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Di, 15:00 Uhr
24.02.2026
Verdi-Streik in Nordthüringen

Es drohen wieder Streiks

Verdi ruft in Thüringen für Freitag und Samstag erneut zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Auch die Verkehrsbetriebe Nordhausen sowie der öffentliche Nahverkehr in Teilen des Kyffhäuserkreises und im Unstrut-Hainich-Kreis sind betroffen…

Viele Busse könnten am Freitag und Samstag wieder im Depot bleiben. (Foto: ssc) Viele Busse könnten am Freitag und Samstag wieder im Depot bleiben. (Foto: ssc)
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr sind Bus- und Straßenbahnfahrer der Nordhäuser Verkehrsbetriebe zum Streik aufgerufen. „Dieses Mal gehen wir in einen 48-stündigen Ausstand, das ist quasi der nächste Schritt“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Nicole Schneider auf nnz-Nachfrage. Die Gewerkschaft rechnet mit einer hohen Streikbeteiligung in Nordthüringen.

Anders als beim ersten Warnstreik am 2. Februar wird diesmal nicht direkt vor den Betrieben protestiert. Stattdessen ist für Freitag ab 10 Uhr eine zentrale Kundgebung vor der Staatskanzlei in Erfurt geplant. Am Samstag soll der Streik fortgesetzt werden, allerdings ohne zentrale Veranstaltung. Hintergrund ist, dass es im öffentlichen Nahverkehr kein klassisches Wochenende gebe, sodass auch der Samstag regulär bestreikt werde.
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Bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben wurde man nach eigenen Angaben erst am Dienstag über die erneuten Arbeitsniederlegungen informiert. „Wir können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, wie viele Mitarbeiter sich am Streik beteiligen und welche Auswirkungen es geben wird“, sagte Franziska Bernsdorf, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit bei den Verkehrsbetrieben. Man prüfe derzeit die neue Situation und wolle sich rechtzeitig erneut an die Öffentlichkeit wenden.

Neben dem Landkreis Nordhausen sind auch die Regionalbusgesellschaften im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis sowie die Stadtbus-Gesellschaften in Mühlhausen und Sondershausen zum Streik aufgerufen. Sowohl ab Mühlhausen als auch ab Sondershausen fahren laut Verdi Busse zur Demonstration nach Erfurt. Auch hier muss mit Einschränkungen am Freitag und Samstag gerechnet werden.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind nach Angaben von Verdi festgefahrene Tarifverhandlungen. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen fordert die Gewerkschaft deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen eine kürzere Wochenarbeitszeit und reduzierte Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Die dritte Verhandlungsrunde in Thüringen ist für Montag, den 2. März angesetzt.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Kritiker2010
24.02.2026, 18:04 Uhr
Verdi - ein weiterer Sargnagel für die deutsche Wirtschaft
Neben der Tatsache, dass diese ehemalige Gewerkschaft inzwischen immer öfter als linksradikale Vorfeld-Organisation agiert, scheint man es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, möglichst viel gesamtwirtschaftlichen Schaden anzurichten und Arbeitsplätze zu zerstören.

Wenn ich an das dümmliche Taktieren bei VW denke, wo Verdi die Mitarbeiter der Standorte mit holen Phrasen mobilisiert und letztlich nur gegeneinander ausgespielt hat ...

Ich missgönne keinem Busfahrer ein angemessenes Gehalt. Aber man kann den Bogen auch überspannen. Denn durch sozialistische Parolen füllt sich der Topf nicht schneller, er wird nur schneller leer. Am Ende fallen weitere Arbeitsplätze weg und das Angebot muss zusammen gestrichen werden, auch dank der Gewerkschaften.
ossi83
24.02.2026, 18:36 Uhr
Streik
Also grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Streik aber ich denke das es Berufsgruppen gibt die ein paar Cent mehr am Monatsende mehr verdient hätten (Friseur Reinigungskräfte….) da da meist keine Gewerkschaften dahinter steht. und wenn sie nach verdient, etwas mehr Lohn fragen zur Antwort bekommen.“ Ich kann dir nicht mehr Geld bezahlen, wenn’s dir nicht passt kündige“ und es dann aus Angst, um ihre Familie nicht ernähren zu können, weiter so machen.
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