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Do, 10:08 Uhr
14.08.2025
Ein Blick in die Statistik

Mehr Schutzsuchende in Thüringen

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, stieg die Zahl der Schutzsuchenden in Thüringen gegenüber dem Vorjahr um 5 945 Personen bzw. 8,8 Prozent. Im Jahr 2023 waren von insgesamt 180 850 Ausländerinnen und Ausländern 67 820 Personen schutzsuchend...

Gemäß Ausländerzentralregister (AZR)* lebten am 31.12.2024 in Thüringen 187 765 Ausländerinnen und Ausländer, darunter 73 765 registrierte Schutzsuchende**. Dies entsprach einem Anteil von 39,3 Prozent an allen ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

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Mit 39,9 Prozent hatten die meisten der am 31.12.2024 in Thüringen wohnenden Schutzsuchenden die ukrainische Staatsbürgerschaft. Mehr als ein Drittel der Schutzsuchenden kam aus den Bürgerkriegsländern Syrien (22,3 Prozent), Afghanistan (12,2 Prozent) und Irak (4,4 Prozent). Der überwiegende Teil der Schutzsuchenden war 2024, wie in den vergangenen Jahren, männlichen Geschlechts (2024: 55,2 Prozent). Der Anteil der männlichen Schutzsuchenden sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte (2023: 55,4 Prozent).

Der Anteil der Schutzsuchenden an der Bevölkerung*** in Thüringen lag im Jahr 2024 bei 3,5 Prozent (2023: 3,2 Prozent). Unter den Thüringer Kreisen verzeichnete die Stadt Gera mit 7,8 Prozent den höchsten Anteil Schutzsuchender, gefolgt von der kreisfreien Stadt Suhl (5,5 Prozent) und dem Landkreis Altenburger Land (4,7 Prozent). Die geringsten Anteile an Schutzsuchenden hatten die Landkreise Saale-Holzland-Kreis mit 1,9 Prozent, Greiz (2,0 Prozent) und Sömmerda (2,2 Prozent).

Im Jahr 2024 wiesen von den insgesamt 73 765 Schutzsuchenden 12,9 Prozent einen offenen Schutzstatus**** auf. Dieser Anteil sank gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte. Einen anerkannten, unbefristeten Schutzstatus hatten 5,5 Prozent der Schutzsuchenden. Bei 76,6 Prozent war der anerkannte Schutzstatus befristet. Diese Anteile sind gegenüber dem Jahr 2023 um 0,6 Prozentpunkte gefallen bzw. um 4,0 Prozentpunkte gestiegen. 5,0 Prozent der Schutzsuchenden hatten 2024 einen abgelehnten Schutzstatus. Im Vorjahr war dies noch bei 6,2 Prozent der Schutzsuchenden der Fall. Die Schutzquote***** stieg 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 94,2 Prozent (2023: 92,7 Prozent).

Im Jahr 2024 waren 54,5 Prozent der Schutzsuchenden ledig und 30,2 Prozent verheiratet bzw. befanden sich in einer Lebenspartnerschaft. Das Durchschnittsalter der Schutzsuchenden stieg 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Jahre auf 31,0 Jahre. Wie bereits in den Vorjahren war im Jahr 2024 mehr als ein Viertel der Schutzsuchenden minderjährig (2024: 28,1 Prozent; 2023: 29,3 Prozent).

*Die Statistik über Schutzsuchende basiert auf den administrativen Daten des Ausländerzentralregisters (AZR).
**Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten und mit entsprechendem aufenthaltsrechtlichem Status im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst sind.
***Daten der Bevölkerungsfortschreibung auf der Basis des Zensus 2022
****Schutzsuchende werden in der ausländischen Bevölkerung anhand ihres aufenthaltsrechtlichen Status identifiziert. Die Grundgesamtheit umfasst 3 Untergruppen, die aufgrund ihrer Heterogenität immer getrennt betrachtet werden sollten:
  • Schutzsuchende mit offenem Schutzstatus halten sich zur Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland auf, wobei über ihren Schutzstatus noch nicht entschieden wurde.
  • Schutzsuchende mit anerkanntem Schutzstatus besitzen einen befristeten oder unbefristeten Aufenthaltstitel aus dem humanitären Bereich des Aufenthaltsgesetzes.
  • Schutzsuchende mit abgelehntem Schutzstatus halten sich nach Ablehnung im Asylverfahren oder nach Verlust ihres humanitären Aufenthaltstitels als Ausreisepflichtige in Deutschland auf.

*****Die Schutzquote bezieht die jeweilige Zahl der anerkannten Schutzsuchenden auf die Summe der Schutzsuchenden ohne Berücksichtigung jener mit offenem Schutzstatus (anerkannte plus abgelehnte Antragsteller).
Autor: red

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