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Polizeibericht

Ermittlungen gestalten sich schwierig

Donnerstag, 01. März 2018, 13:44 Uhr
Nach dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Mühlhausen am Freitagabend, 23. Februar, ermittelt seit Samstagmorgen eine vierköpfige Arbeitsgruppe der Kriminalpolizei in Mühlhausen. Aufgrund der extremen Kälte, der massiven Einsturzgefahr und der immer wieder auflodernden Glutnester gestalteten sich die Ermittlungen zur Brandursache am Wochenende schwierig...

Innerhalb kürzester Zeit hatten sich die Flammen auf das gesamte Wohn-und Geschäftshaus ausgebreitet. Vierzehn Bewohner konnten ihre Wohnungen mit Hilfe der Rettungskräfte, Polizisten und Passanten rechtzeitig verlassen. Sieben Menschen kamen mit Verdacht einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Sie wurden ambulant behandelt.

Die Flammen breiteten sich schnell auf den Dachstuhl und das Nebengebäude aus. Noch während der Löscharbeiten stürzte der Dachstuhl und teilweise auch die Fassade zum Lindenbühl ein. Mittlerweile musste das Gebäude aufgrund akuter Einsturzgefahr abgerissen werden. Im Ober- und Dachgeschoss des Nachbargebäudes befinden sich Räumlichkeiten eines islamischen Kulturvereins und muslimische Gebetsräume. Sie wurden durch das Feuer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Hier erfolgt momentan eine Sicherung vor herabstürzenden Gebäudeteilen.

Aufgrund der extremen Kälte, der massiven Einsturzgefahr und der immer wieder auflodernden Glutnester gestalteten sich die Ermittlungen zur Brandursache am Wochenende schwierig und mussten immer wieder unterbrochen werden. Dennoch stellten die Ermittler mehrere Ausbruchsstellen fest, worauf ein Brandmittelspürhund zum Einsatz kam. Am Montag konnte die Arbeitsgruppe mit Unterstützung eines Brandgutachters ihre Arbeit fortsetzen. Noch am selben Tag wurde der Brandort freigegeben.

Die Ermittlungen, in die auch Kriminalisten des Staatsschutzes eingebunden sind, dauern an. Entgegen anders lautender Meldungen gibt es bislang weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Tat.

Innenminister Georg Maier vom Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales ließ sich noch in der Brandnacht über den Sachstand informieren. Er wird auch weiterhin sofort über neue Ermittlungsergebnisse in Kenntnis gesetzt und regelmäßig auf dem Laufenden gehalten.

Die Ermittler sind weiterhin auf die Bevölkerung angewiesen. Sie suchen dringend nach weiteren Zeugen. Wer mit Hinweisen zur Tataufklärung beitragen kann wird gebeten sich bei der Polizei Mühlhausen unter der Telefonnummer 036014510 zu melden.
Autor: red

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