Di, 20:06 Uhr
26.08.2025
uhz-Forum: Gedanken zum Mittelalterstadtfest
"Zweijähriger Turnus schadet massiv"
In einem offenen Brief an den Bürgermeister Bad Langensalzas kritisiert eine uhz-Leserin die Entscheidung, das Mittelalterstadtfest im Zweijahresrhythmus zu veranstalten. Und sie unterbreitet Lösungsvorschläge...
Hier der genaue Wortlaut des Schreibens:
Sehr geehrter Herr Reinz,
nachdem ich am vergangenen Mittwoch Ihre Entscheidung das Mittelalterstadtfest betreffend mit Entsetzen zur Kenntnis genommen habe, möchte ich meine Gedanken an dieser Stelle mit Ihnen teilen.
In Ihrer Abrechnung bzgl. der Jahre 2022 bis 2024, die Sie dankenswerterweise veröffentlicht haben, fehlen aus meiner Sicht weitere Posten. Sie haben indirekte Kosten für das Personal und die freiwillige Feuerwehr geltend gemacht. Wo sind die indirekten Einnahmen? Die Stadt nimmt durch das Fest Gewerbesteuer, den Gemeindeanteil der Umsatz- und Einkommensteuer und auch Kurtaxe ein! Diese Einnahmen müssten dann ebenfalls einbezogen werden. Darüber hinaus ist das Jahr 2022 besonders zu betrachten, da essich um das Nach-Corona-Jahr" handelt.
Durch den zweijährigen Turnus im Wechsel mit der Sommerlaune dürfte es schwer sein die Händler und Handwerker, die seit Jahren regelmäßig auf dem Mittelalterstadtfest vertreten sind, auch weiterhin zu buchen. DieHändler und Handwerken leben von der Kontinuität der Buchungen. Der zweijährige Turnus schadet massiv der Gastronomie, der Hotellerie und allen, die ihre Ferienwohnungen zur Vermietung anbieten. In den Jahren, in denen das Mittelalterstadtfest nicht stattfindet, werden die eben erwähnten, enorme Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben.
Das Mittelalterstadtfest in Bad Langensalza ist ein sehr renommiertes Fest, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Da meine Familie und ich viele unterschiedliche Mittelaltermärkte - sei es als Besucher oder als Akteure - erlebt haben, kann ich Ihnen versichern, dass ich, mit Ausnahme des MPS (Mittelalterliches Phantasie Spektakulum), kein besseres und vielfältigeres Fest erlebt habe. Der jährliche Wechsel zwischen Mittelalterstadtfest und Sommerlaune ist für mich nicht nachvollziehbar.
Die Größe und die Klientel dieser beiden Veranstaltungen können unterschiedlicher nicht sein. Das eine ist für das andere auf keinen Fall ein Ersatz.
Und zu guter Letzt könnten die Eintrittspreise angehoben werden. Ähnliche Veranstaltungen, die bei weitem nicht das bieten, was das Mittelalterstadtfest zu bieten hat, sind deutlich teurer. Für einen persönlichen Gedankenaustausch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Wandrey
Autor: redHier der genaue Wortlaut des Schreibens:
Sehr geehrter Herr Reinz,
nachdem ich am vergangenen Mittwoch Ihre Entscheidung das Mittelalterstadtfest betreffend mit Entsetzen zur Kenntnis genommen habe, möchte ich meine Gedanken an dieser Stelle mit Ihnen teilen.
In Ihrer Abrechnung bzgl. der Jahre 2022 bis 2024, die Sie dankenswerterweise veröffentlicht haben, fehlen aus meiner Sicht weitere Posten. Sie haben indirekte Kosten für das Personal und die freiwillige Feuerwehr geltend gemacht. Wo sind die indirekten Einnahmen? Die Stadt nimmt durch das Fest Gewerbesteuer, den Gemeindeanteil der Umsatz- und Einkommensteuer und auch Kurtaxe ein! Diese Einnahmen müssten dann ebenfalls einbezogen werden. Darüber hinaus ist das Jahr 2022 besonders zu betrachten, da essich um das Nach-Corona-Jahr" handelt.
Durch den zweijährigen Turnus im Wechsel mit der Sommerlaune dürfte es schwer sein die Händler und Handwerker, die seit Jahren regelmäßig auf dem Mittelalterstadtfest vertreten sind, auch weiterhin zu buchen. DieHändler und Handwerken leben von der Kontinuität der Buchungen. Der zweijährige Turnus schadet massiv der Gastronomie, der Hotellerie und allen, die ihre Ferienwohnungen zur Vermietung anbieten. In den Jahren, in denen das Mittelalterstadtfest nicht stattfindet, werden die eben erwähnten, enorme Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben.
Das Mittelalterstadtfest in Bad Langensalza ist ein sehr renommiertes Fest, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Da meine Familie und ich viele unterschiedliche Mittelaltermärkte - sei es als Besucher oder als Akteure - erlebt haben, kann ich Ihnen versichern, dass ich, mit Ausnahme des MPS (Mittelalterliches Phantasie Spektakulum), kein besseres und vielfältigeres Fest erlebt habe. Der jährliche Wechsel zwischen Mittelalterstadtfest und Sommerlaune ist für mich nicht nachvollziehbar.
Die Größe und die Klientel dieser beiden Veranstaltungen können unterschiedlicher nicht sein. Das eine ist für das andere auf keinen Fall ein Ersatz.
Und zu guter Letzt könnten die Eintrittspreise angehoben werden. Ähnliche Veranstaltungen, die bei weitem nicht das bieten, was das Mittelalterstadtfest zu bieten hat, sind deutlich teurer. Für einen persönlichen Gedankenaustausch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Wandrey
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.