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Mi, 12:08 Uhr
09.09.2026
ADAC Tankstellenbericht

Spritpreise steigen weiter

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Spritpreise im bundesweiten Durchschnitt deutlich teurer geworden. Wie die aktuelle wöchentliche Auswertung des ADAC zeigt, kostet Super E10 im bundesweiten Mittel 2,259 Euro je Liter und damit 7,6 Cent mehr als in der Vorwoche...

Bei Diesel fällt der Anstieg sogar noch größer aus, für einen Liter müssen Autofahrer fast 9 Cent mehr bezahlen als noch vor einer Woche. Ein Liter Diesel kostet damit aktuell im bundesweiten Durchschnitt aktuell 2,321 Euro.

Bild:
ADAC Tankstellenbericht (Foto: ADAC)

Der neuerliche Anstieg hängt mit dem ebenfalls gestiegenen Ölpreis zusammen, der derzeit knapp unter 100 US-Dollar pro Barrel Brent liegt. Nach Ansicht des ADAC rechtfertigen Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen jedoch nur teilweise. Besonders auffällig ist, dass Super E10 immer neue Höchststände erreicht, obwohl der Rohölpreis weit von früheren Höchstwerten entfernt ist. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist diese Entwicklung nur schwer nachvollziehbar. Aus Sicht des ADAC besteht daher insbesondere auf Raffinerie- und Großhandelsebene weiterer Erklärungsbedarf. Deshalb braucht es mehr Transparenz bei der Preisbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf in der Regel am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen anschließend langsam wieder. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Dort lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Autor: red

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Kommentare
Helme
09.09.2026, 18:28 Uhr
Benzinpreis wo anders.
Ich war am 07.09.2026 mit meinem Enkel in Bayern .Dort (Erlangen) war der Benzinpreis am Nachmittag so hoch , wie bei uns am Vormittag , also bis 12.00 Uhr. Woran das wohl liegt ?
P.Burkhardt
09.09.2026, 21:17 Uhr
Bayern bezieht Öl...
...im Wesentlichen über die Transalpine-Pipeline (Öl aus Nahost, kaspische Region und Nordafrika). Deswegen entfallen Transportkosten, was sich im Preis niederschlägt. Je weiter nördlich man in Bayern unterwegs ist, umso teurer wird es genau wegen der Transportkosten (die Raffinerien liegen im Süden). In Thüringen gibt es hingegen keine Raffinerien (die nächste wäre wohl in Leuna), weswegen der Sprit eben herangefahren werden muss, was Geld kostet. Leuna bezieht übrigens das Rohöl aus der Pipeline "Mineralölverbundleitung Schwedt", welche Öl aus dem Hafen Danzig in Polen, wo es aus Südamerika angeliefert wird nach Leuna bringt. Auch das ist nicht ganz billig....

Der wahnwitzige Krieg im nahen Osten sorgt für steigende Rohölpreise (Brent heute zeitweise über 100 USD, Tendenz steigend). wenn ich das mal einordnen darf: Das liegt an der nationalistischer "Politik" Trumps. ...und die Mineralölkonzerne schneiden sich auch noch ein Stückchen mehr Marge rein - ablesbar an den Quartalszahlen. Richtig schmerzhaft wird es, wenn die FED die Zinsen anhebt und der USD anfängt gegenüber EUR zu steigen - Öl wird in USD fakturiert....

Ja, die Abgaben auf Sprit sind in Deutschland hoch und in Bayern genauso hoch wie in Thüringen, jedoch fix pro Liter (außer die MwSt.), weswegen diese nicht für den Anstieg verantwortlich sein können ...aber ihren Teil zum absoluten Preisniveau beitragen !

Manchmal ist die Erklärung ganz einfach - man muss es eben nur wissen... oder wissen, wie man es in Erfahrung bringen kann...

Ich gehe von weiter steigenden Rohölpreisen aus, da im nahen Osten derzeit nicht mit einer Deeskalation zu rechnen ist, was wir dann an der Zapfsäule ablesen können....

und Trump scheinen die Midterm-Elections mittlerweile vollkommen egal zu sein. Bei dem Thema fossile Energien sind wir in "Good Old Germany" Passagiere im dahinrasenden Boot von wahnsinnigen Potentaten, weswegen wir uns aus dieser Abhängigkeit lösen müssen....und da wir selbst kein Öl haben, bleibt nur eine erneuerbare Alternative...
Jens W.
10.09.2026, 02:11 Uhr
Zeit und Drang
Will man gar nicht wissen, wieviel Zeit da wieder drauf verwendet wurde, um den eigenen Dozenismus füttern zu können. Und auch, wie immer, gönnerhafte und herablassende Belehrungen statt einfach zu akzeptieren, dass andere Leute anders empfinden und das nicht gleichbedeutend mit mangelndem Verständnis ist.

Die HEM App z.B. lässt sich ganz gut dazu benutzen, um Preise in D zu vergleichen, weil sie mit Kartenzoom arbeitet und nicht wie andere Apps auf PLZ und begrenztem Umkreis fixiert ist. Tatsächlich bewegen sich die Unterschiede im mittleren einstelligen Bereich.

Leider werden auch, wie in andern Apps, bereits seit längerer Zeit geschlossene, umbenannte oder -firmierte Tanken mit Preisen aus Tankrabatt- oder Vorkriegszeiten angezeigt. In NDH z.B. die HMH in der Südstraße. Die wird aber auch unter aktuellem Namen mit korrekten Preisen aufgelistet.
P.Burkhardt
10.09.2026, 18:43 Uhr
so ist das halt, lieber Jens...
...wenn man nicht einfach nur etwas raushauen oder eine Vermutung äußern will, sondern echte Informationen liefert - dann dauert das eben einfach einen Moment. Ggf. gibt es etwas nachzulesen oder ein nicht ganz sicheres Wissen nach zu recherchieren. Ich nehme mir jedenfalls gerne die Zeit, wenn ich etwas Konstruktives beitragen kann, was vielleicht zu besserem Verständnis bei all denen führt, die sich nicht gleich belehrt fühlen, nur weil sie nicht in ihrem Irrtum bestätigt werden. Wenn ich etwas sage, dann muss ich ggf. auch belastbar begründen können, wie ich darauf komme - jedenfalls ist das in meinem Leben so. Aber der Hinweis auf die App war richtig gut 👍.

Nochmal: Ja, es gibt verschiedene Spritpreise in Deutschland, weil u.a. die regionalen Gegebenheiten bei der Versorgung verschieden sind (Details siehe oben). Ja, Sprit ist in Deutschland teurer als anderswo, weil staatliche Abgaben höher sind, die Kosten der Bereitstellung, Löhne und Gehälter etc. auch höher sind als z.B. in Polen oder Österreich - und auch die Mineralölkonzerne langen zu, keine Frage.

Außerdem greift der reine Blick auf den Preis zu kurz:

Ich habe da mal die KI bemüht und die Arbeitszeit des Durchschnittsverdieners für einen Liter Benzin im jeweiligen Land ermitteln lassen:

Schweiz 3 Minuten
Deutschland 5 Minuten
Österreich 5 Minuten
Norwegen 5 Minuten
Frankreich 6 Minuten
Spanien 9 Minuten
Italien 10 Minuten
Polen 10 Minuten
Tschechien 10 Minuten
Griechenland 14 Minuten

Insgesamt ist es so, dass immer die draufzahlen, die auf das Auto angewiesen sind um etwa zur Arbeit zu kommen (Pendlerpauschale sollte also steigen, oder besser gleich an den Rohölpreis gekoppelt werden !), oder Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Wer aufs Auto verzichten kann, kann ordentlich sparen. Viele können das nach meinen Erlebnissen aber nicht sein.
nur_mal_so
11.09.2026, 09:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von psg – Gehört nicht zum Thema
Paul.W
11.09.2026, 11:05 Uhr
@ Helme
Tatsächlich sind die Tankpreise in Erlangen zurzeit deutlich günstiger als z. B. in NDH.
Vermutlich wollen Sie wie viele andere, aber gar nicht so genau wissen, woran das liegt. Sie glauben lieber an dunkle Mächte, an ihre Gefühle und Empfindungen. Für alle anderen hat P.Burghardt ja einige Fakten geliefert. Aber „Erklärungen“ sind ja für manche Teufelszeug.

Am Ende entstehen Preise in der Marktwirtschaft immer durch Angebot und Nachfrage.
Lautaro
11.09.2026, 13:44 Uhr
"Dozenismus" ? Lieber Jens W.....das Wort gibt es wahrscheinlich nicht im Duden.
Aber es beschreibt genau dieses belehrende Gehabe der Besserverdienenden, welche seit Schröter an der Arbeit der Geringyerdiener partizipieren konnten.
Sie wissen schon...wer sich eine 3.50 Euro Bratwurscht nicht mehr leisten kann, muss sich einen anderen Job suchen.....
Friede den Hütten und Krieg den Palästen ! schrieb Büchner mal......
Jens W.
11.09.2026, 21:53 Uhr
Erwischt
Googles KI benutzt, um nach einem Synonym zu fragen zu Belehrungszwang auf Besserwisserniveau und das dann ungeprüft übernommen. Die Erklärung des Begriffs hab ich ja quasi gleich mitgeliefert, Muss aber auch nicht im Duden stehn.

Letztens hab ich ja angemerkt, dass es oft gar nicht mal der Inhalt ist, der regelmäßig jene Kommentatoren mit Daumen runter belohnt, sondern wie er kommuniziert wird.

Mit "können nicht anders" und "müssen ihren Dozenismus/Drang zum oberlehrerhaften Klugschi** füttern" mein ich, dass vermutlich selbst nicht mehr wahrgenommen wird, dass es eben oft genauso wirkt mit dem persönlichen Ansprechen auf Vati-→Kind Ebene oder halt genervter Lehrer→begriffstutziger Mittelstufenschüler und "was ich sage, stimmt. Wer was anderes behauptet, ist unwissend und dem muss ich das erklären, aber schön geschwollen, weil ich ja intellektuell/moralisch/ökonomisch/etc überlegen bin' Das war jetzt kein Zitat, sondern so wirkt es oft.

Gelegentlich kommt aber auch was sachlich formuliertes ohne dieses Muster, wo ich dann auch zustimmend den Daumen hoch gebe für P.B. und Kobold. Zumindest ich mach den Vote nicht am Nutzernamen fest.

Wünsche allen schönes Wochenende!

Btw: Bratwurst vom Stand in Heldrungen Bahnhof muss trotz 4 Euro manchmal sein.
BerndLuky
14.09.2026, 06:47 Uhr
CO₂ Kosten
Bei ein Dieselpreis von 2,58 € pro Liter, würde der Diesel ohne Energiesteuer, CO₂ Abgabe und den ganzen anderen kleinen Abgaben nur ungefähr 1,81 bis 1,84 € kosten. Als Mittelwert kann man also mit ca. 1,82 € pro Liter rechnen, da wäre dann nur noch die normale Mehrwertsteuer mit drauf.
Alleine die Energiesteuer beträgt schon 47,04 Cent netto, mit Mehrwertsteuer macht das fast 56 Cent pro Liter. Dazu kommen nochmal ca. 17 bis 20,5 Cent CO₂ Abgabe und die Mehrwertsteuer vom aktuellen Preis sind auch nochmal rund 41 Cent. Insgesamt stecken bei 2,58 € also über 1 Euro an Steuern und CO₂ Kosten in jeden einzelnen Liter Diesel. Da sieht man erstmal wieviel der Staat mit seinem angeblichen Klimaschutz bei jeden Liter mit verdient.

PS: Ich habe hier übrigens mit 2,58 € pro Liter gerechnet und nicht mit den aktuell rund 2,81 € für V-Power Diesel. Aber den tankt bei den Preis ja sowieso kaum einer 😉
Kobold2
14.09.2026, 15:39 Uhr
Ja und???
Die Abgaben sind bis auf die MwSt seit Januar fix.
Wer ist also der Preistreiber? Warum lehnt man hier seit Jahren daumenstark Alternativen ab? Viele haben die Wahl und nehmen ein weiter so. Dass das nicht gutgehen kann, ist seit vielen Jahren sichtbar.
Jens W.
14.09.2026, 18:33 Uhr
Respekt, wenns Absicht war
Perfekt zwei Themen in einem Kommentar verarbeitet 👍🏻
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