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Traditioneller Handwerkermarkt am Kirmessonntag  

Der Funke sprüht, das Eisen glüht!

Freitag, 14. August 2015, 17:55 Uhr
Fröhliches Treiben erwartet die Besucher nach dem Kirmesumzug am Sonntag, dem 30. August, ab 12.00 Uhr auf dem Kristanplatz vor dem Kulturhistorischen Museum. Der beliebte Handwerkermarkt öffnet auch in diesem Jahr wieder seine Tore gleich im Anschluss an den traditionellen Festumzug durch die Mühlhäuser Innenstadt.

Besucher können sich wie gewohnt mit kulinarischen Leckerbissen stärken, vom handfesten Schmalzbrot bis zur reich gedeckten Kuchentafel, vom deftigen Spanferkel am Spieß und bis zur Thüringer Bratwurst. Die beliebten Schmandbrote und viele andere Backwaren kommen frisch aus dem Ofen. Kaffee und kühles Bier, hessischer Apfelwein und andere erfrischende Getränke ergänzen das Angebot.

Der Schmied zeigt nicht nur starke Arme, sondern professionelles Können. (Foto: Foto: Iris Henning © Mühlhäuser Museen) Der Schmied zeigt nicht nur starke Arme, sondern professionelles Können. (Foto: Foto: Iris Henning © Mühlhäuser Museen)
Vor allem zeigen aber Handwerker aus allerlei Gewerken auf dem Kristanplatz ihre meisterliche Kunst. Nicht nur dem Schmied kann man über die Schulter schauen, wenn er das Eisen zum Glühen bringt und kräftig mit dem Hammer zuschlägt. Zum Bestaunen, Informieren und natürlich auch zum Erwerben und Mit-Nachhause-Nehmen sind Kerzen, Schmuck und Holzkunst, Körbe und Getöpfertes, Zinnfiguren, Textilien aus Filz und Wolle und vieles, vieles mehr. Wer mag, kann sich oder seine Lieben sogar porträtieren lassen.

Wem es draußen zu viel Trubel ist, der kann sich im Kulturhistorischen Museum an einen anderen Ort träumen. Neben den Dauerausstellungen zur Thüringer Kunst und archäologischen Funden aus dem Unstrut-Hainich-Kreis lädt das Museum zu der Ausstellung „Fernweh – Heimweh. Ralf Klement und Freunde“ ein.

Die Jubiläumsschau anlässlich des 65. Geburtstages Ralf Klements zeigt vor allem neuere Arbeiten des international erfolgreich agierenden Künstlers, ergänzt durch Arbeiten verschiedener befreundeter Künstler. Sein abwechslungsreiches Œuvre reflektiert dabei das Wechselspiel zwischen dem Eskapismus, aus dem heimatlichen Atelier auszubrechen, und dem nach einiger Zeit spürbaren Drang, doch wieder nach Hause zurückzukehren. Seine Kofferbilder und -skulpturen repräsentieren sinnbildhaft aufgeladene Werke, die nicht nur die Unstetigkeit des Menschen und sein Bestreben, die Welt zu erkunden, symbolisch abbilden wollen. Sie sind auch ein hintergründig-ironisches Gleichnis für unsere Gesellschaft, in der das Reisen zum Geschäft geworden ist.


Autor: red

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