gegen die Alte aufgehetzt wird. Die Alten haben auch 45 Jahre eingezahlt, nur ist dieses Geld schon für frühere Generationen ausgegeben worden.
Marino50
01.08.2025, 16:35 Uhr
Rentenreform
Die Beitragserhöhung kommt sowieso, egal mit oder ohne Reform. Jetzt ist erst einmal die Nachzahlung für 6 Monate durchgeführt worden.
Bis sich da etwas bewegt, vergehen noch Jahre. Unsere Kinder werden es vielleicht erleben, dass sich etwas zum Positiven entwickelt. Wir Alten nicht mehr.
diskobolos
01.08.2025, 16:57 Uhr
So einfach ist es nicht, Anna Lüst
Ich weiß nicht, woher Sie die Zahl 909 Mrd. haben und ob sie einen realen Bezug hat. Jedenfalls dürfte man Geldbeträge aus verschiedenen Jahren nur addieren, wenn man sie auf das gleiche Jahr bezieht und mit einem entsprechenden Zinsfaktor multipliziert. Zu beachten ist auch, dass aus dem Bundeshaushalt ein beträchtlicher Zuschuss an die GRV fließt, zur Zeit ca. 120 Mrd. € pro Jahr, in den letzten 10 Jahren also vermutlich mehr als die 909.

Wenn man die Leistungen der GRV als „versicherungsfremd“ ansieht, für die keine Beiträge entrichtet wurden, fallen mir da Witwen- und Waisenrenten, die Grundrente (also eine Erhöhung der Rentenleistung für Geringverdiener) die „Rente mit 63“, die „Mütterrente“ und vielleicht sogar Rehabilitationsleistungen und Leistungen für Arbeitszeiten in der DDR ein.

Letztlich sind es politische Entscheidungen, in denen die Leistungen festgelegt sind. Das kann auch gar nicht anders sein. Ebenso ist die Unterscheidung in freiwillige und Pflichtaufgaben keine natürliche, sondern muss politisch entschieden werden.

Die Idee, diese Leistungen nicht aus Beiträgen, sondern aus Steuern zu finanzieren ist im Prinzip richtig. Dann sollte aber auch klar sein, dass die Beiträge dann niedriger, aber die Steuern entsprechend höher wären. Das hat was von rechte Tasche – linke Tasche. Bei einer Erhöhung der MwSt müssten bestimmte Sozialleistungen dann auch neu berechnet weden.

Egal, wie man es auch dreht: Immer müssen die im Arbeitsleben stehenden für die Rentner aufkommen. Das war immer so und wird sich auch nicht ändern.
Lautaro
01.08.2025, 17:49 Uhr
Gerentokratie ?
Wenn die Alten jede Schule, jede Brücke, jede Straße, jedes Gebäude usw. , welches sie jemals erbaut haben.....abreissen würden, wäre so mancher Hirni heute ziemlich ratlos.
nur_mal_so
03.08.2025, 14:15 Uhr
Neoterokratie?
Wenn die Jungen so faul, desinteressiert und ungebildet usw wären... wie ihnen nachgesagt wird, stünde so mancher Hirni heute ziemlich ratlos gänzlich ohne Rente da.
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