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Informations- und Beratungstag in Mühlhausen für Menschen mit Behinderung

Großes Interesse an Beratungen vor Ort

Donnerstag, 01. Dezember 2016, 17:20 Uhr
Heute führte die Agentur für Arbeit Mühlhausen gemeinsam mit dem Jobcenter Unstrut-Hainich-Kreis, dem Integrationsamt und der Deutschen Rentenversicherung einen Beratungstag für Menschen mit Behinderungen durch...


Ein ständiger Zustrom der Besucher prägte das Bild der dreistündigen Veranstaltung. Über 100 Menschen nutzten dieses Angebot, um mit den verschiedenen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen.

„So viele Beratungs- und Informationsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung gibt es nur selten. Normalerweise müssen die Betroffenen jeweils Termine mit den einzelnen Institutionen vereinbaren, um ihre Anliegen besprechen zu können. Uns war es wichtig, dies vor Ort zu bündeln und so ein umfassendes Beratungsangebot zu bieten“, sagte Ina Benad, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Gotha.

Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und des Jobcenters standen für Gespräche zur beruflichen Integration zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber-Service konnten so direkt Vermittlungsvorschläge unterbreitet werden. Das Angebot reichte dabei von Probebeschäftigungen beim Arbeitgeber bis hin zur konkreten Stellenvermittlung.

Melanie Hunger vom Integrationsfachdienst war vom Zulauf überrascht. „Mit so einem großen Andrang hätte ich nicht gerechnet. Vielen Menschen konnten wir Informationen mitgeben, welche Leistungen das Integrationsamt bei der beruflichen Wiedereingliederung leisten kann“, so Melanie Hunger.

Auch Nadine Lange stand im Fokus des Interesses. „Die meisten Fragen gab es zur Erwerbsunfähigkeitsrente und zur Altersrente für Schwerbehinderte. Viele Anfragen zum Thema Rente konnte ich heute beantworten und finde, dass es eine gelungene Veranstaltung war“, sagte Nadine Lange, Mitarbeiterin bei der Deutschen Rentenversicherung.

Im November waren 375 Schwerbehinderte im Unstrut-Hainich-Kreis arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anteil von 8,1 Prozent an allen Arbeitslosen.

Im Unstrut-Hainich-Kreis sind derzeitig 1.016 schwerbehinderte Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. „Leider erfüllen die Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern die gesetzliche Beschäftigungspflicht von Schwerbehinderten nicht. Wer geeignete Fachkräfte sucht, sollte sich diesem Personenkreis nicht verschließen. Menschen mit Behinderungen sind überwiegend gut ausgebildet und hoch motiviert. Die Eignung kann im Vorfeld einer Beschäftigungsaufnahme durch eine Probebeschäftigung im Unternehmen getestet werden. Hinzu kommen zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten der verschiedenen Träger, die von der Einrichtung des Arbeitsplatzes bis zur Zahlung von Lohnzuschüssen gehen“, betonte Ina Benad.

Unternehmen, die sich über die Unterstützungs- und Fördermöglichkeit informieren möchten, steht der Arbeitgeber-Service unter der Telefonnummer 0800 4 5555 20 zur Verfügung.
Autor: red

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