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Grünes Licht für Studie

Freitag, 31. Juli 2015, 11:53 Uhr
Trotz Urlaubszeit und Sommerloch drehen sich die Mühlen in der Kreisverwaltung weiter. Nach dem Besuch des Staatssekretärs des Thüringer Wirtschaftsministerium, Georg Maier, in dieser Woche, der sich über die Umsetzung der Regionalbudget-Projekte im Landkreis informierte, wurde nun für eine neue Fördermaßnahme vom Thüringer Landesverwaltungsamt grünes Licht gegeben.

Damit steht dem Regionalbudget-Projekt B 7 - Studie zur wirtschaftlichen Nachnutzung der Kalirückstandshalde in Menteroda nach Abschluss der Rekultivierung nun nichts mehr im Weg.

Hintergrund: Die Gemeinde Menteroda beabsichtigt die Nachnutzung der Halde zu verantworten und strebt die Weiterentwicklung der bereits entstandenen atypischen Unternehmensstruktur an. Seit Anfang der 1990er Jahre siedeln sich Gewerbetreibende aus den verschiedensten Branchen am ehemaligen Schacht an. Aufgrund der noch verfügbaren Kapazitäten ist davon auszugehen, dass sich auch künftig Unternehmen und Produktionsstätten in das vorhandene Gewerbegebiet integrieren.

Um die verfügbare Fläche, bestehend aus der Halde selbst sowie den angrenzenden Grundstücken, optimal zu nutzen, erhofft sich die Gemeinde professionelle Unterstützung durch geeignete Fachplaner, die mit dem Bergrecht, der Kalihaldenrichtlinie und den Kriterien einer Nachnutzung vertraut sind. Jegliche Art der Nutzung darf den durch die Rekultivierung erzielten Aufbau der Kalirückstandshalde in keinem Fall zerstören. Nach geltenden Vorschriften sind nur minimale bauliche Veränderungen zulässig. Die benachbarten Grundstücke sind daher in der Studie zur Nachnutzung unbedingt zu berücksichtigen.

Landrat Harald Zanker zum Projekt: "Dank der Konzeptentwicklung zu den Hainichhöfen, die ebenfalls über das Regionalbudget finanziert wurde, haben wir gesehen, welch erfolgreiche und innovative Projekte wir auf diesem Weg anschieben können. Ich hoffe im Fall Menteroda auf ähnliche Synergien und eine Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Nur dank der Fördermittel aus dem Regionalbudget, könnten wir diese Vorhaben soweit anschieben, dass sie innerhalb kurzer Zeit realisert werden können."

Zur Erarbeitung dieser Studie sollen Experten im Rahmen eines Wettbewerbs aufgefordert werden, Lösungsansätze zu erarbeiten, die eine wirtschaftliche Nachnutzung der rekultivierten Halde und umliegenden Fläche beinhaltet. Zudem muss die Studie einen Realisierungszeitraum, eine Machbarkeitsstudie und eine Kostenschätzung mit Förderungsmöglichkeiten beinhalten.

Anja Grabe vom Regionalmanagement: "Nun können wir weitere Termine zur Inauftraggebung der Studie mit der Gemeinde abstimmen. Erste Ergebnisse sollen im kommenden Frühjahr vorliegen."

Hintergrund: Im November 2010 wurde dem Unstrut-Hainich-Kreis ein nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss als Regionalbudget gewährt. Das Geld stammt aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Damit standen dem Landkreis Fördermittel in Höhe von 900.000 Euro, jeweils aufgeteilt auf die Jahre 2011, 2012 und 2013 zu je 300.000 Euro als Projektfinanzierungsmittel zur Verfügung. Anfang 2013 wurde die Projektverlängerung bis 2016 zu selbigen Konditionen zugesagt. Einsetzbar sind diese Projektmittel für wirtschaftsnahe Infrastrukturvorhaben und nachhaltig wirkende Projekte in der Region, für die keine anderen Fördermöglichkeiten in Frage kommen. Die Mittel stehen für Maßnahmen zur Verfügung, die sich in den vier Handlungsfeldern – Tourismus, Wirtschaft, Standortmarketing und Infrastruktur – des bereits bestehenden Regionalmanagements Unstrut-Hainich bewegen. Weitere Informationen dazu erhalten Interessierte auf der Internetseite www.regionalmanagement-uh.de.
Autor: red

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