Di, 11:14 Uhr
12.08.2025
Entlang der Neiße:
Eine Radtour zwischen Hagenwerder und Zittau
Die Sonne spiegelt sich im träge fließenden Wasser der Lausitzer Neiße, während das leise Surren der vielen Fahrradreifen die einzige Unterbrechung der sommerlichen Stille ist. Der Neiße-Radweg, einer der schönsten Flussradwege Deutschlands, führt uns...
Immer entlang der Neiße, zwischen Polen und Deutschland pendeln (Foto: ch.g.)
...auf dieser Etappe durch eine Landschaft, die von Geschichte, Natur und grenzüberschreitender Verbundenheit geprägt ist. Die Strecke zwischen Hagenwerder und Zittau ist besonders reizvoll – nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Kulturinteressierte und Naturliebhaber.
Start in Hagenwerder: Industrieerbe und Flussidylle
Hagenwerder, ein Ortsteil von Görlitz, liegt direkt am Ufer der Neiße und markiert den idealen Ausgangspunkt. Bevor die Tour beginnt, lohnt ein Blick auf das stillgelegte Kraftwerk Hagenwerder, ein Relikt aus DDR-Zeiten, das heute als Industriedenkmal die Landschaft prägt. Doch schon nach wenigen Kilometern weichen die Betonbauten einer malerischen Flusslandschaft.
Der Radweg schlängelt sich durch Wiesen und Auen, vorbei an kleinen Dörfern wie Jauernick und Ostritz, wo die Neiße die Grenze zwischen Deutschland und Polen bildet. Auf der anderen Flussseite erheben sich die sanften Hügel Niederschlesiens – ein Anblick, der die besondere Atmosphäre dieser Grenzregion einfängt.
Ostritz und die Klosterpforte St. Marienthal Ein kurzer Abstecher ins beschauliche Ostritz führt zum Kloster St. Marienthal, einer der ältesten Zisterzienserinnen-Abteien Deutschlands.
Das Kloster mit seiner barocken Kirche und dem idyllischen Klostergarten ist eine Oase der Ruhe. Wer möchte, kann hier eine Pause einlegen und den hausgemachten Klosterlikör probieren.
Durch die Neiße-Auen nach Zittau
Weiter flussabwärts wird die Landschaft immer abwechslungsreicher. Der Radweg verläuft meist direkt am Ufer, teils auf asphaltierten Wegen, teils auf naturbelassenen Pfaden.
Störche auf der Nahrungssuche bei Leuba
Bei Leuba öffnet sich der Blick auf weite Wiesen, wo Störche nach Nahrung suchen und der Wind sanft durch die Schilfgürtel streicht.
Kurz vor Zittau passieren wir Hartau, den östlichsten Ort Deutschlands. Hier mündet das Mandautal in die Neiße, und ein kleiner Hügel bietet einen lohnenden Panoramablick auf das Zittauer Gebirge.
Zittau: Historisches Flair und Dreiländereck
Das Ziel der Tour, Zittau, begrüßt uns mit seinem reichen kulturellen Erbe. Die Stadt, einst eine bedeutende Handelsmetropole, beeindruckt mit prächtigen Bürgerhäusern und dem Rathaus im Renaissancestil. Besonders sehenswert sind die Zittauer Fastentücher im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz – ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Frömmigkeit.
Angekommen in Zittau (Foto: ch.g.)
Wer noch Zeit hat, kann einen Abstecher ins nahegelegene Dreiländereck machen, wo Deutschland, Polen und Tschechien aufeinandertreffen. Ein Symbol der europäischen Verbundenheit in einer Region, die einst tief geteilt war.
Fazit: Eine Radtour voller Kontraste
Die Etappe des Neiße-Radwegs zwischen Hagenwerder und Zittau vereint Natur, Geschichte und grenzüberschreitende Perspektiven. Mit rund 35 Kilometern ist sie gut an einem Tag zu schaffen und bietet dabei genug Abwechslung, um unterwegs immer wieder innezuhalten. Ob Industriekultur, klösterliche Stille oder städtisches Flair – diese Route zeigt die Lausitz von ihrer schönsten Seite.
Tipp: Unterwegs laden mehrere Biergärten und Cafés zur Rast ein. Besonders empfehlenswert ist eine Einkehr in einer der typischen Landgasstuben mit regionalen Gerichten wie Lausitzer Sauerbraten oder Schlesischem Himmelreich.
Ch. G.
Autor: red
Immer entlang der Neiße, zwischen Polen und Deutschland pendeln (Foto: ch.g.)
...auf dieser Etappe durch eine Landschaft, die von Geschichte, Natur und grenzüberschreitender Verbundenheit geprägt ist. Die Strecke zwischen Hagenwerder und Zittau ist besonders reizvoll – nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Kulturinteressierte und Naturliebhaber.
Start in Hagenwerder: Industrieerbe und Flussidylle
Hagenwerder, ein Ortsteil von Görlitz, liegt direkt am Ufer der Neiße und markiert den idealen Ausgangspunkt. Bevor die Tour beginnt, lohnt ein Blick auf das stillgelegte Kraftwerk Hagenwerder, ein Relikt aus DDR-Zeiten, das heute als Industriedenkmal die Landschaft prägt. Doch schon nach wenigen Kilometern weichen die Betonbauten einer malerischen Flusslandschaft.
Der Radweg schlängelt sich durch Wiesen und Auen, vorbei an kleinen Dörfern wie Jauernick und Ostritz, wo die Neiße die Grenze zwischen Deutschland und Polen bildet. Auf der anderen Flussseite erheben sich die sanften Hügel Niederschlesiens – ein Anblick, der die besondere Atmosphäre dieser Grenzregion einfängt.
Ostritz und die Klosterpforte St. Marienthal Ein kurzer Abstecher ins beschauliche Ostritz führt zum Kloster St. Marienthal, einer der ältesten Zisterzienserinnen-Abteien Deutschlands.
Das Kloster mit seiner barocken Kirche und dem idyllischen Klostergarten ist eine Oase der Ruhe. Wer möchte, kann hier eine Pause einlegen und den hausgemachten Klosterlikör probieren.
Durch die Neiße-Auen nach Zittau
Weiter flussabwärts wird die Landschaft immer abwechslungsreicher. Der Radweg verläuft meist direkt am Ufer, teils auf asphaltierten Wegen, teils auf naturbelassenen Pfaden.
Störche auf der Nahrungssuche bei Leuba
Kurz vor Zittau passieren wir Hartau, den östlichsten Ort Deutschlands. Hier mündet das Mandautal in die Neiße, und ein kleiner Hügel bietet einen lohnenden Panoramablick auf das Zittauer Gebirge.
Zittau: Historisches Flair und Dreiländereck
Das Ziel der Tour, Zittau, begrüßt uns mit seinem reichen kulturellen Erbe. Die Stadt, einst eine bedeutende Handelsmetropole, beeindruckt mit prächtigen Bürgerhäusern und dem Rathaus im Renaissancestil. Besonders sehenswert sind die Zittauer Fastentücher im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz – ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Frömmigkeit.
Angekommen in Zittau (Foto: ch.g.)
Wer noch Zeit hat, kann einen Abstecher ins nahegelegene Dreiländereck machen, wo Deutschland, Polen und Tschechien aufeinandertreffen. Ein Symbol der europäischen Verbundenheit in einer Region, die einst tief geteilt war.
Fazit: Eine Radtour voller Kontraste
Die Etappe des Neiße-Radwegs zwischen Hagenwerder und Zittau vereint Natur, Geschichte und grenzüberschreitende Perspektiven. Mit rund 35 Kilometern ist sie gut an einem Tag zu schaffen und bietet dabei genug Abwechslung, um unterwegs immer wieder innezuhalten. Ob Industriekultur, klösterliche Stille oder städtisches Flair – diese Route zeigt die Lausitz von ihrer schönsten Seite.
Tipp: Unterwegs laden mehrere Biergärten und Cafés zur Rast ein. Besonders empfehlenswert ist eine Einkehr in einer der typischen Landgasstuben mit regionalen Gerichten wie Lausitzer Sauerbraten oder Schlesischem Himmelreich.
Ch. G.


