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Der Weltöffentlichkeit vorgestellt

„Mühlhäuser Pyxis“ im Kunstgewerbemuseum Berlin

Montag, 29. Februar 2016, 15:44 Uhr
Am Mittwoch, dem 9.3.2016 um 11 Uhr wird im Kunstgewerbemuseum Berlin die „Mühlhäuser Pyxis“ der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Bodo Ramelow, nimmt an der Präsentation teil und spricht ein Grußwort.

Die „Mühlhäuser Pyxis“ Elfenbein, gedrechselt; Bemalung: Pulvergold, schwarz konturiert; Montierung: Kupferlegierung, vergoldet Arabische Werkstatt auf Sizilien, um 1200 Mühlhäuser Museen, Inv. Nr. IV/2522. (Foto: © Mühlhäuser Museen, Foto: Sophie Hoffmann, Berlin ) Die „Mühlhäuser Pyxis“ Elfenbein, gedrechselt; Bemalung: Pulvergold, schwarz konturiert; Montierung: Kupferlegierung, vergoldet Arabische Werkstatt auf Sizilien, um 1200 Mühlhäuser Museen, Inv. Nr. IV/2522. (Foto: © Mühlhäuser Museen, Foto: Sophie Hoffmann, Berlin )
Die „Mühlhäuser Pyxis“ wurde vom Berliner Kirchenhistoriker Dr. Hartmut Kühne in den Altbeständen der Mühlhäuser Museen entdeckt. Sie galt lange als Schmuckdöschen aus dem 18. Jahrhundert, stellt aber in Wirklichkeit eine arabische Elfenbeinarbeit aus dem frühen 13. Jahrhundert dar. Weltweit sind nur 70 Exemplare derartiger Elfenbeindosen bekannt. Der Sensationsfund befindet sich derzeit zu weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen im Kunstgewerbemuseum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und wird vor seiner Rückkehr ins Kulturhistorische Museum Mühlhausen den Medien präsentiert. Neben dem Ministerpräsidenten werden der Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller, der Berliner Kirchenhistoriker Dr. Hartmut Kühne sowie der stellvertretende Direktor des Kunstgewerbemuseums Berlin, Lothar Lambacher, anwesend sein und Ihnen Rede und Antwort stehen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow würdigt die Bedeutung des Fundes für den Freistaat Thüringen: „Die Mühlhäuser Pyxis ist eine kunsthistorische Sensation und wird ein kulturhistorisches Aushängeschild für Thüringen. Wir liegen seit Jahrhunderten in der Mitte Deutschlands und Europas. Hier kreuzten sich schon im Mittelalter die großen Handels- und Verkehrswege. Hier trafen sich in allen Epochen große Köpfe und hinterließen Spuren. Der Mühlhäuser Fund zeigt, dass wir diese Spuren bis heute noch nicht alle entziffert und gewürdigt haben. Thüringen war und ist ein Ort der Vielfalt und der kulturellen Begegnung. Wir sind stolz darauf, die Mühlhäuser Pyxis in Berlin vorzustellen und freuen uns auf ihre Rückkehr nach Thüringen, wo sie hoffentlich zu einem Magneten für die Besucher des Freistaats wird.

Der Direktor der Mühlhäuser Museen, Thomas T. Müller, lobt die Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Die Zusammenarbeit mit dem Kunstgewerbemuseum Berlin war ausnehmend unkompliziert und sehr kollegial. Wir freuen uns, dass die Mühlhäuser Pyxis in der Hauptstadt ein Podium erhält, das der besonderen kunsthistorischen Bedeutung dieses Fundes gerecht wird. Die herausragende Qualität des außerordentlich gut erhaltenen zeichnerischen Dekors stellen die Mühlhäuser Pyxis in eine Reihe mit einem Walmdachkästchen im Londoner Victoria and Albert Museum und der im New Yorker Metropolitan Museum of Art ausgestellten Pyxis.“

Das Objekt wird ab dem 7.4.2016 wieder in Mühlhausen sein und in der neuen Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum präsentiert.



Autor: red

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