Umfrage:
Nur noch jeder Dritte zahlt am liebsten bar
Ob zu Hause oder auf Auslandsreisen – zum Bezahlen an der Ladenkasse greift nur noch gut ein Drittel aller Deutschen am liebsten auf Bargeld zurück. Zumindest bei Einkäufen außerhalb Deutschlands waren vor zwei Jahren noch mehrheitlich Scheine und Münzen das bevorzugte Zahlungsmittel. Heute favorisieren Verbraucher im Ausland ebenso wie im Inland überwiegend die Kartenzahlung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox.
Auch im Urlaub ist Cash nicht mehr König
Innerhalb Deutschlands würden 35 Prozent der insgesamt 1.031 Befragten einen Einkauf in Höhe von 20 Euro an der Ladenkasse bevorzugt bar bezahlen. In einer früheren Umfrage aus Juni 2023 waren es noch 43 Prozent.
Anders als noch vor zwei Jahren sind Scheine und Münzen mittlerweile auch im Auslandsurlaub nicht mehr das beliebteste Zahlungsmittel: Während im Sommer 2023 noch eine Mehrheit der Befragten (53 Prozent) auf Auslandsreisen innerhalb der Euro-Zone bevorzugt mit Bargeld bezahlt hat, sind es heute nur noch gut ein Drittel (34 Prozent).
Die Deutschen gelten seit jeher als Bargeldliebhaber. Doch mittlerweile bevorzugt die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl im Inland als auch im Ausland kartengestützte Bezahlverfahren, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Mehrheit favorisiert im In- und Ausland Kartenzahlung
Innerhalb Deutschlands zücken 51 Prozent bevorzugt eine Karte, um an der Ladenkasse zu bezahlen: Bei 30 Prozent ist es die oft noch als EC-Karte bezeichnete Girocard. 12 Prozent zahlen mit einer Debitkarte von Visa oder Mastercard, bei der die Einkaufssumme unmittelbar nach der Zahlung vom Konto abgebucht wird. Eine echte Kreditkarte ist im Inland für 9 Prozent das beliebteste Zahlungsmittel.
Im Ausland ist die Kartenzahlung sogar noch häufiger als in Deutschland das favorisierte Bezahlverfahren – innerhalb der Euro-Zone gilt dies für 55 Prozent und außerhalb für 56 Prozent der Befragten.
Kreditkarten vor allem auf Reisen beliebt
Anders als bei Einkäufen im Inland bezahlt ein Großteil der Verbraucher vor allem außerhalb der europäischen Währungsgemeinschaft lieber mit einer Kreditkarte (28 Prozent) anstatt mit der Girocard (13 Prozent).
Kreditkarten der großen Anbieter Visa, Mastercard und American Express haben international sehr große Akzeptanz, sagt Oliver Maier. Die Girocard ist hingegen eine deutsche Insellösung. Damit die Karten auch im Ausland einsetzbar sind, werden sie bei fast allen Banken als zusätzliche Bezahlfunktion mit einem von vier sogenannten Co-Badges ausgerüstet. Je nach Kreditinstitut prangt dann zusätzlich das Logo von V Pay, Maestro oder Visa- beziehungsweise Mastercard-Debit auf der Karte.
Bei V Pay werden die Daten zum Bezahlen nur auf dem Chip und nicht auf dem Magnetstreifen gespeichert. Das macht die Karten zwar besonders sicher, geht aber zu Lasten der Akzeptanz, sagt Oliver Maier. Vor allem außerhalb Europas kann es beim Bezahlen mit V-Pay-Karten Schwierigkeiten geben. Bankkunden können ihre Karte aber vor Reiseantritt von ihrem Kreditinstitut für den internationalen Gebrauch freischalten lassen.
Methodik
Im Auftrag von Verivox hat das Meinungsforschungsinstitut Innofact im August 2025 insgesamt 1.031 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
Gefragt wurde: Bei welcher Bank haben Sie Ihr hauptsächlich geführtes Girokonto? // Wie würden Sie einen Einkauf in Höhe von 20 Euro an der Ladenkasse bevorzugt bezahlen? A) innerhalb Deutschlands, B) im Ausland innerhalb der Euro-Zone, C) im Ausland außerhalb der Euro-Zone.
Autor: psg
Kommentare
geloescht.20260120
16.08.2025, 13:13 Uhr
Wie wichtig Bargeld ist...
wird klar, wenn wir nach China schauen. Überwachbar und kontrollierbar und abhängig jeder wird, wenn es kein Bargeld mehr gibt...
P.Burkhardt
16.08.2025, 21:38 Uhr
wenn man weiß,
dass Banken nur erfassen dürfen, wohin Gelder fließen (also zu anderen Banken) aber nicht von wem die Zahlungen veranlasst wurden, oder an welchen Empfänger sie gehen, dann braucht man vor Giralgeld keine Angst zuhaben.
Es sei denn, es gibt einen begründeten Verdacht (der entweder eine Klage oder staatsanwaltliche Verfolgung voraussetzt) für Geldwäsche, eine Straftat oder die Umgehung von Moratorien oder anderen Zahlungsbeschränkungen. Dann darf die Staatsanwaltschaft ermitteln und die Banken sind auskunftspflichtig.
Datenschutz ist bei uns ein hohes Gut - was uns wesentlich von China unterscheidet (um das "Argument" des Vorkommentators zu entkräften).
Bargeld (in großer Menge) ist ein wesentliches Mittel , für Kriminelle, Geldwäscher und Steuerhinterzieher (wer käme auf die Idee, sein Meth oder Bestechungsgeld mit Karte zu bezahlen)... weswegen es eben das Geldwäsche- und das Außenwirtschaftsgesetz gibt.
Wenn jemand seine Rechnungen mittels Überweisung bezahlt, muss er keine Angst haben in irgendeiner Form ausgespäht, beschattet oder überwacht zu werden... genau dafür haben wir unter Anderem das Datenschutzgesetz. Wer natürlich nicht an die Wirksamkeit von Gesetzen glaubt... naja, der hat vermutlich auch noch andere (paranoide) Probleme.
Tatsächlich ist es so, dass bargeldlose Bezahlerei (egal, ob mit Karte, einem Bezahldienst oder per Überweisung), schneller, einfacher, günstiger, manchmal rabattiert und nachweisbarer (was ja bei all den Betrügereien immer wichtiger wird) ist.
Dennoch kann natürlich in Deutschland jeder seine Rechnungen bezahlen wie er mag - eben auch bar, wenn er den Verkäufer ärgern will.
Persönlich zahle ich nur noch bar, wenn es nicht anders geht und runde dann auch auf - ich will nicht kiloweise Münzen mit mir rumschleppen...
EsJay7
16.08.2025, 21:39 Uhr
Und schon bricht Panik aus
wenn man hört kein Bargeld mehr.
Beim meinem Vorkommentator stehen bestimmt schon die Nackenhaare hoch.
Überwachbar?….. Ich hau mich weg. Mit Smartphone unterwegs aber sich wegen Überwachung Sorgen machen. Genau mein Humor. Am besten noch ne Alexa oder Ähnliche zu Hause.
Kontrollierbar und abhängig?……. Meine Güte. Das Geld kommt immer noch vom Bankautomat. Wenn einer was Böses will und einem kontrollieren und steuern reicht es das Konto zu sperren. Dann ist Schluss mit Bargeld.
Man könnte sich zum Schutz auch im Keller einschließen. Manche sollten einfach weniger Social-Media nutzen.
Bevor man aus Angst überwacht zu werden (von wem auch immer) Kartenzahlung an der Kasse ablehnt sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der Überwacher schon längst weiß wo ich bin und was ich im Einkaufskorb habe. Da hab ich die Kasse nicht mal angesteuert.
Fakt ist…… wird mir das Portmonee gestohlen ist mein Bargeld weg. Ein Anruf und Karten sind gesperrt und mein Geld sicher.
Nicht alles ist an Kartenzahlung schlecht und nicht alles am Bargeld gut.
A-H-S
17.08.2025, 01:10 Uhr
Naiv, naiv
Zitat P.Burkhardt: "wenn man weiß, dass Banken nur erfassen dürfen, wohin Gelder fließen (also zu anderen Banken) aber nicht von wem die Zahlungen veranlasst wurden, oder an welchen Empfänger sie gehen, dann braucht man vor Giralgeld keine Angst zuhaben."
Wie erklären Sie sich dann die abgefangene und unterbundene Spende an die AfD mit folgender Bemerkung an den Spender?: "Der Zahlungsempfänger hat eine rechtsextremistische Ausrichtung. Die Sparkasse Mittelfranken-Süd akzeptiert solche Zahlungen nicht. Stellen Sie bitte im eigenen Interesse solche Zahlungen ein."
Zitat P.Burkhardt: "Bargeld (in großer Menge) ist ein wesentliches Mittel , für Kriminelle, Geldwäscher und SteuerhinterzieherBargeld (in großer Menge) ist ein wesentliches Mittel , für Kriminelle, Geldwäscher und Steuerhinterzieher."
-> Jaja, Bargeld als das Zahlungsmittel der Kriminellen hinzustellen, sauber.
PS: Kriminelle, die ihre Deals mit 50Euro-Scheinen abwickeln, sind vermutlich ähnlich gestrickt wie Sie. Schon mal was von Gold gehört oder Bitcoin?
So ein 1-Kilo-Goldbarren ist 8x4x1,8cm und hat einen Wert von über 90.000 Euro. Oder knapp 2.000 Scheine 20cm hoch gestapelt.
PS2: Zu meinen, dass man mit einer Bargeldeinschränkung Kriminalität verhindern könnte, ist natürlich mehr als naiv. Meinen Sie das Gespräch zwischen zwei Kriminellen läuft so ab:
A: Hier hast Du ein Kilo Koks, macht 100.000.
B: Aber wir haben doch eine Bargeldobergrenze von 5.000.
A: Stimmt, dann nicht.
Zitat P.Burkhardt: "Persönlich zahle ich nur noch bar, wenn es nicht anders geht und runde dann auch auf - ich will nicht kiloweise Münzen mit mir rumschleppen..."
-> Schon einmal in Ihrem Leben auch nur ein Kilo Münzen mit sich rumgeschleppt?
Zitat P.Burkhardt: "Wenn jemand seine Rechnungen mittels Überweisung bezahlt, muss er keine Angst haben in irgendeiner Form ausgespäht, beschattet oder überwacht zu werden.."
-> Tja, Sie müssen darauf hoffen, dass der Datenschutz funktioniert. Bei Bargeld bin ich mir sicher. Ich hole mir etwas von der Bank. Danach verliert sich einfach jeglich Spur. Bäcker, Lebensmittel, Baumarkt, Tankstelle, Gastro, Kino, Bar, Eintritt - niemand weiss es. Und ich muss nicht auf Datenschutz hoffen.
Gehard Gösebrecht
17.08.2025, 05:50 Uhr
Schöne bargeldlose Zeit
Mann oder Frau wird durch einen Gerichtsbeschluss zum Freitag Nachmittag nach 25 Jahren Mitgliedschaft das Konto dicht gemacht und die Plastikkarte ist auf einmal nur noch Schrott wert.
Spätestens dann ist man froh noch ein paar Scheine im Portemonnaie für den Einkauf im Supermarkt oder für das Benzin an der Tanke zu haben.
Aber das kommt ja bei den meisten Menschen nicht vor, denn man hat sich ja nichts zu Schulden kommen lassen.
Das es auch durch Fehler bei der Steuerabrechnung des Finanzamtes schnell zu einer Schließung des auch so bequemen Onlinebanking kommen kann, ist vielen nicht bewusst.
Zum Schluss gibt es beim Bäcker noch nicht einmal mehr ein Brot bargeldlos.
Dann ist man froh, noch wie zu alten Zeiten mit der Euromünze bezahlen zu können.
Aber modern und bequem will man es haben.
Da hält man gern die Schlange an der Kasse mit einer Gedenkminute auf, weil wieder einmal die Plastikkarte nicht lesbar ist oder die Pin vergessen wurde.
Ach ja und dann noch die Gefahr, dass das Portemonnaie mit dem Bargeld gestohlen wird.
Tja dann ist meistens auch die Bankkarte weg.
alf-gordon
17.08.2025, 09:33 Uhr
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Ich zahle selbst beim Bäcker mit dem Handy
Und meine Erfahrung sagt mir, dass in anderen Ländern, egal ob England oder Frankreich dieser Trend schon sehr viel länger anhält. Trotzdem habe ich weder im In-noch im Ausland einen Ort erlebt, wo Bargeld abgekehnt wurde und nur VISA oder Apple Pay usw. akzeptiert wird. Hin und wieder ist das Gegenteil der Fall. Cash only. Ist selten, ein wenig ärgerlich ist aber auch kein Beinbruch. Wer sein Geld loswerden will wird es auch los...
deralte
17.08.2025, 11:55 Uhr
Nur Bares ist Wahres,...
gez. Pretty Woman. Der Film ist etwa so alt wie die Wiedervereinigung.
Inzwischen ist viel Wasser nicht nur die Zorge hinunter gelaufen. Ansichten zu diesem Thema haben sich gewandelt, aber die Überschrift stimmt immer noch.
Auch ich zahle inzwischen sehr gern bargeldlos, möchte auf Bargeld allerdings nie verzichten.
Warum:
Was soll ich ohne Bargeld dem Kellner oder überhaupt allen Dienstleistern sonst ins Sparschwein stecken, wenn ich mit ihren Dienstleistungen sehr zufrieden bin?
Was kommt ins Sparschwein eines Kindes?
Wie soll das Kind ohne Bargeld den Geldwert verinnerlichen?
Soll der Opa, der seinem Enkel einen Lutscher kaufen will, den Enkel mit der Kreditkarte losschicken? Ach so: Er muss ja auch dem Kind erklären, einen Lollipop zu verlangen. So las ich es neulich auf einem Jahrmarkt. Nun gut, der war in Ostfriesland. Und Lollipops sind ja auch so ungesund. Lutscher auch.
Wie bezahlt man auf einem Flohmarkt?
Wie regelt man ein kleines Mißgeschick, z. B. einem Kollegen den Kaffee über die neue Hose gegossen.
Es gibt bestimmt noch einige Fälle mehr, die sich ohne Bargeld nur schwer lösen lassen.
Natürlich sollte man endlich alle auf xx,99 oder kurz darunter lautenden Preise abschaffen und danach dann alle Münzen unter einem Groschen, also 10 cent. Diese sind in der Herstellung teurer, als ihr Wert.
Kobold2
17.08.2025, 16:35 Uhr
Wieder spannend
Was man aus einem einfachen Bericht über eine Entwicklung macht. Erfahrungsgemäß finden sich in der Kommetarspalte auch entsprechende Befürworter.
Genießt weiter euer Onlineshopping, Streamigdienste, die "modernen Möglichkeiten" eurer Autos, oder lasst euch den Lohn noch in der Tüte aushändigen.
P.Burkhardt
18.08.2025, 10:50 Uhr
Paranoid, paranoid...
Da ich (mal wieder) direkt angesprochen wurde und nur, wegen des Eiche-Wildsau-Gleichnisses mich nicht angegriffen fühle und den (erst gesperrten, dann doch freigegebenen) A-H-S -Kommentar deswegen gerade noch von den AGB als gedeckt verstehen kann, darf ich doch sicher mal reagieren:
Lieber A-H-S ... natürlich dürfen Sie das denken, glauben (vielleicht auch glauben zu wissen) , was Sie da schreiben. Wenn Sie jedoch anzweifeln, dass Banken (eine mittlerweile in Europa am strengsten reglementierte und überwachte Branche) sich nicht an Gesetze und Regularien halten (ja, es gibt wie immer Ausnahmen) dann bin nicht ich naiv, sondern Sie paranoid. Ich bin berufsbedingt ganz gut in die Branche verdrahtet...und Sie dürfen mir glauben, dass manche (legale) Transaktion an den Regularien gescheitert ist, oder wenigstens deutlich erschwert wurde.
Insbesondere Bargeldtransaktionen (Einzahlungen > 10.000 EUR bedürfen eines Herkunftsnachweises) und Regeln bei Immobilientransaktionen sind dabei ein ärgerlicher aber wohl notwendiger Punkt.
Ihre angesprochene AFD-Spende unterliegt sehr wahrscheinlich einer Regelung, dass die Unterstützung extremistischer Vereinigungen (und das ist ja -meinem Kenntnisstand zufolge die AFD- offiziell) gesetzlich beschränkt ist, weswegen da eine Überwachung stattfindet (genauso wie bei einem Moratorium unterliegende Staaten - Iran, Russland, etc.). Ich recherchiere das jetzt nicht weiter. Mein Kilo Bargeld war natürlich übertrieben (ich dachte nicht, dass ich das dazu schreiben muss... aber bitte)... mir sind schon eine Handvoll Groschen (für Sie: natürlich 10ct-Münzen) zu viel...
Auf den Rest gehe ich gar nicht erst ein - ich bin sicher, dass Sie die Fehler auch selbst herausfinden können (insbesondere beim Thema Gold und in Teilen beim BTC und anderen Kryptos ... da haben Sie teilweise sogar Recht)
Bitte verschonen Sie mich mit (ich lasse an dieser Stelle ganz bewusst ein Adjektiv weg) Diskussionen dieser Art.
Bargeld bleibt uns ja erhalten, ich (und offenbar viele Andere) sehe für meinen Teil viele Vorteile im bargeldlosen Zahlungsverkehr.
Ich bin dann hier auch raus....
Lautaro
18.08.2025, 22:07 Uhr
Wussten sie, dass ein sogenannter "Titel" einer betrügerischen Anwaltskanzlei 30 Jahre bis zur
Verjährung anhält. Während Totschlag nur 25 Jahre bis zur Verjährung gilt ?
So mancher Mensch, den ich kenne, muss vor Jugendsünden Angst haben und benutzt die Barzahlung.....um diesen Anwaltsfirmen aus dem Weg zu gehen.
Selbst ein Gerichtsvollzieher zwinkerte mir zu und sagte.....da wüsste ich, was ich mache.
Und da ging es nicht mal um mich.
Die Bargeldablehnung des Staates ist einfach ein Versuch, den Verlierern des Systems die letzte autarke Grundlage zu nehmen.
P.Burkhardt
19.08.2025, 09:25 Uhr
Das kann ich so nicht stehen lassen....
...ja, es hat höchstens am Rande mit den Thema zu tun, aber ich glaube, der Vorkommentar bedarf einiger Erläuterungen:
Zunächst ist ein "Titel" ein Anspruch aus einem rechtskräftigen Urteil. Es muss also ein Gericht entschieden haben, dass der Anspruch besteht. Die (betrügerische ????) Anwaltskanzlei versucht im Auftrag ihres Mandanten den Anspruch durchzusetzen.
Wer die Rechtmäßigkeit des richterlich festgestellten Anspruchs - also des Titels - anzweifelt, hätte im entsprechenden Verfahren diese Argumente vorbringen können und kann es auch immer noch, wenn es eben Gründe für dafür gibt.
Besteht z.B. eine Forderung, die nicht beglichen wurde, weswegen der Gläubiger einen Titel vor Gericht erwirken konnte, was am Ende in einen Pfändungs-und Überweisungsbeschluss münden kann.... dann kann man natürlich auf Verjährung hoffen, auf Bargeld ausweichen (was ich irgendwie dem Gläubiger gegenüber als unrechtmäßig empfinde)... oder einfach seine Schulden bezahlen und am besten keine mehr machen...
Es geht dem Gesetzgeber darum, Gläubigern zu ihrem Recht zu verhelfen... für den Schuldner gibt es Pfändungsfreigrenzen, weswegen das "Nehmen der letzten autarken Grundlage" einfach falsch ist.
emmerssen
19.08.2025, 14:41 Uhr
Ist schon lustig
Wie uns der absolut Linientreue "@ P.Burkhardt" hier zu dem Artikel wieder mal die Welt erklären möchte. Das @ a-h-s da anderer Meinung ist, muss aber dringend diskutiert werden.
Bargeld oder Karte, beides hat seine Anhänger und Berechtigung und so möchte es bitte noch lange bleiben.
P.Burkhardt
19.08.2025, 17:37 Uhr
Ja, ich weiß....
...die Wahrheit kann schmerzhaft sein - Wissen beginnt mit der Anerkenntnis der eigenen Unwissenheit.
Nochmal:
Bargeld wird NICHT abgeschafft und es besteht vielleicht ein behördliches Interesse an den durch den elektronischen Zahlungsverkehr generierten Daten, jedoch gibt es Gesetze, die das verhindern - und das ist gut und richtig so.
Im Übrigen, seid ihr alle im Internet unterwegs. Euer Provider, und jede angesurfte Webseite weiß also wo genau ihr seid (ja, dagegen gibt es VPNs... die natürlich jeder hier benutzt), welche Seiten ihr aufruft, was euch interessiert, im Zweifel sogar, was ihr so in Chats und Foren schreibt.... worüber regt ihr euch also auf, wenn euch jemand sagt, dass es Gesetze gegen den Missbrauch eurer Daten gibt und dass diese genauso für staatliche Stellen gelten. Genau dieser Punkt unterscheidet uns von China und der DDR.... und ja, deswegen bin ich vielleicht "linientreu". Erklärt es mir, ich verstehe es nicht !
Tatsächlich leben wir im Hier und Jetzt, mit allen technischen Möglichkeiten, die sich rasant weiterentwickeln... wenn ihr versucht in Lettland irgendwas bar zu bezahlen werdet ihr nur fragend angeguckt (wurde mir so berichtet- ist keine eigene Erfahrung).
Wer sich natürlich allem Neuen verweigert, der bleibt irgendwann zurück und versteht die Welt plötzlich nicht mehr, weil sie sich so verändert hat.
Die bargeldlosen Zahlerei, egal ob per Überweisung (früher auf Papier, heute elektronisch), per Karte, Wero, Paypal, Kreditkarte oder Handy/Uhr generiert immer Daten... das war früher so und ist heute so. Die Barzahlung ist anonym und daher für Gauner interessant. Mittels GWG und AWG soll es denn Gaunern, die es natürlich trotzdem weiterhin gibt, erschwert werden, schmutziges Geld in sauberes zu waschen. Das hat aber mit dem elektronischen Zahlungsverkahr absolut nichts zu tun - und mit Kontopfändungen auch nicht - die gab es auch früher schon.
Und @emmerssen: ja, über falsche Behauptungen diskutiere ich... und was machen Sie ?
diskobolos
19.08.2025, 19:18 Uhr
Da werfen sie wohl einiges durcheinander Lautaro
Wenn jemand einen vollstreckbaren Titel durch ein Gericht zugesprochen erhalten hat, dann hat das mit Betrug zunächst mal nichts zu tun. In betrügerischer Absicht handelt eher die Gegenseite, wenn sie versucht Ihrer Zahlungspflicht durch Tricksereien auszuweichen.
Eine Anwaltskanzlei hat die Aufgabe, die Interessen ihrer Mandanten wahrzunehmen.
Kann ja sein, dass Sie die rechtliche Lage subjektiv anders beurteilen. Aber in einem Rechtsstaat, werden Streitfragen durch Gerichte auf der Grundlage der geltenden Gesetze entschieden. Falls man ein Urteil begründet für falsch hält, bleibt der Gang in die nächste Instanz. Aber Gefühle reichen dafür sicherlich nicht aus . . .
Die Diffamierung von P Burkhardt durch emmersen ist einfach unter der Gürtellinie. Mit sachlichen Argumenten hat das nichts zu tun
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