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Mo, 10:40 Uhr
18.08.2025
Ein Blick in die Statistik

"Hotel Mama" wird seltener gebucht

In Thüringen waren nach vorläufigen Ergebnissen des Mikrozensus 2024 mehr als ein Viertel (26,8 Prozent) der 443.000 Kinder, die bei ihren Eltern wohnten, bereits 18 Jahre und älter...

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren 10 Jahre zuvor (2014) noch 29,5 Prozent der 421.000 Kinder im vergleichbaren Alter. Während demnach die Gesamtzahl aller Kinder, die bei ihren Eltern lebten, seit 2014 um 5,3 Prozent gestiegen ist, sank die Zahl der volljährigen Kinder im „Hotel Mama“ bzw. „Hotel Papa“ um 5. 000 Personen (-4,0 Prozent) auf 119.000 erwachsene Kinder in Thüringer Familie*.

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Unter den volljährigen Kindern, die bei den Eltern lebten, sank jedoch nur die Zahl der 27-Jährigen und Älteren um 11.000 Personen (-20,2 Prozent). Die Zahl der 18- bis unter 27-Jährigen ist hingegen um 6.000 Personen (+8,5 Prozent) gestiegen, wodurch die Gesamtveränderung der volljährigen Kinder auf die Gruppe der 27-Jährigen und Älteren zurückzuführen ist. Die Zahl der minderjährigen Kinder in der Familie stieg hingegen im Vergleich zu 2014 um 27.000 Personen
(+9,3 Prozent).

Bei den „daheimgebliebenen“ erwachsenen Kindern handelte es sich 2024, wie bereits 10 Jahre zuvor, mit zunehmendem Alter um Söhne. Die 18- bis 26-jährigen Kinder in der Familie waren zu 60,8 Prozent Männer (2014: 60,6 Prozent). Der Männeranteil bei den 27-Jährigen und Älteren stieg leicht auf 76,2 Prozent (2014: 73,6 Prozent). Damit lagen 2024 in Thüringen die jeweiligen Anteile der männlichen „Nesthocker“ erneut über dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit waren 56,6 Prozent der 18- bis 26-Jährigen, die bei den Eltern wohnten, männlich, während es bei den ab 27-Jährigen über zwei Drittel waren (67,0 Prozent).

Von 2014 bis 2024 sank in Thüringen der Anteil der erwachsenen Kinder, die bei Ehepaaren lebten, von 66,1 Prozent auf 59,7 Prozent. Dagegen blieb der Anteil der Kinder, die bei Lebensgemeinschaften lebten, annähernd gleich (2014: 5,6 Prozent; 2024: 7,0 Prozent). Seit 2014 stieg der Anteil der erwachsenen Kinder, die bei ihren alleinerziehenden Eltern bleiben, um 5,1 Prozent auf 33,3 Prozent.

*Die Familie im statistischen Sinn umfasst im Mikrozensus alle in einem Haushalt lebenden Eltern-Kind-Gemeinschaften, d. h. Ehepaare, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende mit Kindern im Haushalt. Eine Altersbegrenzung für die Zählung als Kind besteht prinzipiell nicht. Kinder, die gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, sowie Kinder, die mit einer Partnerin oder einem Partner in einer Lebensgemeinschaft leben, werden im Mikrozensus nicht der Herkunftsfamilie zugerechnet, sondern zählen statistisch als eigene Familie bzw. Lebensform.
Autor: red

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