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Sa, 14:30 Uhr
09.08.2025
Gewerkschaft kritisiert "Büfett-Gier"

Berge von Essen landen in der Tonne

So viel essen, wie man will und kann: Büfetts in Restaurants machen satt. „Büfett-Gier folgt dem Prinzip: Draufladen, was das Zeug hält. Denn die Augen sind oft größer als der Magen. Aufgegessen wird dann nicht. Und am Ende landet gutes Essen in der Tonne“, sagt Jens Löbel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Thüringen...

Der Geschäftsführer der NGG Thüringen appelliert an Restaurantbesucher, den Teller am Büfett „mit Augenmaß vollzumachen“. Es sei vernünftiger, lieber häufiger zum Büfett zu gehen und dafür mit kleineren Portionen zum Tisch zurückzukehren. „Wenn der Punkt kommt, an dem nichts mehr geht, kann man mit dem Essen aufhören, ohne einen halbvollen Teller stehen zu lassen“, so Löbel.

Die NGG Thüringen plädiert damit für mehr „Büfett-Disziplin“ in „All you can eat“-Restaurants. „Wer eine viertel oder sogar halbe Portion auf dem Teller zurückgehen lässt, der sollte dringend an seiner Wegwerf-Marotte arbeiten. Das gilt auch bei halbvollen Gläsern, wenn es eine Getränke-Flatrate gibt“, so NGG-Geschäftsführer Löbel.

Immerhin gehe es um Lebensmittelverschwendung. Wenn ein Restaurant pro Woche für mehrere Hundert Euro Essen in die Lebensmittel-Tonne werfen müsse, dann sei das ethisch genauso wie wirtschaftlich nicht zu vertreten. „Das sind verschwendete Ressourcen. Das ist Geld, das Restaurants wesentlich sinnvoller investieren können – nämlich in mehr Personal und bessere Löhne für Köche und Kellnerinnen“, so Jens Löbel.

Es werde Zeit, in den Köpfen der Menschen den Schalter umzulegen – auch beim Restaurantbesuch in Thüringen: „Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst – Lebensmittel sind kostbar. Und jeder, der am Büfett den Löffel in die Hand nimmt, muss wissen: Dahinter steckt auch eine Menge Arbeit von Menschen“, sagt NGG-Geschäftsführer Löbel. Gastronomen sollten das „All you can eat“-Geschäftsmodell überdenken. Stehe beispielsweise am Büfett Personal, dann sei „die Hemmschwelle, hemmungslos zuzugreifen deutlich höher“.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
09.08.2025, 14:59 Uhr
Essen ohne Ende...
Ich verstehe schon die Gewerkschaft NNG. Aber dieser Artikel artet schon in ein Vorschreiben was und wieviel ich auf den Teller lade und essen darf.
Was geschieht denn am Ende des Tages mit dem übrigen zu- und vorbereiteten Essen in der Küche. Die Tafel kann und darf es nicht bekommen. Das wird doch nicht am nächsten Tag wieder zum Verzehr angeboten. Oder?
Leser X
09.08.2025, 19:32 Uhr
Spiegelbild der Gesellschaft
Das ist nicht nur beim Essen so und aus meiner Sicht ein abstoßendes Beispiel von Wohlstandsverwarlosung in einer Zeit, da immer deutlicher spätrömische Dekadenz auf Armut trifft.
emmerssen
09.08.2025, 20:31 Uhr
Büffet
Und all you can eat. Was aus Ami Land kommt ist "in und chick". Wen kümmerts wenn dann weg geschmissen wird und die Leute immer dicker werden. Gute deutsche Küche ist ja so was von "out". Damit kann man nichts mehr verdienen. Da bezahlt man lieber Summen für kleine Portionen beim ,Steet food Festival. Ich frage mich manchmal ehrlich, wo sind wir nur hin gekommen?
Kritiker86
10.08.2025, 06:45 Uhr
Buffetessen
Ist mir zu teuer. Schaffe nie im Leben, was ich da bezahlen muss, auch zu essen. Deswegen nur Einzelgerichte. Auch wenn man dann schief angeguckt wird. Qualität stimmt meistens sowieso nicht für den Preis.
rasska86
10.08.2025, 14:25 Uhr
Gut beobachtet 👍
Guter Artikel 👍, bleibt zu hoffen, dass die betroffenen Lebensmittelverschwender es lesen und mal drüber nachdenken. Auch die Restaurants selbst haben zum Teil Portionen, die, nicht nur für mich , viel zu groß sind. Besser kleinere, " normale" Portionen zum entsprechenden Preis.
Dann geht vielleicht auch noch ein Nachtisch 😃
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