Bad Langensalza
Vier-Sterne-Hotel kann gebaut werden
Montag, 25. April 2016, 07:26 Uhr
Eine geänderte Baugenehmigung zur Errichtung eines Hotel-Resorts samt einem sogenannten Bademantelgang zwischen dem Hotel und der benachbarten Friederikentherme überreichte jetzt Landrat Harald Zanker an Bad Langensalzas Bauamtsleiter Gerrit Haase...
In den Räumlichkeiten des Fachdienstes Bau und Umwelt in Bad Langensalza wurde der Genehmigung erteilt. Bereits im Jahr 2013 wurde eine diesbezügliche Baugenehmigung ausgesprochen. In der jetzigen Version wurden das Maß der baulichen Nutzung, die Außenfassade sowie die Raumaufteilung variiert.
Das Baugrundstück für das künftige Hotel befindet sich in der Parkstraße – unweit der Friederikentherme. Bauherrin ist die Stadtverwaltung der Kurstadt. Der Neubau des Vier-Sterne-Resort-Hotels besteht aus einem massiven dreistöckigen Gebäude in Hufform mit Technikaufbau im mittleren Teil. Den unteren Abschluss bildet das Erdgeschoss, das sich in seiner westlichen Seite zur Parkstraße erstreckt. Die beiden Schenkel des Kubus ragen an den Kopfseiten nach Osten und bilden im Zwischenraum ein Atrium. Das Ober- und Dachgeschoss schließen sich dieser Bauweise an.
Im Erdgeschoss sollen der Empfang, Räumlichkeiten für die Verwaltung, ein Tagungsbereich, die allgemeinen WC-Anlagen, Sozialräume des Personals, und ein Lager zur Ver- und Entsorgung entstehen. Der Bademantelgang schließt am Ende des nördlichen Schenkels an die Therme an. Im Obergeschoss befinden sich fast ausschließlich Gästezimmer, mit Ausnahme von Lagern für Housekeeping. Im Dachgeschoss befinden sich ebenfalls Gästezimmer.
Weiterhin werden ein Restaurant mit Bar und Küche, das 250 Sitzplätze umfasst, sowie die dazugehörigen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten angesiedelt. Insgesamt verfügt das Haus über 126 Zimmer und 6 Suiten.
Das Gebäude hat eine Grundfläche von 3.155 m², eine gewerbliche Nutzfläche von 6.798 m² und eine Baumasse von 23.850 m³. Es besitzt eine Firsthöhe von 19 m. Das Bauvorhaben entsteht im Bebauungsplan für das Gebiet Gartenstadt. Der Standort des Hotels befindet sich auf einer im Bebauungsplan als Sondergebiet ausgewiesenen Fläche. Die verkehrstechnische Erschließung des Standorts ist über die Parkstraße bereits gegeben.
Ende Januar 2016 wurde der Bauantrag bei der unteren Bauaufsichtsbehörde eingereicht. Da das Vorhaben als Sonderbau einzuordnen ist, war eine umfangreiche Beteiligung von Fachbehörden erforderlich. Neben der Beteiligung der Gemeinde wurden 15 weitere Fachbehörden am Vorhaben beteiligt. Im Vorfeld der Einreichung der Unterlagen fand eine Grundsatzberatung unter Leitung des Bürgermeisters der Stadt Bad Langensalza unter Beteiligung des Planungsbüros, des Investors sowie der Genehmigungsbehörde statt. In dieser Beratung wurden Grundsatzfragen der planungs- und bauordnungsrechtlichen Zulässigkeit ebenso geprüft, wie der Umfang der gemäß Thüringer Bauvorlageverordnung einzureichenden Bauantragsunterlagen. Gleichzeitig wurden Hinweise zum Baugenehmigungsverfahren gegeben, die in der Folge konsequent umgesetzt wurden.
Um einen zeitnahen Baubeginn sicherzustellen, wurden bereits vor Erteilung der Baugenehmigung in Abstimmung mit dem Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege Voruntersuchungen auf dem Baugrundstück vorgenommen, da die Liegenschaft als Gesamtanlage – ehemalige Reiterkaserne in der Thamsbrücker Straße mit Einfriedung und Toranlage – in der Denkmalliste des Landes Thüringen eingetragen ist und sich in einem archäologischen Relevanzgebiet befindet, in dem mit archäologischen Befunden gerechnet werden muss. Anhand von Probebohrungen konnten unter Begleitung des zuständigen Gebietsreferenten des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie alle Probleme dahingehend gelöst werden, dass keine Behinderungen während der Bauausführung auftreten werden.
Umfangreiche Abstimmungen wurden unter Verantwortung der Stadt Bad Langensalza mit den Versorgungsträgern geführt (z. B. mit dem Verbandswasserwerk Bad Langensalza, dem Abwasserzweckverband Mittlere Unstrut, den Stadtwerken sowie dem Thüringer Straßenbauamt). Umfangreiche Abstimmungen fanden weiterhin mit dem Betreiber der Therme bezüglich der Einbindung des Hotels in den laufenden Betrieb der Therme statt.
Da bei dem Bauvorhaben bereits im Vorfeld absehbar war, dass ein größerer Kreis von Nachbarn zu beteiligen war, wurde die Nachbarbeteiligung durch die öffentliche Bekanntmachung ersetzt. Diese Form wurde deshalb gewählt, weil sich der Kreis der zu beteiligenden Nachbarn nicht hinreichend genau abgrenzen ließ und um die Einzelbeteiligung durch die öffentliche Bekanntmachung zu ersetzen.
Sehr frühzeitig wurde das Büro Architekten und Ingenieure Walesch + Kiefer sowie das Fachplanungs- und Ingenieurbüro Forner im Zusammenwirken mit der Stadt Bad Langensalza und der Bauaufsichtsbehörde in die Erarbeitung der Bauantragsunterlagen gemäß Bauvorlageverordnung einbezogen. Die nachgeforderten Bauantragsunterlagen wurden kurzfristig eingereicht.
Positiv ausgewirkt hat sich die Einbeziehung der zukünftig am Bau beteiligten Bauunternehmen. Bestimmte Probleme mit beteiligten Fachbehörden konnten in direkter Absprache und zeitnah gelöst werden. So konnte erreicht werden, dass, entsprechend den Vorgaben zum beschleunigten Baugenehmigungsverfahren, vom Tag der Einreichung der Antragsunterlagen bis zur Erteilung der Baugenehmigung nur ein Zeitraum von 11 Wochen in Anspruch genommen wurde.
Mit der erteilten Baugenehmigung wird dem Bauherrn Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Durchführung seines komplexen Vorhabens gegeben. Darüber hinaus erhält der Bauherr auch klare Hinweise bezüglich der Beachtung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften im Rahmen der Baudurchführung.
Die untere Bauaufsichtsbehörde wird auch bei der Bauüberwachung bis zur Nutzungsaufnahme des Vorhabens begleitend und beratend dem Bauherrn und Planungsbüro zur Seite stehen.
Als Vorstandsmitglied des Welterberegion Wartburg Hainich freue ich mich, dass wir einen neuen Partner und Projektgeber für die Region gewinnen konnten und hoffe auf eine fruchtbare Zusammenarbeit im Hinblick auf die touristische Weiterentwicklung unseres Landkreises, so das Fazit von Landrat Harald Zanker.
Autor: redIn den Räumlichkeiten des Fachdienstes Bau und Umwelt in Bad Langensalza wurde der Genehmigung erteilt. Bereits im Jahr 2013 wurde eine diesbezügliche Baugenehmigung ausgesprochen. In der jetzigen Version wurden das Maß der baulichen Nutzung, die Außenfassade sowie die Raumaufteilung variiert.
Das Baugrundstück für das künftige Hotel befindet sich in der Parkstraße – unweit der Friederikentherme. Bauherrin ist die Stadtverwaltung der Kurstadt. Der Neubau des Vier-Sterne-Resort-Hotels besteht aus einem massiven dreistöckigen Gebäude in Hufform mit Technikaufbau im mittleren Teil. Den unteren Abschluss bildet das Erdgeschoss, das sich in seiner westlichen Seite zur Parkstraße erstreckt. Die beiden Schenkel des Kubus ragen an den Kopfseiten nach Osten und bilden im Zwischenraum ein Atrium. Das Ober- und Dachgeschoss schließen sich dieser Bauweise an.
Im Erdgeschoss sollen der Empfang, Räumlichkeiten für die Verwaltung, ein Tagungsbereich, die allgemeinen WC-Anlagen, Sozialräume des Personals, und ein Lager zur Ver- und Entsorgung entstehen. Der Bademantelgang schließt am Ende des nördlichen Schenkels an die Therme an. Im Obergeschoss befinden sich fast ausschließlich Gästezimmer, mit Ausnahme von Lagern für Housekeeping. Im Dachgeschoss befinden sich ebenfalls Gästezimmer.
Weiterhin werden ein Restaurant mit Bar und Küche, das 250 Sitzplätze umfasst, sowie die dazugehörigen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten angesiedelt. Insgesamt verfügt das Haus über 126 Zimmer und 6 Suiten.
Das Gebäude hat eine Grundfläche von 3.155 m², eine gewerbliche Nutzfläche von 6.798 m² und eine Baumasse von 23.850 m³. Es besitzt eine Firsthöhe von 19 m. Das Bauvorhaben entsteht im Bebauungsplan für das Gebiet Gartenstadt. Der Standort des Hotels befindet sich auf einer im Bebauungsplan als Sondergebiet ausgewiesenen Fläche. Die verkehrstechnische Erschließung des Standorts ist über die Parkstraße bereits gegeben.
Ende Januar 2016 wurde der Bauantrag bei der unteren Bauaufsichtsbehörde eingereicht. Da das Vorhaben als Sonderbau einzuordnen ist, war eine umfangreiche Beteiligung von Fachbehörden erforderlich. Neben der Beteiligung der Gemeinde wurden 15 weitere Fachbehörden am Vorhaben beteiligt. Im Vorfeld der Einreichung der Unterlagen fand eine Grundsatzberatung unter Leitung des Bürgermeisters der Stadt Bad Langensalza unter Beteiligung des Planungsbüros, des Investors sowie der Genehmigungsbehörde statt. In dieser Beratung wurden Grundsatzfragen der planungs- und bauordnungsrechtlichen Zulässigkeit ebenso geprüft, wie der Umfang der gemäß Thüringer Bauvorlageverordnung einzureichenden Bauantragsunterlagen. Gleichzeitig wurden Hinweise zum Baugenehmigungsverfahren gegeben, die in der Folge konsequent umgesetzt wurden.
Um einen zeitnahen Baubeginn sicherzustellen, wurden bereits vor Erteilung der Baugenehmigung in Abstimmung mit dem Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege Voruntersuchungen auf dem Baugrundstück vorgenommen, da die Liegenschaft als Gesamtanlage – ehemalige Reiterkaserne in der Thamsbrücker Straße mit Einfriedung und Toranlage – in der Denkmalliste des Landes Thüringen eingetragen ist und sich in einem archäologischen Relevanzgebiet befindet, in dem mit archäologischen Befunden gerechnet werden muss. Anhand von Probebohrungen konnten unter Begleitung des zuständigen Gebietsreferenten des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie alle Probleme dahingehend gelöst werden, dass keine Behinderungen während der Bauausführung auftreten werden.
Umfangreiche Abstimmungen wurden unter Verantwortung der Stadt Bad Langensalza mit den Versorgungsträgern geführt (z. B. mit dem Verbandswasserwerk Bad Langensalza, dem Abwasserzweckverband Mittlere Unstrut, den Stadtwerken sowie dem Thüringer Straßenbauamt). Umfangreiche Abstimmungen fanden weiterhin mit dem Betreiber der Therme bezüglich der Einbindung des Hotels in den laufenden Betrieb der Therme statt.
Da bei dem Bauvorhaben bereits im Vorfeld absehbar war, dass ein größerer Kreis von Nachbarn zu beteiligen war, wurde die Nachbarbeteiligung durch die öffentliche Bekanntmachung ersetzt. Diese Form wurde deshalb gewählt, weil sich der Kreis der zu beteiligenden Nachbarn nicht hinreichend genau abgrenzen ließ und um die Einzelbeteiligung durch die öffentliche Bekanntmachung zu ersetzen.
Sehr frühzeitig wurde das Büro Architekten und Ingenieure Walesch + Kiefer sowie das Fachplanungs- und Ingenieurbüro Forner im Zusammenwirken mit der Stadt Bad Langensalza und der Bauaufsichtsbehörde in die Erarbeitung der Bauantragsunterlagen gemäß Bauvorlageverordnung einbezogen. Die nachgeforderten Bauantragsunterlagen wurden kurzfristig eingereicht.
Positiv ausgewirkt hat sich die Einbeziehung der zukünftig am Bau beteiligten Bauunternehmen. Bestimmte Probleme mit beteiligten Fachbehörden konnten in direkter Absprache und zeitnah gelöst werden. So konnte erreicht werden, dass, entsprechend den Vorgaben zum beschleunigten Baugenehmigungsverfahren, vom Tag der Einreichung der Antragsunterlagen bis zur Erteilung der Baugenehmigung nur ein Zeitraum von 11 Wochen in Anspruch genommen wurde.
Mit der erteilten Baugenehmigung wird dem Bauherrn Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Durchführung seines komplexen Vorhabens gegeben. Darüber hinaus erhält der Bauherr auch klare Hinweise bezüglich der Beachtung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften im Rahmen der Baudurchführung.
Die untere Bauaufsichtsbehörde wird auch bei der Bauüberwachung bis zur Nutzungsaufnahme des Vorhabens begleitend und beratend dem Bauherrn und Planungsbüro zur Seite stehen.
Als Vorstandsmitglied des Welterberegion Wartburg Hainich freue ich mich, dass wir einen neuen Partner und Projektgeber für die Region gewinnen konnten und hoffe auf eine fruchtbare Zusammenarbeit im Hinblick auf die touristische Weiterentwicklung unseres Landkreises, so das Fazit von Landrat Harald Zanker.
