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Di, 10:30 Uhr
20.01.2026
Ein Jahr Trump:

Deutsche Unternehmen meiden die USA

Die Bilanz nach einem Jahr Trump 2.0 fällt bitter aus: Deutsche Unternehmen investieren weniger in den USA, zugleich gehen die deutschen US-Exporte zurück, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das schadet nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern auch den USA...

Trump (Symbolbild) (Foto: Olive auf Pixabay) Trump (Symbolbild) (Foto: Olive auf Pixabay)
Die deutsche Wirtschaft hat ihr Engagement in den USA in den ersten zehn Monaten der Präsidentschaft Donald Trumps deutlich zurückgefahren. Wie IW-Auswertungen auf Basis von Zahlen der Deutschen Bundesbank zeigen, gingen die Direktinvestitionen zwischen Februar und November 2025 um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Konkret investierten deutsche Unternehmen in diesem Zeitraum 10,2 Milliarden Euro in den USA. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch fast 19 Milliarden Euro.

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Auch im längerfristigen Vergleich sind die Direktinvestitionen stark rückläufig: In den Jahren 2015 bis 2024 lagen sie in diesem Zeitraum im Durchschnitt bei rund 13,4 Milliarden Euro. Der Wert seit Trumps Amtsantritt liegt damit mehr als 24 Prozent darunter.

US-Exporte eingebrochen
Auch der Export schwächelt: Zwischen Februar und Oktober 2025 gingen die deutschen Exporte in die USA gegenüber dem Vorjahr um rund neun Prozent zurück. Das ist – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – der stärkste Einbruch seit 2010. Besonders betroffen sind zentrale Industriezweige: Die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sanken um fast 19 Prozent, im Maschinenbau um rund zehn Prozent, bei chemischen Erzeugnissen um mehr als zehn Prozent.

Auch die USA zahlen den Preis
Die jüngsten Drohungen Trumps mit Zusatzzöllen für einige EU-Mitgliedstaaten wegen der Entsendung von Truppen nach Grönland unterstreicht, wie unberechenbar die Situation bleibt. „Das ist Gift für Investitionen und Handel“, sagt IW-Außenhandelsexpertin Samina Sultan. Unternehmen reagierten besonders sensibel auf solche Unsicherheiten.

Der Grund: Wer Produktionsstandorte aufbaut oder ausweitet, kalkuliert über Jahre. Wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen kurzfristig ändern können, halten viele Unternehmen Investitionen zurück oder verschieben sie. Trumps Wirtschaftskurs verunsichere Unternehmen, bremse den transatlantischen Austausch und treffe damit nicht nur deutsche Firmen, sondern schwäche auch den Wirtschaftsstandort USA selbst. „Unterm Strich zahlen beide Seiten des Atlantiks den Preis“, so Sultan.

Die komplette Studie finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
Kuller2022
20.01.2026, 12:16 Uhr
Blauäugig und mit schmerzhaften Werfen von Wattebällchen
von Wattebällchen-so lässt sich z Z. die Deutschland -und Europapolitik erkennen. Jetzt muss man doch erkennen daß die Vereinigten Staaten kein verlässlicher Partner mehr für uns sind. Bei aller Diplomatie -die USA überschreiten laufend rote Linien und keiner versucht sie zu stoppen. Zumindest sollte daraus die Erkenntnis erwachsen daß sich Europa langfristig aus der Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten löst
Piet
20.01.2026, 15:23 Uhr
Wir machen
uns doch nur noch lächerlich. Weder die USA, der Russe, China Indien usw. Brauchen uns. In der Welt spielen wir aufgrund unserer lächerlichen Außenpolitik der letzten Jahre keine Rolle mehr. Das merkt man auch daran wer unsere Politiker noch empfängt nur noch Senatoren oder untere Chargen.
P.Burkhardt
20.01.2026, 22:09 Uhr
Europa spielt...
...für den Rest der Welt eine wichtige Rolle:

Für China sind wir im Wesentlichen Absatzmarkt und für Amerika hauptsächlich Lieferanten. Europa ist wirtschaftlich eine Macht in der Welt.... sich aber dessen nicht immer bewusst.

Die Zölle zahlen die amerikanischen Verbraucher... und konsumieren daher weniger europäische Waren, sofern sie dafür irgendwinen adäquaten Ersatz bekommen. Für die europäischen Unternehmen ist das bestenfalls etwas weniger Umsatz... unschön im Moment, aber perspektivisch wird dann halt mehr in den Rest der Welt verkauft.
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