Mühlhausen
175. Synagogen-Jubiläum
Freitag, 29. Juli 2016, 10:17 Uhr
Mit mehreren Veranstaltungen begeht die Stadt Mühlhausen vom 4. bis 7. August das Jubiläum "175 Jahre Mühlhäuser Synagoge". Damit will die Stadt gemeinsam mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und dem Christlich-jüdischen Arbeitskreis im Evangelischen Kirchenkreis Mühlhausen an die Weihe der Synagoge am 6. August 1841 erinnern...
Die Synagogenweihe war vor 175 Jahren ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Emanzipation des Judentums in Mühlhausen, nachdem seit dem 16. Jahrhundert kein eigenes jüdisches Gotteshaus mehr existiert hatte.
Die Geschichte der Synagoge in der Jüdenstraße 24 ist ein Spiegel der bewegten und tragischen Geschichte der jüdischen Bürgerschaft in Mühlhausen. Während des November-Pogroms 1938 wurde die Synagoge geschändet, die bis ins 13. Jahrhundert reichende Geschichte des jüdischen Lebens in Mühlhausen fand mit dem Holocaust ein menschenverachtendes Ende.
Seit den 1990er Jahren bemüht sich die Stadt um Sanierung und Erhalt der im Besitz der jüdischen Landesgemeinde befindlichen Synagoge. Am 9. November 1998, anlässlich des 60. Jahrestages der Pogromnacht, wurde der sanierte Bau erneut eingeweiht.
Zu den Jubiläumsveranstaltungen sind auch hochrangige Vertreter der Landesregierung eingeladen, sowie eine Delegation aus dem israelischen Zichron Ja'akow. Zwischen der nordisraelischen Stadt und Mühlhausen entwickeln sich gegenwärtig freundschaftliche Beziehungen. Zudem werden Nachfahren ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Mühlhausen zu Gast sein.
Den Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen bildet am 4.8. (Donnerstag) um 19 Uhr in der Synagoge (Jüdenstraße 24) ein historischer Vortrag von Martin Sünder. Unter dem Titel "Auf dem Weg zur Mühlhäuser Synagoge von 1841" gibt der Vorsitzende des Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegevereins Mühlhausen Einblicke in die aktuelle Forschung.
175 Jahre Synagoge - Mühlhausen feiert (Foto: Stadt Mühlhausen)
Am 5.8. (Freitag) warten mehrere Veranstaltungen. Jeweils um 14 und 15 Uhr werden in der Synagoge (Jüdenstraße 24) sachkundige Führungen durch die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums angeboten. Im Innenhof musizieren Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule "Johann Sebastian Bach". Die Mühlhäuser und die Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, von diesem kostenfreien Angebot Gebrauch zu machen und die Synagoge als beeindruckendes Denkmal der Stadtgeschichte zu besichtigen. Ab 16 Uhr ist ein Empfang geladener Gäste in der Rathaushalle (Ratsstraße 19) vorgesehen und ab 17:30 Uhr ein gemeinsamer Schabbat-Gottesdienst in der Synagoge (Jüdenstraße 24).
Am 7.8. (Sonntag) erwartet die interessierte Öffentlichkeit ab 17 Uhr ein Konzert in der Synagoge (Jüdenstraße 24). Es spielen die Mühlhäuserin Fötistin Annette Nötzoldt und Alyosha Ryabinow (aus Zichron Ja'akow) am Flügel.
Autor: redDie Synagogenweihe war vor 175 Jahren ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Emanzipation des Judentums in Mühlhausen, nachdem seit dem 16. Jahrhundert kein eigenes jüdisches Gotteshaus mehr existiert hatte.
Die Geschichte der Synagoge in der Jüdenstraße 24 ist ein Spiegel der bewegten und tragischen Geschichte der jüdischen Bürgerschaft in Mühlhausen. Während des November-Pogroms 1938 wurde die Synagoge geschändet, die bis ins 13. Jahrhundert reichende Geschichte des jüdischen Lebens in Mühlhausen fand mit dem Holocaust ein menschenverachtendes Ende.
Seit den 1990er Jahren bemüht sich die Stadt um Sanierung und Erhalt der im Besitz der jüdischen Landesgemeinde befindlichen Synagoge. Am 9. November 1998, anlässlich des 60. Jahrestages der Pogromnacht, wurde der sanierte Bau erneut eingeweiht.
Zu den Jubiläumsveranstaltungen sind auch hochrangige Vertreter der Landesregierung eingeladen, sowie eine Delegation aus dem israelischen Zichron Ja'akow. Zwischen der nordisraelischen Stadt und Mühlhausen entwickeln sich gegenwärtig freundschaftliche Beziehungen. Zudem werden Nachfahren ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Mühlhausen zu Gast sein.
Den Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen bildet am 4.8. (Donnerstag) um 19 Uhr in der Synagoge (Jüdenstraße 24) ein historischer Vortrag von Martin Sünder. Unter dem Titel "Auf dem Weg zur Mühlhäuser Synagoge von 1841" gibt der Vorsitzende des Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegevereins Mühlhausen Einblicke in die aktuelle Forschung.
175 Jahre Synagoge - Mühlhausen feiert (Foto: Stadt Mühlhausen)
Am 5.8. (Freitag) warten mehrere Veranstaltungen. Jeweils um 14 und 15 Uhr werden in der Synagoge (Jüdenstraße 24) sachkundige Führungen durch die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums angeboten. Im Innenhof musizieren Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule "Johann Sebastian Bach". Die Mühlhäuser und die Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, von diesem kostenfreien Angebot Gebrauch zu machen und die Synagoge als beeindruckendes Denkmal der Stadtgeschichte zu besichtigen. Ab 16 Uhr ist ein Empfang geladener Gäste in der Rathaushalle (Ratsstraße 19) vorgesehen und ab 17:30 Uhr ein gemeinsamer Schabbat-Gottesdienst in der Synagoge (Jüdenstraße 24).Am 7.8. (Sonntag) erwartet die interessierte Öffentlichkeit ab 17 Uhr ein Konzert in der Synagoge (Jüdenstraße 24). Es spielen die Mühlhäuserin Fötistin Annette Nötzoldt und Alyosha Ryabinow (aus Zichron Ja'akow) am Flügel.

