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Sa, 18:15 Uhr
02.08.2025
NIE WIEDER

Lasst uns einen Jürgen - würgen

Die Versuchung, einen kleinen Jürgen zu würgen, war in unserer Kindheit groß. Das lag am Angebot. In den Klassen 5a bis d der Theo-Neubauer-Schule gab es seinerzeit 12 Jürgen zur Auswahl. Ein Jürgen meldet sich hier zu Wort...


Das veranlasste einen Sportlehrer, ein Fußballspiel aller Jürgen gegen alle Bernd und Rainer (Reiner) zu veranstalten, die sich zusammenschließen mussten, um eine komplette Mannschaft auf den Platz zu bringen. Wenn sich Dr. Jürgen Nekwasil vor einigen Jahren richtig erinnerte, haben wir Jürgen haushoch gewonnen. Gibt es noch einen Rainer oder Bernd, der das besser weiß??

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Nun ist der Hype um diese Namen zu Ende und schon werden wir Jürgen offenbar gnadenlos umgetauft. Mindestens von unseren Banken. Girocard und Kreditkarte waren zu alt geworden. Die Neuen kamen pünktlich und lauteten auf JUERGEN. Aus Erfahrung weiß ich: Wer im Ausland Deutsch kann, liest hier humorlos JU ERGEN. Wer kein Deutsch kann, wundert sich gegebenenfalls über die Abweichung zwischen Personalausweis und Kreditkarte. Wer künftig JOERG MUELLER heißt, gibt noch mehr Anlass zum wundern.

Was soll der Quatsch? In Schweden und Dänemark sind die Umlaute selbstständige Buchstaben und kommen nach dem Z. Warum legt man das im Deutschen nicht auch so fest und schließt damit alle Missverständnisse aus?

Was macht eigentlich der Computer bei Eingabe von GU ENTER?

Skandinavische Umlaute zu übernehmen, geht nicht. Es fehlt gerade das Ü. Dafür finden die Nordhäuser aber im Dänischen das Å (klein å), was dem „schönen, offenen Nordhäuser-A“ entspricht.

Wer jetzt nicht wenigstens ein bisschen schmunzeln konnte, hat den Sinn dieses Beitrages missverstanden. Wer bei den Verantwortlichen der Umtaufaktionen auch geschmunzelt hat, muss jetzt aber gleich das Gehirn einschalten.
Jürgen Wiethoff
Autor: psg

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Kommentare
Alex Gösel
02.08.2025, 20:38 Uhr
Also unter "dem Jürgen würgen"
versteht die heutige Jugend garantiert etwas anderes...

Aber im Großen und Ganzen, werter Juergen, stimme ich Ihnen zu!
P.Burkhardt
03.08.2025, 09:20 Uhr
In meiner Kindheit...
...waren Mike Meik, Meyk und Maik und Michael inflationär 😃
Leser X
03.08.2025, 09:23 Uhr
Bürokratische Hürden
Also wie ich unser bestes Deutschland aller Zeiten kenne, würde es ähnlich lange dauern, das Ü zu digitalisieren, wie den Flughafen BER oder den Bahnhof Stuttgart 21 zu bauen::))
warumauchimmer
03.08.2025, 14:27 Uhr
German Umlauts
Es ist nicht das Problem ,dass wir nicht in der Lage wären das ü zu digitalisieren, sondern das es im Rest der Welt das ü keine Rolle spielt. Und nein, auch Schwedisch und Dänisch können die im Zweifel nicht, da nichts davon in ASCII oder schlimmer EBCDIC enthalten ist.

Gerade im Banken- und Versicherungssektor gibt es zig Unternehmen deren Infrastruktur auf dem Mainframe sitzen.
Die technischen Schulden dieser System sind so hoch, dass zu absurden Tagessätzen weiterhin Rentner angeheuert werden, weil Sie Cobol programmieren können.
Die entgangenen Umsätze der Jürgens dieser Welt, sind denen gerade egal...

Wie zu erwarten hat auch Leser X mal wieder keinen blassen Dunst... Ihr könntet euren Umlaut morgen haben, würdet dann aber jammern das ihr im Ausland nicht bezahlen könnt.
RWE
03.08.2025, 18:43 Uhr
warumauchimmer
starker Beitrag. Es gibt so viele diakritische Zeichen... da solte man sich schon auf einen maschinenlesbaren Standard einigen. Für so internationale Weltrevolutionöre muss es wahrscheinlich kyrillischen oder wenigstens in Esperanto verfasste sein...
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