Mo, 14:33 Uhr
23.02.2026
Handwerkskammer Erfurt
378 Jungmeisterinnen und Jungmeister erhalten Meisterbriefe
Hinter ihnen liegen intensive Monate voller Theorie und Praxis, vor ihnen eröffnen sich vielfältige berufliche Perspektiven – von der Gründung eines eigenen Betriebs bis zur Unternehmensnachfolge...
Der "Supermeister" im Kälteanlagenbauer-Handwerk - Clemens Herzner aus Bad Klosterlausnitz und Susann Breitbarth aus Mühlhausen im Friseur-Handwerk (Foto: Michael Reichel - HWK Erfurt)
378 Frauen und Männer aus zwölf Gewerken haben am 21. Februar 2026 ihre Meisterbriefe der Handwerkskammer Erfurt erhalten. Mit dem erfolgreichen Abschluss tragen sie künftig Führungsverantwortung in ihren Betrieben in Nord- und Mittelthüringen und stärken den Mittelstand im Kammerbezirk.
Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, und Hauptgeschäftsführer Thomas Malcherek überreichten die Meisterbriefe persönlich. Heute richten sich alle Scheinwerfer auf Sie: auf Ihren Einsatz, Ihre Leidenschaft und Ihren Erfolg. Sie sind die Zukunft des Thüringer Handwerks und werden nun Vorbilder für viele junge Menschen, sagte Lobenstein.
Der Meistertitel stehe für Qualität Verantwortungsbewusstsein und unternehmerische Kompetenz
Zugleich forderte er verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen: Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Investitionsanreize seien notwendig, damit das Handwerk seine Innovationskraft voll entfalten könne.
Beste Meisterin und bester Meister ausgezeichnet
Als beste Meisterin des Jahrgangs schloss Susann Breitbarth aus Mühlhausen im Friseur-Handwerk ab. Bester Meister wurde Clemens Herzner aus Bad Klosterlausnitz im Kälteanlagenbauer-Handwerk. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen überreichten Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John und Ingolf Meindl, Vertreter für Marketing und Kommunikation des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, jeweils einen Goldbarren. Ebenfalls einen Goldbarren erhielt Maler- und Lackierermeister Michael Gillsch als 20.000ster Teilnehmer an einem Meisterkurs der Handwerkskammer Erfurt. Darüber hinaus wurden die jeweils besten Meisterinnen und Meister der einzelnen Gewerke ausgezeichnet.
Wirtschaftsministerin würdigt Leistungen
Die Meisterfeier gilt als Höhepunkt im Jahreskalender der Handwerkskammer Erfurt. Thüringens Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John, würdigte in ihrer Festrede die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und betonte die zentrale Rolle des Handwerks für Innovation, Fachkräftesicherung und regionale Wertschöpfung. In Thüringen sind über 145.000 Beschäftigte in mehr als 29.000 Handwerksbetrieben tätig, sagte Boos-John.
Seit 1990 wurden allein bei der Handwerkskammer Erfurt rund 20.000 Meisterabschlüsse erworben – ein starkes Fundament für Wachstum, Ausbildung und Unternehmensnachfolgen, so die Ministerin. Dennoch hat erst die aktuelle Landesregierung den Einstieg in eine nahezu kostenfreie Meisterausbildung vollzogen. Mit der Erhöhung von Meisterbonus und Meistergründungsprämie schließen wir ab diesem Jahr weitgehend die Lücke bei den Kosten für den Meisterbrief., sagte sie. Die Teilnahme zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstrich die hohe Bedeutung des Handwerks für den Freistaat.
Der gesetzlich geschützte Meistertitel ist ein sichtbares Zeichen fachlicher Qualifikation und eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven. Er gilt als wichtige Voraussetzung für unternehmerische Selbstständigkeit, Führungsaufgaben im Betrieb sowie für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses. Zugleich befähigt er dazu, technologische Entwicklungen – von Automatisierung und Digitalisierung bis hin zu KI-Anwendungen – aktiv in die betriebliche Praxis zu integrieren.
Die Meisterbriefe wurden in diesem Jahr an 71 Frauen (18,79 Prozent) und 307 Männer (81,21 Prozent) vergeben – elf mehr als im vergangenen Jahr. Seit 1990 haben insgesamt 13.443 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung vor einem Prüfungsausschuss im Kammerbezirk Erfurt abgelegt (siehe Anlage).
88 Meisterinnen und Meister im Schornsteinfegerhandwerk
Die neuen Meisterinnen und Meister repräsentieren zwölf Gewerke. Besonders stark vertreten sind:
Vergleichsweise geringe Absolventenzahlen verzeichneten:
Dass der Meisterbrief an keine Altersgrenze gebunden ist, zeigen exemplarisch:
Für vier Absolventen – Severin Jess, Jan Renneberg, Joris von Scheffler und Julian Steible – ist es bereits der zweite Meistertitel. Rund 1.000 Gäste, darunter Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen – feierten gemeinsam mit den Jungmeisterinnen und Jungmeistern. Moderator Jan Kunath führte durch die Veranstaltung, die musikalisch vom Erfurter Männerchor 1890 e.V. sowie vom Musiker Vinzenz Heinze gestaltet wurde.
Autor: emw
Der "Supermeister" im Kälteanlagenbauer-Handwerk - Clemens Herzner aus Bad Klosterlausnitz und Susann Breitbarth aus Mühlhausen im Friseur-Handwerk (Foto: Michael Reichel - HWK Erfurt)
378 Frauen und Männer aus zwölf Gewerken haben am 21. Februar 2026 ihre Meisterbriefe der Handwerkskammer Erfurt erhalten. Mit dem erfolgreichen Abschluss tragen sie künftig Führungsverantwortung in ihren Betrieben in Nord- und Mittelthüringen und stärken den Mittelstand im Kammerbezirk.
Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, und Hauptgeschäftsführer Thomas Malcherek überreichten die Meisterbriefe persönlich. Heute richten sich alle Scheinwerfer auf Sie: auf Ihren Einsatz, Ihre Leidenschaft und Ihren Erfolg. Sie sind die Zukunft des Thüringer Handwerks und werden nun Vorbilder für viele junge Menschen, sagte Lobenstein.
Der Meistertitel stehe für Qualität Verantwortungsbewusstsein und unternehmerische Kompetenz
Zugleich forderte er verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen: Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Investitionsanreize seien notwendig, damit das Handwerk seine Innovationskraft voll entfalten könne.
Beste Meisterin und bester Meister ausgezeichnet
Als beste Meisterin des Jahrgangs schloss Susann Breitbarth aus Mühlhausen im Friseur-Handwerk ab. Bester Meister wurde Clemens Herzner aus Bad Klosterlausnitz im Kälteanlagenbauer-Handwerk. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen überreichten Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John und Ingolf Meindl, Vertreter für Marketing und Kommunikation des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, jeweils einen Goldbarren. Ebenfalls einen Goldbarren erhielt Maler- und Lackierermeister Michael Gillsch als 20.000ster Teilnehmer an einem Meisterkurs der Handwerkskammer Erfurt. Darüber hinaus wurden die jeweils besten Meisterinnen und Meister der einzelnen Gewerke ausgezeichnet.
Wirtschaftsministerin würdigt Leistungen
Die Meisterfeier gilt als Höhepunkt im Jahreskalender der Handwerkskammer Erfurt. Thüringens Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John, würdigte in ihrer Festrede die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und betonte die zentrale Rolle des Handwerks für Innovation, Fachkräftesicherung und regionale Wertschöpfung. In Thüringen sind über 145.000 Beschäftigte in mehr als 29.000 Handwerksbetrieben tätig, sagte Boos-John.
Seit 1990 wurden allein bei der Handwerkskammer Erfurt rund 20.000 Meisterabschlüsse erworben – ein starkes Fundament für Wachstum, Ausbildung und Unternehmensnachfolgen, so die Ministerin. Dennoch hat erst die aktuelle Landesregierung den Einstieg in eine nahezu kostenfreie Meisterausbildung vollzogen. Mit der Erhöhung von Meisterbonus und Meistergründungsprämie schließen wir ab diesem Jahr weitgehend die Lücke bei den Kosten für den Meisterbrief., sagte sie. Die Teilnahme zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstrich die hohe Bedeutung des Handwerks für den Freistaat.
Der gesetzlich geschützte Meistertitel ist ein sichtbares Zeichen fachlicher Qualifikation und eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven. Er gilt als wichtige Voraussetzung für unternehmerische Selbstständigkeit, Führungsaufgaben im Betrieb sowie für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses. Zugleich befähigt er dazu, technologische Entwicklungen – von Automatisierung und Digitalisierung bis hin zu KI-Anwendungen – aktiv in die betriebliche Praxis zu integrieren.
Die Meisterbriefe wurden in diesem Jahr an 71 Frauen (18,79 Prozent) und 307 Männer (81,21 Prozent) vergeben – elf mehr als im vergangenen Jahr. Seit 1990 haben insgesamt 13.443 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung vor einem Prüfungsausschuss im Kammerbezirk Erfurt abgelegt (siehe Anlage).
88 Meisterinnen und Meister im Schornsteinfegerhandwerk
Die neuen Meisterinnen und Meister repräsentieren zwölf Gewerke. Besonders stark vertreten sind:
- Schornsteinfeger mit 88
- Zimmerer mit 74
- Friseure mit 68
Vergleichsweise geringe Absolventenzahlen verzeichneten:
- Zahntechniker mit 3
- Installateur- und Heizungsbauer mit 2
- Konditoren und Tischler je 1
Dass der Meisterbrief an keine Altersgrenze gebunden ist, zeigen exemplarisch:
- Matteo Bog (21 Jahre) im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk
- Zimmerermeister Frank Rohlender (55 Jahre)
Für vier Absolventen – Severin Jess, Jan Renneberg, Joris von Scheffler und Julian Steible – ist es bereits der zweite Meistertitel. Rund 1.000 Gäste, darunter Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen – feierten gemeinsam mit den Jungmeisterinnen und Jungmeistern. Moderator Jan Kunath führte durch die Veranstaltung, die musikalisch vom Erfurter Männerchor 1890 e.V. sowie vom Musiker Vinzenz Heinze gestaltet wurde.


