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So, 14:29 Uhr
26.10.2025
NABU-Umfrage zeigt:

Mehr Umsetzungswillen zum Schutz der Natur gefordert

Die Menschen in Thüringen befürworten parteiübergreifend mit überragender Mehrheit von 83,8 Prozent das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur und wünschen sich mit deutlicher Mehrheit von 73,3 Prozent einen stärkeren politischen Umsetzungswillen...

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Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage, die im Auftrag des NABU durchgeführt wurde.

Bundesweit liegt bei den Anhänger*innen der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD die Zustimmung zum Gesetz zur Wiederherstellung der Natur bei etwa 90 Prozent, nur noch übertroffen von der Zustimmung der Grünen und der Linken Anhänger*innen. Beim BSW sind es 85 Prozent.

Dirk Hofmann, der stellvertretende Landesvorsitzende des NABU Thüringen, sagt: „Die Umfrage zeigt klar: Die Menschen erwarten, dass die Politik jetzt handelt und konkrete politische Maßnahmen für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur ergreift.“ Das Gesetz schafft erstmalig in der Geschichte einen verbindlichen Rahmen, um den fortschreitenden Naturverlust zu stoppen. „Den Arbeitsauftrag aus der Bevölkerung müssen der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt und die Landesregierung nun ernst nehmen, damit die Wiederherstellung der Natur im Freistaat zum Erfolg wird. Auch das CDU-geführte Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum ist damit aufgerufen, den Willen der Menschen in Thüringen umzusetzen – sie erwarten keine bürokratischen Verzögerungstaktiken, sondern greifbare Lösungen zum Wohle aller Thüringer und der Natur“, so Dirk Hofmann.

Der stellvertretende Landesvorsitzende verweist in diesem Zusammenhang noch einmal auf den von der Landesregierung im Regierungsvertrag vereinbarten Aktionsplan zur Belebung von Bach- und Flussauen. „Die Landesregierung bleibt hier einfach untätig, anstatt die Ärmel hochzukrempeln und den Aktionsplan endlich umzusetzen,“ so Dirk Hofmann. Ökosysteme wie unsere Auen wurden laut NABU Thüringen Jahrzehnte an menschliche Bedürfnisse angepasst, indem sie trockengelegt und Flüsse und Bäche begradigt wurden. „Die damals angerichteten Schäden sind enorm und müssen wieder rückgängig gemacht werden. Die heutigen Folgen können wir sowohl an den Hochwässern als auch an der Trockenheit der letzten Jahre sehen, die Thüringen heimsuchten – beide haben insbesondere in der Landwirtschaft zu großen wirtschaftlichen Schäden und Ernteausfällen geführt. Deshalb fordern wir von der Landesregierung, jetzt den Aktionsplan auf den Weg zu bringen. Denn was wir dringend brauchen, sind Schwammlandschaften, die Wasser so lange wie möglich in der Landschaft halten und ausgleichend auf das Klima und auf Hochwasserereignisse wirken“, sagt Dirk Hofmann. 71 Prozent der Menschen in Thüringen gaben bei der Umfrage an, dass ihnen die Wasserspeicherung der Landschaft wichtig sei. „Durch die Umsetzung des Aktionsplans zur Belebung der Bach- und Flussauen sichern wir nicht nur unsere Lebensgrundlage, auch Pflanzen und Tieren, wie Fischen, Vögel und Insekten wird es besser gehen.“

Aus der Umfrage geht außerdem hervor, dass das Thema für die Menschen von Bedeutung ist: Die überwältigende Mehrheit von 85,6 Prozent in Thüringen gab an, dass es ihnen wichtig sei, dass in Deutschland Maßnahmen ergriffen werden, um Natur langfristig zu erhalten oder wiederherzustellen.

Auch für die Lebensqualität in der Region spielt Natur aus Sicht der Menschen eine zentrale Rolle, und zwar sowohl auf dem Land als auch in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte: Rund 95 Prozent der Befragten gaben bundesweit an, die Natur sei für ihre Lebensqualität wichtig.

Bei den Sorgen vor Folgen des Klimawandels zeigt sich ein vielfältigeres Bild. Auf die Frage, welche Folgen des Klimawandels den Menschen Sorgen machen, nannten zum Beispiel die Befragten in Thüringen am häufigsten Trockenheit/Dürre, gefolgt von Hitze, Starkregen und Hochwasser. Wiederhergestellte Natur ist dabei der beste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise, denn: Intakte Ökosysteme speichern nicht nur Kohlenstoff, sondern helfen, den Wasserhaushalt zu regulieren. Sie beugt Trockenheit vor und puffern Starkregenereignisse ab.

Hintergrund:
Die EU-Mitgliedsländer haben sich 2024 mit einem EU-weiten Gesetz darauf geeinigt, zerstörte Natur wiederherzustellen. Die Erreichung dieser Ziele erfordert die vorrausschauende Planung von Wiederherstellungsmaßnahmen. Dafür erstellt Deutschland aktuell seinen nationalen Wiederherstellungsplan. Die Verantwortung für die Auswahl und Umsetzung dieser Maßnahmen liegt insbesondere bei den Bundesländern.

Zur Befragung:
Die Befragung wurde vom 4. bis 13. September 2025 vom Umfrageinstitut Civey im Auftrag des NABU durchgeführt. An der repräsentativen Stichprobe nahmen über 5.000 Bundesbürger*innen ab 18 Jahren teil, bei den Fragen mit Ergebnissen auf Landkreisebene sogar 10.000. Alle Daten wurden mit verifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhoben.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
26.10.2025, 16:13 Uhr
Schutz der Natur gefordert
Der NABU fordert - gab es diesen Beitrag nicht schon vor ein paar Tagen?

Und wer bei der Umfrage eine gewählte Partei und deren Wähler nicht erwähnt, der hat auch keienen Anspruch auf Forderungen.

Der nabu sollte sich mal darum kümmern, wieviel Wald durch Windräder zerstört wird und weiterhin wird.
Schutz der Menschen und nicht nur eines kleinen Teils der Umwelt!
geloescht.20260120
26.10.2025, 19:21 Uhr
Natur schützen
und keine Windräder mehr zulassen ,weil sie vielfache Schäden verursachen: Erdboden ( Tonnen von Beton) ,Tiere (Vogel kollidieren tödlich) ....und Luft ( hochgiftiger Abrieb der Rotorblätter wird vom Wind verteilt in Lungen und auf Felder)
P.Burkhardt
26.10.2025, 19:30 Uhr
Genau...
... wir schützen den Wald, forsten ihn auf... nur um ihn gleich darauf ...den steigenden Temperaturen (wegen des CO2 aus den Gas- und Kohlekraftwerken) auszusetzen und wieder vertrocknen zu lassen... bloß keine WKA ... bloß nicht 😵

Wir kümmern uns um Artenvielfalt (naja außer Wölfe) nur um sie dann in der Steppe verrecken zu lassen, weil wir weiter Verbrenner fahren und (am besten russisches) Gas verbrennen wollen (das kam aus früheren Beiträgen des gleichen Kommentators mit dem amerikanischen, großartigen Namensvetter und Friedensnobelpreisaspiranten)... ist schon schizophren der Naturschutzgedanke der Vorkommentatoren.
rasska86
26.10.2025, 23:36 Uhr
Umfragebrandmauer gibt's auch ?
Die Umfrage ist richtig und zeigt was die Menschen wollen. Dass selbst bei einem solchen Thema die Ergebnisse nach Parteizugehörigkeit aufgeführt wird, ist eigentlich überflüssig, weil's um die Sache gehen sollte. Das aber, wenn schon Parteien aufgeführt werden, sogar solche, die nicht mal im Landtag vertreten sind, die AFD nicht erwähnt wird, ist schlichtweg dumm. Um das festzustellen muss man kein AFD Fan sein, da genügt Demokratieverständnis. In der Sache helfen die Umfrageergebnisse hoffentlich, um der Landesregierung auf die Sprünge zu helfen.
P.Burkhardt
27.10.2025, 07:45 Uhr
Naja...@Rasska...
...es ging wohl darum, aufzuzeigen aus welchen politischen Lagern die meiste Zustimmung kam... dass da jetzt die AFD nicht dabei ist, wundert mich eigentlich gar nicht.
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