So, 10:23 Uhr
22.03.2026
Feierstunde und Enthüllung neuer Gedenktafel
Mühlhausen ehrt Johann Sebastian Bach
Die Stadt Mühlhausen hat gestern den 341. Geburtstag von Johann Sebastian Bach mit einer festlichen Feierstunde am Bachdenkmal vor der Divi-Blasii-Kirche begangen. Bürgerinnen, Bürger und Gäste feierten den großen Komponisten, der 1707 als 22-Jähriger Organist an der Kirche wurde und in nur 14 Monaten wegweisende Werke schuf...
Höhepunkt der Veranstaltung war die Enthüllung einer neuen Gedenktafel am mutmaßlichen Wohnhaus Bachs in der Untermarkt 6. Die Feierstunde begann mit einem herzlichen Willkommensgruß der 2. Beigeordneten Ann-Kristin Zabel-Fröhlich: Es ist mir eine besondere Ehre und Freude, Sie heute im Namen der Stadt Mühlhausen herzlich zu unserem festlichen Anlass willkommen zu heißen: dem Geburtstag von Johann Sebastian Bach – einem der bedeutendsten Wahl-Mühlhäuser. Sie hob Bachs Produktivität in Mühlhausen hervor: Am 15. Juni 1707 trat er seine Stelle als Organist an Divi Blasii an. [...] In den rund 14 folgenden Monaten war Johann Sebastian Bach äußerst produktiv: Unter anderem legte er eine neue Disposition für die Orgel in Divi-Blasii-Kirche vor und schuf zahlreiche Kompositionen, wie die Ratswechselkantate ‚Gott ist mein König‘.
Musikalische Beiträge der Lehrerinnen und Lehrer der nach Bach benannten Kreismusikschule, des Kreiskantors Oliver Stechbart sowie Mitglieder des Bachchores sorgten für eine würdige Atmosphäre. Im Anschluss spielte Stechbart als Nachfolger Bachs an der Orgel der Divi-Blasii-Kirche. Die Veranstaltung wurde durch die Niederlegung von Blumen am Bachdenkmal und die Verteilung von Mus-Häppchen abgerundet.
Ein zentraler Moment war die Enthüllung der Gedenktafel am Untermarkt 6, einem von der Familie Cramer sanierten historischen Gebäude. Nach Forschungen des Musikwissenschaftlers Michael Meißner war dies mit hoher Wahrscheinlichkeit Bachs Wohnort während seiner Mühlhäuser Zeit. Die Tafel erinnert an die enge Verbindung zu Bürgermeister Conrad Meckbach, der 1707 maßgeblich an Bachs Berufung beteiligt war. Ann-Kristin Zabel-Fröhlich: Dieses neue Zeugnis unserer Verbundenheit mit Bach wird gewiss auf großes Interesse in der Bürgerschaft und bei den Gästen Mühlhausens stoßen.
Das Haus Untermarkt 6, 1562 als Schule errichtet und später im Besitz der Familie Meckbach, birgt eine reiche Geschichte: Es lag unmittelbar neben Bachs Arbeitsstätte, der Divi-Blasii-Kirche. Die enge persönliche Beziehung zwischen Bach und den Meckbachs – darunter die Patenschaft von Paul Friedemann Meckbach bei Bachs Sohn Wilhelm Friedemann – unterstreicht die Wahrscheinlichkeit, dass Bach hier lebte, insbesondere nach dem Stadtbrand von 1707.
Die Stadt Mühlhausen pflegt ihr Bach-Erbe kontinuierlich: Neben alljährlichen Veranstaltungen wie dieser Feierstunde gibt es den Bachchor, Nachwuchstalente der Kreismusikschule und sichtbare Spuren im Stadtbild. Heute luden zudem ein Stadtrundgang der Tourist Information und ein Bachschülerkonzert ein. Mühlhausen ist auch Teil der Thüringer Bachwochen 2026.
Ann-Kristin Zabel-Fröhlich schloss: Bachs Erbe lebt in Mühlhausen weiter – in den Konzerten, den Festen und den Menschen, die sich für seine Musik begeistern. Mein herzlicher Dank gilt allen, die heute und in Zukunft dazu beitragen, dass Bach in Mühlhausen nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine klangvolle Gegenwart hat.
Autor: redHöhepunkt der Veranstaltung war die Enthüllung einer neuen Gedenktafel am mutmaßlichen Wohnhaus Bachs in der Untermarkt 6. Die Feierstunde begann mit einem herzlichen Willkommensgruß der 2. Beigeordneten Ann-Kristin Zabel-Fröhlich: Es ist mir eine besondere Ehre und Freude, Sie heute im Namen der Stadt Mühlhausen herzlich zu unserem festlichen Anlass willkommen zu heißen: dem Geburtstag von Johann Sebastian Bach – einem der bedeutendsten Wahl-Mühlhäuser. Sie hob Bachs Produktivität in Mühlhausen hervor: Am 15. Juni 1707 trat er seine Stelle als Organist an Divi Blasii an. [...] In den rund 14 folgenden Monaten war Johann Sebastian Bach äußerst produktiv: Unter anderem legte er eine neue Disposition für die Orgel in Divi-Blasii-Kirche vor und schuf zahlreiche Kompositionen, wie die Ratswechselkantate ‚Gott ist mein König‘.
Musikalische Beiträge der Lehrerinnen und Lehrer der nach Bach benannten Kreismusikschule, des Kreiskantors Oliver Stechbart sowie Mitglieder des Bachchores sorgten für eine würdige Atmosphäre. Im Anschluss spielte Stechbart als Nachfolger Bachs an der Orgel der Divi-Blasii-Kirche. Die Veranstaltung wurde durch die Niederlegung von Blumen am Bachdenkmal und die Verteilung von Mus-Häppchen abgerundet.
Ein zentraler Moment war die Enthüllung der Gedenktafel am Untermarkt 6, einem von der Familie Cramer sanierten historischen Gebäude. Nach Forschungen des Musikwissenschaftlers Michael Meißner war dies mit hoher Wahrscheinlichkeit Bachs Wohnort während seiner Mühlhäuser Zeit. Die Tafel erinnert an die enge Verbindung zu Bürgermeister Conrad Meckbach, der 1707 maßgeblich an Bachs Berufung beteiligt war. Ann-Kristin Zabel-Fröhlich: Dieses neue Zeugnis unserer Verbundenheit mit Bach wird gewiss auf großes Interesse in der Bürgerschaft und bei den Gästen Mühlhausens stoßen.
Das Haus Untermarkt 6, 1562 als Schule errichtet und später im Besitz der Familie Meckbach, birgt eine reiche Geschichte: Es lag unmittelbar neben Bachs Arbeitsstätte, der Divi-Blasii-Kirche. Die enge persönliche Beziehung zwischen Bach und den Meckbachs – darunter die Patenschaft von Paul Friedemann Meckbach bei Bachs Sohn Wilhelm Friedemann – unterstreicht die Wahrscheinlichkeit, dass Bach hier lebte, insbesondere nach dem Stadtbrand von 1707.
Die Stadt Mühlhausen pflegt ihr Bach-Erbe kontinuierlich: Neben alljährlichen Veranstaltungen wie dieser Feierstunde gibt es den Bachchor, Nachwuchstalente der Kreismusikschule und sichtbare Spuren im Stadtbild. Heute luden zudem ein Stadtrundgang der Tourist Information und ein Bachschülerkonzert ein. Mühlhausen ist auch Teil der Thüringer Bachwochen 2026.
Ann-Kristin Zabel-Fröhlich schloss: Bachs Erbe lebt in Mühlhausen weiter – in den Konzerten, den Festen und den Menschen, die sich für seine Musik begeistern. Mein herzlicher Dank gilt allen, die heute und in Zukunft dazu beitragen, dass Bach in Mühlhausen nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine klangvolle Gegenwart hat.
