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Fr, 14:48 Uhr
24.10.2025
Pilzberater des Unstrut-Hainich-Kreises

Unterstützung beim sicheren Sammeln und Verzehr

Seit einigen Wochen zieht es wieder zahlreiche Pilzfreunde in die Wälder des Unstrut-Hainich-Kreises. Die Vielfalt an wildwachsenden Pilzen lockt nicht nur erfahrene Sammler, sondern auch Neulinge – dabei ist jedoch Vorsicht geboten...

Der Hallimasch ist ein beliebter Speisepilz, jedoch im rohem Zustand unbekömmlich. Vor dem Verzehr muss er ausreichend durchgegart sein. (Foto: Landratsamt) Der Hallimasch ist ein beliebter Speisepilz, jedoch im rohem Zustand unbekömmlich. Vor dem Verzehr muss er ausreichend durchgegart sein. (Foto: Landratsamt)


Um Pilzvergiftungen vorzubeugen, bietet der Landkreis mit der Pilzberatung bereits seit vielen Jahren ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot an und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und Umweltbildung. Zentraler Bestandteil dieser Präventionsarbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den beiden ehrenamtlichen Pilzberatern, Josef Hagedorn und Michael Kleinschmidt, die vom Landkreis beauftragt und durch die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie sowie die Deutsche Gesellschaft für Mykologie zertifiziert sind. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement, ihrer Fachkenntnis und ihren langjährigen Erfahrungen tragen sie maßgeblich dazu bei, die Zahl der Pilzvergiftungen in der Region zu reduzieren und das Wissen über die heimische Pilzwelt zu fördern. „Die Ausbeute an Pilzen hält sich bislang in Grenzen. Wir vermuten, dass die langanhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre die Entwicklung vieler Arten deutlich beeinträchtigt hat“, erklärt Josef Hagedorn. Die Pilzhauptsaison dauert in der Regel von August bis zum ersten Frost, meist also bis Anfang November. Einige Sorten wie beispielsweise der Maipilz (auch Mairitterling genannt) findet man bereits im Frühjahr.

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Die Pilzberater führen jährlich über 130 kostenlose Pilzberatungen durch und informieren über einheimische Speise- und Giftpilze, deren Bestimmung, Verwechslungsgefahren sowie über den richtigen Umgang bei Verdachtsfällen von Vergiftungen. Neben Einzelberatungen bieten die Experten gelegentlich auch geführte Pilzwanderungen an, bei denen Teilnehmer direkt im Gelände lernen, wie man Pilze sicher erkennt, welche Arten geschützt sind und welche Merkmale auf Giftpilze hinweisen können. Des Weiteren arbeiten sie eng mit den hiesigen Krankenhäusern zusammen, um im Ernstfall sofort tätig zu werden.

Tipps zum verantwortungsvollen Pilzsammeln:
Nehmen Sie nur Pilze mit, die zweifelsfrei als essbar erkannt wurden.
Sammeln Sie keine alten und verdorbenen Exemplare.
Drehen Sie die Pilze behutsam aus dem Boden heraus und verschließen Sie die Entnahmestelle wieder mit Moos oder Laub.

Das Abschneiden von Pilzen macht nur dann Sinn, wenn sie sicher erkannt werden. Geschützte Arten dürfen nicht gesammelt werden. Sie stehen unter Naturschutz. Kinder sollten Pilze nur in Begleitung Erwachsener sammeln und essen. Bei Unsicherheiten oder zum Kennenlernen neuer Sorten wird empfohlen die Pilzberatung in Anspruch zu nehmen.

Kontakt zur Pilzberatung im Unstrut-Hainich-Kreis
Die Pilzberater Josef Hagedorn und Michael Kleinschmidt sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung erreichbar.
Autor: red

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