eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 07:02 Uhr
04.01.2011

Schonzeit für Füchse gefordert

Der Rotfuchs gehört in Deutschland zu den wenigen Wildtierarten, die ganzjährig bejagt werden – ohne dass es für diese intensive Verfolgung einen stichhaltigen Grund gäbe. Organisationen aus ganz Deutschland haben daher eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der sie die Einführung einer umfassenden bundesweiten Schonzeit für Füchse fordern.


Etwa 600.000 Füchse werden in Deutschland jedes Jahr erlegt. Der Rotfuchs ist eine der wenigen einheimischen Wildtierarten, die in den meisten Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Dabei kommen auch besonders umstrittene Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Da Fuchspelze kaum noch gefragt sind, werden die meisten erlegten Füchse kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt.

Anders als vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) und seinen Landesverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zur Bestandsreduktion zu bejagen, keine Rede sein. Neben Tier- und Naturschutzorganisationen fordern daher auch kritische Jäger seit Jahren die Einführung einer Schonzeit für Füchse. Das Saarland ist dieser Argumentation im letzten Jahr bereits mit dem Beschluss einer sechsmonatigen Jagdruhe gefolgt.

Um der Forderung nach einer umfassenden Schonzeit für den Fuchs weiteren Nachdruck zu verleihen, haben Organisationen aus ganz Deutschland eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die vierzehn bislang beteiligten Organisationen und Initiativen – darunter die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Naturefund e.V. und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) – begründen darin, warum eine bundesweite Schonung des Fuchses von Januar bis September längst überfällig ist. Der Wortlaut der Erklärung samt den sich daraus ergebenden Forderungen findet sich auf der eigens eingerichteten Webseite www.schonzeit-fuer-fuechse.de. An dieser Stelle werden auch die Unterstützer der Intitiative veröffentlicht und Quellen angegeben, welche die Argumentation wissenschaftlich untermauern.

In den nächsten Monaten sollen weitere Veröffentlichungen über den Fuchs und die Fuchsjagd informieren. „Wir waren von der durchweg positiven Resonanz auf dieses Projekt überwältigt“, erläutert Lovis Kauertz, einer der Initiatoren der Erklärung. „Es ist schon abzusehen, dass sich in den nächsten Wochen weitere Organisationen der Initiative anschließen werden.“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Peppone
04.01.2011, 21:56 Uhr
Schonzeit gibt's doch.
Noch gilt in D der §22 Abs. 4 BJagdG. Da beim Fuchs neben der Fähe der Rüde beim Geheck(sorry, dass heißt so;-)) zu- und mitfüttert, gilt von März bis September Hahn in Ruh, also Schonzeit. Es gibt sie also.

Die Bejagung des Fuchses spielt auch eine untergeordnete Rolle bei der Mortalität des Fuchses. Von ca. 25.000 in Thüringen 2010 "erlegten" Füchsen sind ca. 20.000 durch den Straßenverkehr "erlegt" worden. Unfallwild muss aber in den Streckenlisten der Reviere mit gemeldet werden und erscheint deshalb mit in der "Jagdstrecke".

Der Fuchs ist heute jagdlich irrelevant und für die meisten Jäger nur eine Belastung (Vergraben von Unfallfüchsen. Generve von Bürgern, die Füchse im Garten und Hühnerstall haben. Ausstellen von Wildunfallbescheinigungen. Nächtliche Anrufe der Leitstellen und Einsätze wegen Wildunfall mit Fuchs. Usw. und so fort...).

Prinzipell spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, ihn aus dem Jagdrecht zu nehmen. Seine Bestandsdichte läßt sich für Rebhühner, Hasen,... jagdlich auch nicht beeinflussen. Früher hat die Tollwut den Bestand reguliert, heute tun es Räude und Staupe!

Die Bürger müssen allerdings aufpassen, was der Gesetzgeber hier in Zukunft tut. Wird der Fuchs aus dem Jagdrecht genommen, entfällt der Versicherungsschutz für Wildunfälle (Haarwild gem §20 BJagdG) mit dem Fuchs. Wohlmöglich müssen dann kostspielige Zusatzversicherungen abgeschlossen werden.

Die im Beitrag angegebene Webseite kennt Google übrigens nicht. Die dort versprochenen Fachleute hätten mich brennend interessiert!
Beobachter 1
12.01.2011, 12:28 Uhr
Schonzeit reicht nicht
Über 600.000 Füchse werden jährlich von deutschen Jägern getötet. Teils auf grausamste Weise. Sie werden in Fallen gefangen, an Futerstellen (so genannte Luderplätze) gelockt und erschossen oder aus dem Bau heraus mit Hunden bejagt.
Dabei hat der Fuchs eine wichtige Aufgabe in der Natur. Er ernährt sich zu über 90% von Mäuse und hält daneben auch den Wald sauber, indem er Aas beseitigt.

Die Popualtionsdynamic kommt durch die Bejagung bzw. die Dezimierung dieser Art erst so richtig in Schwung, da sich die Reporoduktion überwiegend an der Verlustrate messen läßt.
Der Fuchs stellt für die meisten Jagdgenossen lediglich eine Beutekonkurrenz dar und das ist der hauptsächliche Grund, warum diese nützliche und scheue Tierart so massiv vernichtet wird.

Hätten die Jagdausübenden etwas mehr im Bereich Biologie und etwas weniger in Waffenkunde gelernt, würde sie diese Tatsachen auch respektieren und nicht immer nur von Krankheiten und Belästigungen sprechen, die angeblich von dieser Tierat ausgehen sollen. Auch die Unfallzahlen im, Straßenverkehr könnte man massiv senken, würde man diesem Tier nicht sogar Nachts,(bei geeignetem "Büchsenlicht") mit Waffengewalt den Krieg erklären.

Der Jäger WILL schießen, das ist mal klar. Und er hasst den Fuchs, da dieser ihm evtl. doch mal einen, vorher eingekauften und dann ausgesetzten, Fasan wegschnappen könnte. Außerdem gilt es in Jägerkreisen auch als recht rühmlich, viele dieser "schlauen Tiere" erlegt haben zu können.
Die Erkenntnis, das ein Fuchsbestand ohne Jagd wesentlich stabiler bleibt, wird auch nur zu gern von der Jägerschaft verdrängt. Es wird lieber weiter getötet und die daraus resultierende Erhöhung in Kauf genommen, ja sogar gern gesehen, da man ja widerum etwas zum Töten hat,
Leider unterstützt die uninfomierte Presse dieses Treiben oftnals noch, durch dementsprechend unkritische Berichterstattungen.
Mehr zum Thema "Fuchs" auf www.wir-fuechse.de oder unter www.fuechse.info

R. Pohlenz
Natur ohne Jagd e.V.
Pe_rle
12.01.2011, 14:06 Uhr
Nicht nur der Fuchs
es ist nicht nur der Fuchs der der Bestie Mensch zum Opfer fällt. Der Mensch spielt sich als Wunderallesgönner auf der Erde auf und vernichtet alles was Ihm im Weg steht.
Da werden Löwen aus dem Zoo oder Zirkus nach Afrika gebracht und dort in eingezäunten Bereichen von sogenannten Trophäenjägern für viel Geld erschossen. Und damit brüsten sie sich dann auch noch.

Was sagt uns das,solange der Mensch das sagen hat,wird es mit der Mutter Erde abwärts gehen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)