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Mi, 14:14 Uhr
01.04.2026
ADAC Tankstellenbericht

Diesel im März im Schnitt so teuer wie noch nie

Die Kraftstoffpreise sind im März 2026 massiv gestiegen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostete ein Liter Diesel im Monatsmittel 2,164 Euro – nie zuvor war Diesel im Monatsschnitt teurer...

Teuerster Diesel-Monat aller Zeiten war bisher der März 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs, mit durchschnittlich 2,140 Euro. Auch Super E10 hat sich zuletzt sehr stark verteuert und kostete im März im Schnitt 2,022 Euro. Damit blieb der Preis zwar noch um 4,7 Cent unter dem des Rekordmonats März 2022, als für einen Liter Super E10 im Schnitt 2,069 zu bezahlen waren. Allerdings war der März damit für Super E10 der drittteuerste Monat aller Zeiten.

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Wie der Blick auf die jeweils günstigsten und teuersten Tank-Tage des Monats zeigt, ging es bei den Spritpreisen im März fast nur nach oben. So war der 1. März bei beiden Kraftstoffsorten der günstigste Tag zum Tanken. Super kostete im Tagesmittel zum Monatsbeginn 1,794 Euro, Diesel 1,759 Euro je Liter. Teuerster Tag des Monats war mit dem 31. März der letzte Tag des Monats mit 2,107 Euro für einen Liter Super E10 und 2,316 Euro für einen Liter Diesel. Diesel liegt damit nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus dem März 2022. Benzin hat sich damit binnen eines Monats um 31,3 Cent verteuert, Diesel um 55,7 Cent je Liter. Anders als üblich liegt der Dieselpreis zudem deutlich über dem Preis von Benzin, trotz einer deutlich geringeren Besteuerung.

ADAC Tankstellenbericht (Foto: ADAC) ADAC Tankstellenbericht (Foto: ADAC)

Die Bundesregierung hatte zuletzt verschiedene Maßnahmen angekündigt, um Autofahrer zu entlasten. Die erste, unmittelbar feststellbare Maßnahme ist das so genannte Österreich?Modell, das seit heute auch in Deutschland gilt. Preiserhöhungen bei Kraftstoffen dürfen ab sofort nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags vorgenommen werden, während Preissenkungen weiterhin jederzeit möglich sind. Wie eine erste Auswertung der Kraftstoffpreise um kurz nach 12 Uhr am heutigen 1. April zeigt, kletterte der Preis im Vergleich zu kurz vor 12 Uhr für Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro, der Dieselpreis um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Bis zum 2. April, 12 Uhr, dürfen die Spritpreise nach der neuen Regelung nur noch gleichbleiben oder abgesenkt werden, nicht aber steigen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die neue Regelung: Besonders der Vormittag vor dem im Tagesverlauf einzig möglichen Erhöhungszeitpunkt dürfte künftig der günstigste Moment zum Tanken sein. Der ADAC wird genau beobachten, wie sich das neue System auf die Preisentwicklung auswirkt und die Autofahrer eng mit Informationen begleiten.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
Autor: red

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Kommentare
Hallogemeinde
01.04.2026, 14:45 Uhr
alles nicht teuer genug!
Bis jetzt sehe ich niemanden auf der Straße! Alle jammern nur und die Spaltung Deutschlands mit den vielen CDU, Grünen, Linken und SPD Wählern die es immer noch nicht kapieren, ist nicht gerade hilfreich. Also wählt weiter die Altparteien wie in BW und Saarland und hört auf zu jammern über die Spritpreise!
Stand 2024 pendelten "gerade einmal" ca. 20 Millionen Menschen, was etwa 60 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht, zur Arbeit. Also betrifft es ja "nur" eine Randgruppe. Genau die Randgruppe in Deutschland, die das Land am Leben hält. Keinen Bürgergeldempfänger jucken die Spritpreise, keinen Rentner, keinem Kind oder Jugendlichen. Und die Regierung muss das Thema einfach aussitzen, weil auf die Straße geht doch eh keiner. Dafür ist das Land viel zu sehr gespalten.
Malu-Marie
01.04.2026, 18:14 Uhr
@hallogemeinde - besser Probleme von der Lösung her denken als nur rumjammern
Der Kommentar arbeitet stark mit Übertreibungen "niemand geht auf die Straße“, Pauschalisierungen "keinen Rentner jucken die Spritpreise“ und Schwarz‑Weiß‑Darstellungen „Altparteien sind Schuld an der Spaltung Deutschlands . Das erzeugt Empörung, aber keine Lösungen.
Sehen wir es mal so:
Erstens :Spritpreise betreffen nicht nur Pendler. Sie wirken sich über Transport‑ und Produktionskosten auf die gesamte Wirtschaft und damit auf alle Haushalte aus.
Zweitens bringt es uns nicht weiter, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen.
Wenn aber von Spaltung geredet wird, so entsteht sie nicht durch die sogenannten ‚Altparteien, sondern durch die neuen brauen Kräfte, die das Blaue vom Himmel herunter versprechen.. Politische Kräfte, die bewusst mit Polarisierung, Feindbildern , vereinfachenden Schuldzuweisungen arbeiten. Kräfte, deren Parteiprogramm darin besteht über bestimmte Versprechen jährlich! reguläre Mindereeinnahmen von 181 Milliarden Euro für Deutschlands Staatshaushalt zu "erzielen".. Da könnte man eine Verdoppelung der Pendlerpauschale als Wahl"versprechen" problemlos noch mit draufpacken.
Das Freibier für alle, das die versprechen wird genau derjenige am Schluss bezahlen, der genau diese Partei zur Lösung an den Start schickt. Diese untere Mittelschicht würde dann die höchsten realen Einkommensverluste hinnehmen müssen. Da werden auch viele Pendler dabei sein.

Ein hoch verschuldetes Land kann nicht einfach immer alles weiter subventionieren. Jede zusätzliche Sprit‑Subvention würde Milliarden kosten und hätte gesamtgesellschaftliche Nebenwirkungen: z.B. weniger Geld für Wohnungsbau.
Außerdem profitieren von den vorhandenen Pendler‑Entlastungen oft Menschen, die ohnehin günstiger wohnen als viele Städter, die keine Pendlerpauschale erhalten.

Reine Empörung und die Aufforderung auf die Straße zu gehen ersetzt keine Vorschläge. und belastet nur zusätzlich die Polizei. Wer ernsthaft etwas verändern will, muss sagen, wie das Problem der teuren Benzinpreise sinnvoll gelöst werden kann– und nicht nur, wer angeblich schuld ist. Ich würde z.B. die Partei wählen, die den Ausbau alternativer Energien fördert. Irgend so `ne Altpartei.
Jens W.
01.04.2026, 19:10 Uhr
Wow
Ich kenne die Vorstellung des Erstkommentators zu genannten Personengruppen nicht, man bekommt aber einen guten Einblick in die verquere Denkweise.

Gerade Rentner, Bürgergeldempfänger (nein, nicht alle sind faule Schmarotzer und/oder Asylanten) und jugendliche Autofahrer trifft die von den Mineralölkonzernen verursachte massive Kostensteigerung besonders, da die per se finanzschwach sind und nicht zumindest teilweise über Pendlerpauschale kompensieren können, aber trotzdem unbedingt notwendige Fahrten (Arztbesuch, Ausbildung, Einkauf) erledigen müssen.

Bei allem berechtigtem Frust ist es komplett falsch, seine Wut auf diese Personen abzuladen.

Was explizit Kinder damit zu tun haben, erschliesst sich wahrscheinlich nicht nur mir überhaupt nicht. Auch die leiden unter der Situation, weil Geld, was sonst für Süßigkeiten oder kleines Spielzeug ausgegeben würde, nicht mehr ausgegeben werden kann, denn die Mineralölkonzerne haben es schon kassiert.

Der Staat ist freilich Nutznießer über die Umsatzsteuer, ungeachtet geringer Einbußen wegen weniger Tanken und anderweitig nicht getätigter Käufe. Er ist aber nicht verantwortlich für die aktuelle Preisexplosion. Das waren die Mineralölkonzerne, die sich Trumps Irankrise als Anlass für ihre Gewinnmaximierung genommen haben.
Kobold2
01.04.2026, 19:41 Uhr
Proteste sind gut
und noch immer in unserem Land möglich. nur ist es zielführend sie richtig zu adressieren. Der vor 4 Jahren vorübergehend eingeführte Tankrabatt hat uns damals über 3 Mrd. gekostet. Hauptprofiteur waren die Mineralölkonzerne. warum jetzt schon wieder der gleiche Fehler gemacht werden soll, versehe ich nicht. Wir protestieren seit Jahren gegen die Mineralölgesellschaften. Jedes mal wenn ich darüber schreibe, gibt es hier negativ Daumen ,abwertende Kommentare und Anfeindungen, aber kein Umdenken, sich aus dieser Abhängigkeit etwas zu lösen. Das Wahlkreuz gegen diese Abhängigkeit wurde vor ein paar Jahren mal halbwegs brauchbar gesetzt. Aber eine laute Masse, gesteuert von Lobbyisten, entsprechenden Medien, Populisten und weiteren stimmungsmachenden Besserwissern habe uns dahin geleitet, wo wir jetzt stehen. Nur ein Beispiel von Vielen... in meiner Straße arbeiten drei Leute in der gleichen Firma zwei Fahren jeweils mit ihrem Auto täglich dorthin der Dritte benutzt das Rad und bei schlechtem Wetter wird gelaufen. Die Gehzeit beträgt 15 min. m ganzen Ortsteil sind es noch mehr die täglich mit dem Auto fahren, obwohl sie z.g.T. noch näher an der Firma wohnen. Fazit für mich: es tut noch nicht weh und was von Seiten der Konzerne veranstaltet wird, ist denen gleichgültig. Einfach mal seine eigenes Verhalten zu überdenken, scheint keine Option, obwohl das ein ganzer Teil des Nährbodens für die Situation ist.
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