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Do, 14:43 Uhr
25.09.2025
Freiheitsleuchten in Mühlhausen:

Magisches Lichtspektakel zum Abschluss des Gedenkjahres

Am 17. und 18. Oktober verwandelt sich die historische Altstadt von Mühlhausen in eine faszinierende Bühne aus Licht, Klang und Geschichte: Beim „Freiheitsleuchten“ werden fünf mittelalterliche Kirchen und die Linsenstraße mit spektakulären Video-Mapping-Installationen und Lichtkunstwerken illuminiert...

Freiheitsleuchten in Mühlhausen (Foto:  © Jens Standke) Freiheitsleuchten in Mühlhausen (Foto: © Jens Standke)


Die Veranstaltung bildet den feierlichen Abschluss des Gedenkjahres „2025: Jahr der Freiheit“ und der Thüringer Landesausstellung „Freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“. Von 19 bis 23 Uhr laden die Projektionen zu einem einzigartigen Abendspaziergang ein – eine Reise in die Vergangenheit und ein Fest für die Sinne. Das Begleitprogramm mit Musik, kulinarischen Angeboten und mehr beginnt bereits um 18 Uhr.

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Ein Konzept, das Geschichte lebendig macht
Das „Freiheitsleuchten“ verbindet moderne Lichtkunst mit historischen Erzählungen: An den Fassaden von St. Marien, Divi-Blasii-Kirche, St. Jakobi, Kornmarktkirche, Allerheiligenkirche, und der Linsenstraße entstehen durch Video-Mapping und Projektionen lebendige Erzählflächen. Jede Kirche wird mit individuellen, 5- bis 8-minütigen Shows bespielt, die die Geschichten des Bauernkriegs von 1525 und das Thema „Freiheit“ aufgreifen. Die Shows wiederholen sich viertelstündlich und werden durch Toneffekte, Musik und interaktive Elemente ergänzt. Besucherinnen und Besucher können so in eine audiovisuelle Erlebniswelt eintauchen – zwischen historischen Motiven, abstrakten Bildern und aktuellen Bezügen.

Ein besonderes Highlight: Die Illumination der Marienkirche mit dem Konzept „BilderSturm“ von Jens Standke, das in einer öffentlichen Abstimmung mit großer Beteiligung und deutlichem Ergebnis ausgewählt wurde. Hier werden die Macht der Bilder und ihre emotionale Wirkung – damals wie heute – auf eindrucksvolle Weise thematisiert.

Internationale Künstler und Künstlerinnen gestalten das Lichtermeer
Für das „Freiheitsleuchten“ haben renommierte nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler Konzepte entwickelt, die Geschichte und Gegenwart verbinden:

Allerheiligenkirche: Bernd Gengelbach (Lichtkunst), Sandro Schleier (Grafik) und Stefan Sell (Sound) inszenieren eine interaktive Projektion, die Besucherinnen und Besucher in historische Szenen einbindet.
Besonderheit: Auch im Inneren der Allerheiligenkirche ist mit „Follow the Dragon“ eine eindrucksvolle Kombination aus Lichtinstallation und Musik (von Ewa-Maria Śmigielska) zu erleben.
Divi-Blasii-Kirche: Der aus Thüringen stammende John Tettenborn verbindet gemeinsam mit Kourtney Lara Ross abstrakte Videosequenzen mit historischen Protestbewegungen und aktuellen gesellschaftlichen Themen.

Jakobikirche: Der französische Motion-Designer Eloi Fevrier erzählt mit handgezeichneten Illustrationen von der Flucht der Bauern 1525 und stellt Bezüge zu heutigen sozialen Ungleichheiten her. (Die Stadtbibliothek in der Jakobikirche inkl. Ausleihe ist an beiden Tagen von 18-23 Uhr geöffnet; 17. Oktober, 19 Uhr Midissage zur Ausstellung von Claudia und Henry Cyrenius: „Kennst du noch…?“ mit Mühlhäuser Impressionen)

18.Oktober, 19 Uhr: Bibliotheksführung für neue und neugierige Leserinnen und Leser)
Kornmarktkirche: Ein „Nebelmeer“ aus Licht und Schatten, gestaltet von Bernd Gengelbach, Wojtek Blecharz (Sound) und Chrida, lädt zum Abtauchen in die Geschichte ein.
Obere Linsenstraße: Der Thüringer Ralf Birkemeyer setzt mit Licht- und Wandtattoos historische Stationen des Bauernkriegs atmosphärisch in Szene.
Marienkirche: Jens Standke hinterfragt mit „BilderSturm“ die Macht der Bilder – inspiriert von den Ikonoklasmen des Bauernkriegs.

Organisiert wird das „Freiheitsleuchten“ von MXPerience gUG, die bereits mit spektakulären Fassadenprojektionen wie dem Festival Genius Loci Weimar überzeugt haben.

Ein Fest für alle Sinne
Neben den Lichtinstallationen sorgen musikalische Highlights und kulinarische Angebote entlang der Laufwege (Steinweg, Linsenstraße) und an den Plätzen (Bachplatz, Kornmarkt, Obermarkt, Kuttelgasse) für ein besonderes Ambiente. Das „Freiheitsleuchten“ ist ein unvergesslicher Abend für Einheimische und Gäste – und ein magischer Abend zum Abschluss des Erinnerns an 500 Jahre Bauernkrieg im Zeichen der Freiheit.

Autor: red

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