Gemeinsam statt einsam
In der Seniorenwohngemeinschaft "Zur alten Strickerei" in Struth
Donnerstag, 17. Dezember 2015, 16:47 Uhr
Menschen, die ein Leben lang für sich selbst gesorgt haben, möchten häufig auch im Alter oder im Falle einer Krankheit ihre Selbstständigkeit erhalten. Viele hegen den großen Wunsch so lange wie möglich, ein selbstbestimmtes Dasein in den eigenen vier Wänden zu führen. Zunehmende Gebrechlichkeit und Unsicherheit machen dies jedoch oftmals undenkbar. Dann stellt sich irgendwann – auch für die Angehörigen – die Frage: Wohin jetzt?
Landrat Harald Zanker im Gespräch mit Thomas Jakobi, dem Leiter des kooperierenden Pflegedienstes und dem Ehepaar Sander (von links). (Foto: Foto: Landratsamt)
Eine Alternative zum klassischen Alters- oder Pflegeheim stellt beispielsweise die Senioren-Wohngemeinschaft dar. Individuell und eigenständig in der Gemeinschaft zu leben, ohne seine Privatsphäre aufzugeben und auf professionelle Betreuung oder Pflege verzichten zu müssen, ist hierbei die Grundidee. Ob ein Schwätzchen auf dem Flur, der Kaffeeklatsch auf der Terrasse, das gemeinsame Kochen, Fernsehen oder Kartenspielen - die Möglichkeiten, den Tag zu gestalten sind verschieden.
Inspiriert durch die eigenen Eltern, überzeugte dieses neue Wohnkonzept auch das Ehepaar Sander aus Lengefeld vor einigen Jahren. Kurzerhand kauften sie 2014 eine ehemalige Werkhalle im Zentrum von Struth und bauten sie binnen eines Jahres in zehn helle und barrierefreie Wohnungen mit eigenen behindertengerechten Bädern und Zugangsbereichen um.
Im Rahmen eines Arbeitsbesuches nutze Landrat Harald Zanker jüngst die Gelegenheit sich die neu sanierten Räumlichkeiten anzusehen und mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen. "Das Herzstück unseres Hauses ist der liebevoll gestaltete Gemeinschaftsraum mit Küche, in dem die Senioren gemeinsam ihre Freizeit genießen und aktiv am täglichen Leben teilnehmen können", so Petra Sander. Mit zwei Bewohnerinnen ist der Anfang erst einmal gemacht. Jetzt sei es allerdings wichtig, derartige Angebote innerhalb der Region bekannt zu machen, waren sich die Anwesenden einig.
Das Betreuungskonzept beinhaltet eine Servicekraft, die sich über mehrere Stunden im Haus befindet und Unterstützung beim Tagesablauf anbietet. Weitere Pflegeleistungen können zusätzlich über einen Pflegedienst in Anspruch genommen werden.
"Auch im ländlichen Raum verändern sich die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen. Es entstehen neue Lebensformen und Haushaltstypen, die die traditionellen Wege ablösen. Um diesen Bedarf zu befriedigen, müssen wohnortnahe Betreuungs-, Pflege- und Alltagsdienstleistungen ausgebaut und neue Wohnformen gefördert werden", ist sich Landrat Harald Zanker sicher.
Theresa Menge, Sachbearbeiterin Tourismusförderung
Autor: red
Landrat Harald Zanker im Gespräch mit Thomas Jakobi, dem Leiter des kooperierenden Pflegedienstes und dem Ehepaar Sander (von links). (Foto: Foto: Landratsamt)
Inspiriert durch die eigenen Eltern, überzeugte dieses neue Wohnkonzept auch das Ehepaar Sander aus Lengefeld vor einigen Jahren. Kurzerhand kauften sie 2014 eine ehemalige Werkhalle im Zentrum von Struth und bauten sie binnen eines Jahres in zehn helle und barrierefreie Wohnungen mit eigenen behindertengerechten Bädern und Zugangsbereichen um.
Im Rahmen eines Arbeitsbesuches nutze Landrat Harald Zanker jüngst die Gelegenheit sich die neu sanierten Räumlichkeiten anzusehen und mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen. "Das Herzstück unseres Hauses ist der liebevoll gestaltete Gemeinschaftsraum mit Küche, in dem die Senioren gemeinsam ihre Freizeit genießen und aktiv am täglichen Leben teilnehmen können", so Petra Sander. Mit zwei Bewohnerinnen ist der Anfang erst einmal gemacht. Jetzt sei es allerdings wichtig, derartige Angebote innerhalb der Region bekannt zu machen, waren sich die Anwesenden einig.
Das Betreuungskonzept beinhaltet eine Servicekraft, die sich über mehrere Stunden im Haus befindet und Unterstützung beim Tagesablauf anbietet. Weitere Pflegeleistungen können zusätzlich über einen Pflegedienst in Anspruch genommen werden.
"Auch im ländlichen Raum verändern sich die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen. Es entstehen neue Lebensformen und Haushaltstypen, die die traditionellen Wege ablösen. Um diesen Bedarf zu befriedigen, müssen wohnortnahe Betreuungs-, Pflege- und Alltagsdienstleistungen ausgebaut und neue Wohnformen gefördert werden", ist sich Landrat Harald Zanker sicher.
Theresa Menge, Sachbearbeiterin Tourismusförderung
