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30.09.2026
Arbeitsmarkt aktuell

Lichtblicke am Arbeitsmarkt

In Nordthüringen sind weniger Männer und Frauen arbeitslos als vor einem Jahr. Viele Jugendliche haben zudem ihre Ausbildung aufgenommen. Das sind die positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt, wie Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord heute bekannt geben konnte…

Bild:
Arbeitsmarkt aktuell in Nordthüringen (Foto: Agentur für Arbeit)

Die aktuelle Arbeitsmarktlage wurde beim Pressegespräch bei der Leineweber GmbH in Worbis besprochen. Gleichzeitig verlieren wir aber auch weiterhin Beschäftigte. So arbeiteten im März diesen Jahres etwa 1.100 Menschen weniger in sozialversicherungspflichtigen Jobs als noch vor einem Jahr. Zum einen ist dies auf die wirtschaftliche Lage zurückzuführen. Die schwache Konjunktur hinterlässt durch Betriebsschließungen und eine geringere Nachfrage nach Arbeitskräften ihre Spuren. Im September waren bei der Arbeitsagentur rund 2.000 offene Stellen gemeldet. Das waren etwa 20 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Zum anderen wirkt die Demografie. Die älteren Mitarbeitenden hinterlassen, wenn sie in den Ruhestand eintreten, oft Lücken, die durch jüngere Beschäftigte allein nicht ausgefüllt werden können. Für Nordthüringen gilt, dass 100 über 55-jährigen Beschäftigten nur 39 unter 25- jährige gegenüberstehen. Ein wichtiger Lösungsansatz ist die Ausbildung junger Menschen in der Region. „Im September haben viele junge Menschen den richtigen Weg eingeschlagen und eine Ausbildung begonnen. Einige Jugendliche haben in diesem Jahr jedoch keine Ausbildung oder Studium aufgenommen. Das liegt zum Teil nicht am Arbeitsmarkt, sondern an den Leistungen und der Motivation der Jugendlichen, ordnet der Agenturleiter ein. Karsten Froböse gibt den Jugendlichen noch zu bedenken: „Eine Berufsausbildung verringert das Risiko der Arbeitslosigkeit. Leistungen in der Schule und der Ausbildung zahlen sich aus.“

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Der Nordthüringer Arbeitsmarkt bietet trotz der konjunktureller Herausforderungen Chancen für Beschäftigung. Konkret weist der Agenturleiter auf die Situation im Bereich Verkehr und Logistik hin. „Immer mehr Berufskraftfahrer sind 55 Jahre oder älter. Die Firmen suchen Personal. Gut für die Arbeitnehmer: Die Löhne sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Wichtig ist dabei aber, dass die Qualifikation zur Nachfrage der Arbeitgeber passen muss. Gesucht werden Fachkräfte“, so der Leiter der Arbeitsagentur. Deshalb seien Aus- und Weiterbildung notwendig, um gute berufliche Perspektiven in Nordthüringen zu schaffen.

Die Agentur für Arbeit Thüringen Nord bietet dafür Unterstützung bei der beruflichen Orientierung an. Alle Kontaktinformationen zur Vereinbarung eines persönlichen oder digitalen Beratungstermins sind unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/thueringen-nord veröffentlicht.

Weniger Arbeitslose in Nordthüringen
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord ist im September 2026 gesunken. 11.804 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das war 1,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und liegt damit auf dem Niveau vom Vorjahr.

Bei der Agentur für Arbeit waren im September 4.498 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die konjunkturelle Lage vieler Unternehmen macht sich somit weiter in der Agentur für Arbeit bemerkbar. In den Jobcentern waren 7.306 Arbeitslose registriert. 62 Prozent aller Arbeitslosen wurden durch die Jobcenter betreut. Entgegen der Entwicklung in der Agentur für Arbeit lag die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern damit 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Nordthüringen aktuell über dem Vorjahr. Im September waren 8,8 Prozent mehr Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos als noch vor einem Jahr.

Bei der Betrachtung der Arbeitslosenzahlen fällt zudem auf – Menschen mit einem Berufsabschluss haben ein deutlich geringeres Risiko arbeitslos zu werden. Während die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit einem Berufsabschluss bei 4,6 Prozent im Jahr 2025 lag, betrug sie bei Menschen ohne Berufsabschluss 31,9 Prozent.

Beschäftigungsrückgang setzt sich fort
Zum Stichtag 31. März waren in Nordthüringen 115.101 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit ist die Beschäftigungsentwicklung weiter rückläufig. So waren im März 2025 noch 1.100 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als im März diesen Jahres. Die ungünstige Entwicklung ist neben der Konjunktur auch durch die Demografie begründet. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Anzahl deutscher Beschäftigter um knapp 7.300 verringert. Demgegenüber konnte dieser Rückgang zumindest teilweise durch die Zunahme ausländischer Beschäftigter in Nordthüringer ausgeglichen werden. Seit März 2021 hat sich die Anzahl um knapp 3.900 auf rund 9.800 Beschäftigte erhöht.

Weniger offene Stellen als im Vorjahr – Gesucht werden Fachkräfte
Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 3.272 Stellen der Agentur für Arbeit neu gemeldet. Dies ist ein Rückgang um 9,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während insbesondere im Kyffhäuserkreis deutlich weniger Stellen im Jahresverlauf gemeldet wurden, konnten im Eichsfeld und im Landkreis Nordhausen jeweils mehr freie Stellen aufgenommen werden. Insgesamt sind aktuell 2.030 freie Stellen bei der Agentur für Arbeit in Nordthüringen gemeldet, rund 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. 252 aller Stellenangebote richten sich an Frauen und Männer, die im Gesundheits- und Sozialwesen eine Arbeit suchen. Hier blieben die Stellenangebote gegenüber dem Vorjahr konstant. Daneben gibt es die meisten freien Stellen in den Branchen verarbeitendes Gewerbe, dem Baugewerbe sowie dem Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Bei der Betrachtung nach dem Anforderungsniveau wird deutlich - gesucht werden Fachkräfte. 82 Prozent der offenen Stellen richten sich an das Anforderungsniveau Fachkraft und höher. Dagegen sind nur 18 Prozent der Stellen für Helfer ausgeschrieben.

Die Regionen im Überblick

Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Eichsfeld im September 2026 zum Vorjahr leicht angestiegen. 2.396 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Dies waren 2,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,2 Prozent. In der Agentur für Arbeit waren 1.111 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Jobcenter wurden 1.285 Arbeitslose betreut. 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. 256 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im September im Landkreis Eichsfeld arbeitslos gemeldet. Damit ging die Jugendarbeitslosigkeit um 0,8 Prozent im Jahresvergleich zurück. Die Arbeitslosenquote bei den Jüngeren lag im September bei 4,7 Prozent und liegt damit unter dem Durchschnitt in Nordthüringen.

Demgegenüber waren im September 584 offene Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Damit sind aktuell rund ein Viertel weniger Stellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet, als vor einem Jahr. Im September wurden Arbeitsagentur 73 offene Stellen neu gemeldet. Gesucht werden Fachkräfte. Von den 584 gemeldeten Stellen richtigen sich lediglich 18 Prozent an Helfer. Demgegenüber suchen die Unternehmen in 82 Prozent Fachkräfte bzw. höhere Qualifikationen.

Gute Einstiegschancen bestehen im Eichsfeld in den Bereichen:
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Baugewerbe


Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Nordhausen im September 2026 zum Vorjahr gesunken. 3.211 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Dies waren 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent. Vor einem Jahr war sie ebenfalls bei 7,9 Prozent. In der Agentur für Arbeit waren 1.028 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Jobcenter wurden 2.183 Arbeitslose betreut. 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. 398 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im September im Landkreis Nordhausen arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 10,2 Prozent im Jahresvergleich an. Die Arbeitslosenquote bei den Jüngeren lag im September bei 10,1 Prozent.

Bei der Arbeitsagentur waren im September 560 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind rund ein Viertel mehr als vor einem Jahr. Im September wurden der Arbeitsagentur 74 offene Stellen neu gemeldet.

Gesucht werden Fachkräfte. Von den 560 gemeldeten Stellen richtigen sich lediglich 16 Prozent an Helfer. Demgegenüber suchen die Unternehmen in 84 Prozent Fachkräfte bzw. höhere Qualifikationen.

Gute Einstiegschancen bestehen im Landkreis Nordhausen in den Bereichen:
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Handel- und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen


Unstrut-Hainich-Kreis
Die Arbeitslosigkeit ist im Unstrut-Hainich-Kreis im September 2026 zum Vorjahr leicht gestiegen. 3.540 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Dies waren 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,0 Prozent. In der Agentur für Arbeit waren 1.418 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 11,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Jobcenter wurden 2.122 Arbeitslose betreut. 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 464 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im September im Unstrut-Hainich Kreis arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 19,3 Prozent im Jahresvergleich an. Die Arbeitslosenquote bei den Jüngeren lag im September bei 9,5 Prozent.

Demgegenüber waren im September 526 offene Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Damit sind aktuell 13,3 Prozent weniger Stellen bei der Agentur für Arbeit als vor einem Jahr. Im September wurden der Arbeitsagentur 116 offene Stellen neu gemeldet. Gesucht werden Fachkräfte. Von den 526 gemeldeten Stellen richtigen sich lediglich 22 Prozent an Helfer. Demgegenüber suchen die Unternehmen in 78 Prozent Fachkräfte bzw. höhere Qualifikationen.

Gute Einstiegschancen bestehen im Unstrut-Hainich-Kreis in den Bereichen:
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Baugewerbe
  • Handel- und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen


Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist im Kyffhäuserkreis im September 2026 zum Vorjahr gesunken. 2.657 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Dies waren 5,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,8 Prozent. In der Agentur für Arbeit waren 941 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren in etwa so viele wie im letzten Jahr. Im Jobcenter wurden 1.716 Arbeitslose betreut. 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 260 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im September im Kyffhäuserkreis arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Jugendarbeitslosigkeit auf dem Niveau vom Vorjahr. Die Arbeitslosenquote bei den Jüngeren lag im August bei 7,8 Prozent.

Demgegenüber waren im September 360 offene Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. Damit sind aktuell 50 Prozent weniger Stellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet, als vor einem Jahr. Im September wurden der Arbeitsagentur 63 offene Stellen neu gemeldet. Auch dies ist ein Rückgang um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr.

Gesucht werden Fachkräfte. Von den 360 gemeldeten Stellen richtigen sich lediglich 14 Prozent an Helfer. Demgegenüber suchen die Unternehmen in 86 Prozent Fachkräfte bzw. höhere Qualifikationen.

Gute Einstiegschancen bestehen im Kyffhäuserkreis in den Bereichen:
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Baugewerbe


Die ausführliche Statistik findet sich wie gewohnt hier .
Autor: red

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Kommentare
P.Burkhardt
30.09.2026, 18:44 Uhr
Habe heute gerade auf BR24 gehört:
in Bayern (Arbeitslosenquote um die 4%) werden von einem Verkehrsbetrieb Busfahrer mittlerweile in Spanien rekrutiert. Der Arbeitgeber spendiert Sprachkurs und Führerschein (beides zusammen dauert etwa ein Jahr), hilft bei der Wohnungssuche und Familiennachzug... und allen anderen Belangen der neuen Kollegen. Gegenwärtig 50 Leute. Der Aufwand ist immens, aber notwendig und die bisherigen Erfahrungen sind wohl ausgesprochen positiv.
RWE
01.10.2026, 05:14 Uhr
P.Burkhardt, ein schönes Beispiel für gezielte Fachkräfteeinwanderung
So soll es llaufen. Diese Personen wurden gezielt rekrutiert durch die zentrale Auslandsfachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Es waren auch nur 21 sind und obendrein EU-Bürger , aber es ist ein gutes Beispiel. Der falsche Weg ist es, Menschen zu abertausenden unkontrolliert nach Europa zu lassen und zu hoffen, dass ein paar brauchbare Leute dabei sind. Diesen Unterschied sollte man endlich erkennen.
Leser X
01.10.2026, 09:21 Uhr
Wildern in anderen Ländern - ein fragwürdiger Ansatz
Und unsolidarisch noch dazu. Im eigenen Land kriegt man es nicht auf die Reihe, für ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zu sorgen. Also klaut man sie in anderen Ländern, die diese Kräfte teuer ausgebildet haben. Nichts, worauf man stolz sein sollte...
Euphrasia
01.10.2026, 10:05 Uhr
Diplomwahn
Wenn für bestimmte Berufen (denk an; Telefonistin, Burohilfe, Backoffice Mitarbeiter, pflegehelfer usw.) die bürokratisch Fantasie von Ausbildung und Diplomwahn losgelassen wird, findet man unzählig viele Arbeiter. Nirgendwo ist das so schlimm wie in Deutschland. Warum muss man z.b. eine kaufmännische Ausbildung haben um bei eine Firma das Telefon anzunehmen und ein Brief zu schreiben? Oder warum wird eine mehrjährige Ausbildung erwartet um einem den Po abzuwaschen. Die Firmen meckern über Bürokratie aber haben nicht den mum selber zu investieren in ein Arbeitnehmer. Klar, für ein Hungerlohn macht keiner sich die Hände schmutzig, und auch der Indiër oder Thai wird mal schlau und lässt sich für das, was der deutsche nicht möchte, nicht mehr ausnutzen.
Kobold2
01.10.2026, 10:06 Uhr
Ja ein schönes Beispiel
das aber weiter Maßnahmen nach sich zieht. Auch Spanien hat seit Jahren, wie alle EU Länder , das Problem des Fahrermangels. Die rekrutiert man dort gern aus Mittel und Südamerika. Da entfallen die Sprachkurse. Polen und das Baltikum sucht eher in Weißrussland, Georgien Usbekistan, Kirgisien, usw. Sprachkurse, sind hier auch nicht nötig. Mit EU Bürger hat das wenig zu tun, aber damit, dass man Menschen auf Grund ihrer Herkunft gern sortiert, um sicht besser zu fühlen.
RWE
01.10.2026, 12:04 Uhr
Leser X
die angesprochenen, angehenden Busfahrer werden übrigens hier ausgebldet. Der Unterschied zu Cauta usw. ist, dass sie zu diesem Zweck legal einreisen. Wir haben uns schon "solidarisch" genug gezeigt, indem wir hunderttausende Menschen ohne Ausbildung und Anspruch auf Asyl in unserem Sozialsystem "wildern" lassen (ihre Worte).
Und lieber Kobold2, wenn die Spanier Fachräfte aus Lateinamerika anwerben ist es doch legetim. Anscheinend setzt man dort auch ieber auf Fachräfte, als auf den den endlosen Strom illegaler Einwanderer, die häufig (nicht immwer!) ohne Ausbildung, Sprachkenntnisse oder gar einem Asylgrund ungefragt "einreisen".
Kontrollierte und qualifizierte Arbeitseinwanderung scheint bei Linken und Gründen nicht gut anzukommen...
nur_mal_so
01.10.2026, 12:22 Uhr
@Euphrasia
Sie machen zu lange Ausbildungszeiten als Ursache für Fachkräftemangel aus, und demonstrieren das am Beispiel, warum man für "Hintern abwischen" (also, für den Pflegedienst) eine (mehrjährige) Ausbildung benötigt.

Wenn Sie dies als Bild haben, was zum Berufsbild der Pflegefachkraft gehört, dann tun Sie mir leid.
Ich frage mich nur: ist es die Arroganz des Nicht-Wissenden, oder die Ignoranz des Nicht-Wissen-Wollenden? In jedem Fall ist es respektlos den Pflegekräften gegenüber. Fast würde man wünschen, Sie kommen später mal ein einen Pfleger oder eine Pflegerin, die tatsächlich nicht mehr macht und kann, als den Hintern abzuwischen.
Euphrasia
01.10.2026, 12:40 Uhr
@nur_mal_so
Da haben Sie mir doch tatsächlich falsch verstanden. Ich bemängele nicht die lange Ausbildungszeiten, ich bemängele (wenn Sie es so ausdrucken möchten) die Tatsache das Unternehmer klagen das es keine Arbeitnehmer mehr innerhalb Deutschland gibt. Vielen verstecken sich gerne hinter dieses bürokratisches Monster von Ausbildung und warten (und investieren) dann zwei oder drei und halb Jahren auf eine, möglich nicht motivierter Mitarbeiter. Das mein Beispiel von den Po abwischender Mitarbeiter nicht anspricht, kann ich verstehen. Den Rest haben Sie aber gerne überlesen.
Kobold2
01.10.2026, 16:42 Uhr
Oh ha...
Letztes sollten hier möglichst gar keine unausgebildeten Menschen zuwandern. Da stand die Prämisse noch auf vorhandene Sprachkenntnisse und Arbeitsplatznachweis, bevor man nach Deutschland kommt.
Im Wandel der Ansichten, ist immerhin das übliche links-grünen Bashing geblieben.
RWE
01.10.2026, 18:07 Uhr
Um den Unterschied, lieber Kobold2,
zwischen einer gezielten Anwerbung durch die Auslandsfachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (egal ob Ausbildung oder Arbeit) und dem unkontrollierten und illegalen Massenansturm beispielsweise in Ceuta nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen muss man wohl schon in einer dogmatischen links-grünen Blase gefangen sein. ☺ Naja, bleiben sie stabil auf auf der richtigen Seite und ein schönes Wochenende!
P.Burkhardt
01.10.2026, 18:23 Uhr
Der Arbeitsmarkt...
...ist am Ende auch nur ein Markt: Wer das beste Angebot macht, bekommt i.d.R. auch die besten Leute (also willige, denkende, ausgebildete, oder ausbildungsbereite, nicht scheuklappenbewehrte, geistig und körperlich bewegliche Menschen).... und die besten Leute bekommen eben auch den besten Job (gut bezahlt, den Bedürfnissen angepasst, Wertschätzung, Achtung, Karrierechancen, ...) und wenn die eben im Ausland gefunden werden, dann ist das eben so - schon lange gängige Praxis nicht nur bei deutschen nennenswerten Unternehmen.

Wer immer noch nicht den Unterschied zwischen Asylgewährung und Fachkräftegewinnung begriffen hat, der hat irgendwie in den letzten 11 Jahren nichts dazu gelernt... was jetzt auch nicht so für die im obigen Absatz genannten Eigenschaften spricht... Fakt ist: Das knapp 70% der seit 2015 Eingewanderten (wo eben auch viele Asylanten dabei waren) heute in Deutschland arbeiten und ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten. Das entspricht etwa dem Anteil der arbeitenden Deutschen an der arbeitsfähigen Grundgesamtheit. Es gibt viele Gründe, nicht zu arbeiten: krank, ausreichendes passives Einkommen, keine Lust - oder etwas netter: andere Prioritäten 😉, ...das sind nur ein paar, die mir einfallen.

Glaubt hier ernsthaft jemand, dass die Spanier einfach so ihre Heimat verlassen, eine neue Sprache lernen, ggf. in einem neuen Job anfangen - wenn das Angebot nicht stimmt ?
Kobold2
01.10.2026, 18:43 Uhr
Ach RWE
Das auch bei ihrer so favorisierten gezielten Anwerbung, keine 100Prozentige Trefferquote erreicht werden, scheint in ihrer einfachen Erklärungswelt nicht vorzukommen. Am Ende zählt immer noch der Mensch, der unabhängig von seiner Herkunft, den Arbeitmarkt stützt. Das sieht man aber niemanden bei Grenzübertitt an. Das Thema ist komplexer als sie denken.
RWE
02.10.2026, 05:41 Uhr
P.Burkhardt, in großen Teilen stimme ich zu
Nur: die seit 2015 eingewanderten waren Asylbewerber, mit Betonung auf Bewerber. Es gibt Tausende und Abertausende Menschen, die eigentlich ausreisen müssen. Um diese Leute geht es mir. 70 Prozent Arbeitende sind immer noch viel zu wenig. Gegen eine qualifizierte und gesteuerte Arbeitseinwanderung kann kein vernunftbegabter Mensch etwas haben.
Kobold2: Es geht um rechtliche Probleme. Man darf nicht einfach illegal einreisen. Und wer wirklich etwas auf der Kirsche hat, der hätte das schon lange legal erledigt. Sie erwarten doch auch, dass nicht jeder ungefragt ihr Haus/ihre Wohnung betritt? Lassen sie doch einfach ihre Tür geöffnet und geben sie etwas von ihren Wohlstand ab. Alles andere ist doch "unsolidarisch"...
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