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Älteste Stadtchronik

Chronicon Muhlhusinum restauriert

Montag, 15. Mai 2017, 08:16 Uhr
Fast 400 Jahre lang ging das „Chronicon Muhlhusinum“ durch viele Hände: Für Forschungszwecke und als Teil der Dauerausstellung im Reichstädtischen Archiv war und ist die älteste erhaltene handschriftliche Chronik von großer Bedeutung für die Geschichte der Stadt Mühlhausen...

Diese Beanspruchung ging nicht spurlos an dem laut neuesten Erkenntnissen im Hauptteil Ende des 16. Jahrhunderts entstandenen, 1620 aus losen Seiten gebundenen frühneuzeitlichen Werk vorüber; eine Restaurierung wurde immer dringlicher, um das „Chronicon Muhlhusinum“ für die Nachwelt zu erhalten.

Dank einer großzügigen Spende des ehemaligen Mitarbeiters Bernd Mahr konnte das Stadtarchiv Mühlhausen nun die Verjüngungskur des auch als „Fritzler’sche Chronik“ bekannten Werks in Auftrag geben. Eindrucksvoll umgesetzt wurde die Aufgabe vom Leiter der Buchrestaurierung Leipzig, Christian Roth, durch dessen pflegende Hände erst kurz zuvor die Tischreden Martin Luthers aus den Mühlhäuser Museen gegangen waren.

„Die Unterstützung interessierter Bürgerinnen und Bürger ist von unschätzbarem Wert für die Arbeit mit und an den wertvollen Beständen unseres über 800-jährigen Archivs der ehemaligen Reichsstadt Mühlhausen. Das Engagement von Bernd Mahr ist ein herausragendes Beispiel dafür. Dank seiner Spende steht das ‚Chronicon Muhlhusinum‘ nun wieder in sehr gutem Zustand sicher verwahrt im Magazin des Archivs neben über 50 weiteren chronikalischen Zeugen der Mühlhäuser Geschichte“, so Stadtarchivar Dr. Helge Wittmann.
Autor: red

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