uhz-online
Aus der Leserpost

Denk ich an Deutschland in der Nacht...

Mittwoch, 16. September 2015, 18:53 Uhr
Angesichts der aktuellen Lage hinsichtlich der Flüchtlingspolitik un der damit verbundenen Problemen sieht sich unser Leser Reimund Schulze herausgefordert, seine Meinung dazu in einem Leserbrief zu veröffentlichen.

Wann endlich wird diesem braunen Spuck ein Ende bereitet. Nach den nun erschreckenden Meldungen, wurden kürzlich schon Bombendrohungen von den Rechten an Parteizentralen der demokratisch gewählten Parteien ausgelöst. Deutsches Volk, wann erwachst Du aus deinem Winterschlaf. Wollt Ihr wirklich nur zuschauen und nichts unternehmen, gegen den braunen Spuk. Habt Ihr es schon vergessen wie es damals begann im Dritten Reich, als man einen Sündenbock brauchte und ihn fand. 1933 gab man den Juden die Schuld, heute, im 21.Jahrhundert, sollen nun die Asylbewerber zum Sündenbock abgestempelt werden. „Wehret den Anfängen“. Macht Euch nicht mitschuldig und nehmt die Augenbinden ab, damit ihr seht wer die wahren Schuldigen sind, die für fremdenfeindliche Stimmung im wiedervereinigten Deutschland sorgen. Schon wieder sind diese Brandstifter unterwegs, mit dem Ziel, die freiheitlich-rechtliche Demokratie im wiedervereinigten Deutschland zu untergraben.

Besinnt Euch der Worte von Peter Gingold: Eines sollten wir jedoch nicht vergessen: „1933 währe verhindert worden, wenn alle Hitlergegner die Einheitsfront geschaffen hätten. Das sie nicht zustande kam, dafür gab es (…) nur eine einzige Entschuldigung: Sie hatten keine Erfahrung, was Faschismus bedeutete, wenn er einmal an der Macht ist.

Aber heute haben wir diese Erfahrungen. Heute muss jeder wissen, was Faschismus bedeutet für alle zukünftigen Generationen gibt es keine Entschuldigung mehr, wenn sie den Faschismus nicht verhindern.“

Ich persönlich habe es am eigenen Leibe erfahren, zu was die damaligen Nazis fähig waren, anders denkenden Menschen anzutun. Ich werde es nicht zulassen, dass das Rad der Geschichte zurück gedreht wird. Ich rufe Euch auf zum offenen Widerstand im Kampf gegen die neuen Nazis, Rassisten und allen fremdenfeindlichen Elementen, im wiedervereinigten Deutschland und in Europa, welche der Meinung sind, sich das Recht heraus nehmen zu dürfen darüber entscheiden zu dürfen wer wo leben darf. Wer denkt, er müsse dem Ruf der Nazis folgen und mit in dem Chor einstimmt: Deutschland den Deutschen, Ausländer raus, dem seien von mir folgende Worte gesagt über die er nachdenken solle, falls es sein Verstand es zulässt: „Lebensbaum, Kreuz und der Galgen. Geheiligt ist der Schwur.

Wer also der Meinung ist mit in dem Chor der Nazis singen zu müssen, der frage zuerst in der eigenen Familie nach, welcher Abstammung seine Vorfahren sind. Doch zuvor möge er niederknien vor dem Kreuze und beten, dass wir, die sie dann am Galgen hängen sehen werden, nie den Grund erfahren, warum er sich selbst erhängt hat.
Reimund Schulze
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 uhz-online.de