UNWETTER IM MAI 2018 IN DEUTSCHLAND
Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados (6)
Dienstag, 25. Dezember 2018, 09:28 Uhr
Wie schon in den Jahren zuvor traten auch 2018 deutschlandweit viele extreme Wettersituationen auf, die durch ihre Auswirkungen, nicht nur aufgrund von Hitze und Trockenheit, sondern auch durch Sturm, Starkniederschläge, Blitzschlag, Nebel, Glätte, Hagel und Tornados, direkt oder indirekt zahlreiche Menschenleben forderten. Im vierten Teil beleuchten wir April 2018...
Zunehmende Trockenheit in Süddeutschland bereitet Getreidebauern und Winzern Sorge. Vor allem dem Weizen schadete die Trockenheit schwer. Platzregen, mehrere Zentimeter großer Hagel und Windböen bis 100 Kilometer in der Stunde sorgten am 10. in einigen Teilen Deutschlands für Überschwemmungen. In Lohbrügge (HH) und in Oststeinbek (SH) mussten jeweils ein Wohnhaus evakuiert werden, da Einsturzgefahr bestand.
Zahlreiche Gebäude wurden ausgepumpt. Mancherorts fiel der Strom aus. Die Verkehrsbehinderungen waren erheblich. Aus Quickborn werden Hagelkörner mit einem Durchmesser von 5 cm gemeldet. Auch der Bereich Goslar (NI) war mit mehr als 100 Litern Niederschlag betroffen. Geröll und Schlamm auf der Fahrbahn behinderte den Verkehr. In Goslar wurden viele Fahrzeuge durch Hagelkörner so groß wie Golfbälle beschädigt. Betroffen war ebenfalls Lüneburg (NI).
Auf der Rhön war der Hagel so heftig, dass der Winterdienst die Straßen räumen musste. Auch hier waren Fahrbahnen überflutet. Ähnlich auch im Stadt- und Landkreis Schweinfurt. Am 13. tobten Unwetter in Teilen Hessens und Niedersachsens. In Osnabrück wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Bei Blitzschlag wurden zwei Feldflächen in Brand gesetzt. Der Abschluss eines dreitägigen Konzerts fiel aus. In
Ostfriesland wurde vermutlich ein Wohnhaus durch Blitzschlag in Brand gesetzt.
Umgestürzte Bäume blockierten die Bahnstrecke bei Osnabrück, die A30 musste hier zeitweise gesperrt werden. Im Vogelsbergkreis (HE) wälzten sich einige Wasser- und Schlammmassen hangabwärts auch auf die Fahrbahnen. Dabei traf es die Orte Feldatal und Köddingen (HE) besonders hart. Auf dem Flughafen Köln-Bonn wurden Flüge gestrichen. Im Norden Saarlands wurden Straßen mit Wasser und Schlamm überflutet. Wegen eines Gewitters mit Starkregen wurden am 14. zahlreiche Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen abgesagt. Betroffen waren Südhessen, Teile von Rheinland-Pfalz, Teile des Saarlandes und Baden-Württembergs, sowie der Süden Bayerns. Am 15. entwurzelte eine Gewitterböe einen großen Baum in Frankfurt-Sachsenhausen - er fiel gegen eine Hausfassade.
Ein eindrucksvoller Tornado fegte am 16. gleich über mehrere kleine Ortschaften im Landkreis Viersen (NRW). zwei Personen wurden verletzt und 50 Häuser schwer beschädigt. Bei weiteren Gewittern in NRW wurden aufgrund umgestürzter Bäume zahlreiche Straßen unpassierbar. Am 20. wurden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Straßen und Wanderwege wegen des starken Niederschlages gesperrt, Keller liefen voll. Eine Mure ging auf der Verbindungsstraße von Grafenaschau nach Schwaigen ab.
Starker Hagel auch bei Krün (BY). Ein 22 Jahre alter Wanderer wurde am 21. in den bayerischen Alpen vom Blitz getroffen, sein 23 Jahre alter Begleiter wurde verletzt. Währenddessen stieg im Norden und Osten Deutschlands die Waldbrandgefahr. In Körbelitz (ST) wollte ein Mann mit Feuer Unkraut beseitigen. Durch die große Trockenheit verbrannte er versehentlich 2 Hektar Wald. Zwischen der Lüneburger Heide und der Oder wurde wegen der Waldbrandgefahr das Betreten der Wälder untersagt.
Während sich die Trockenheit im Norden und im Nordosten Deutschlands verschärfte, wurden aus dem Süden und der Mitte Deutschlands weitere schwere Unwetter gemeldet. Vor allem in Hessen, NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ober-Ohmen, ein kleiner Ort im Vogelsberg (HE), stand völlig unter Wasser. Am Frankfurter Flughafen wurden mehr als 100 Starts und Landungen gestrichen.
Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll, Schlammlawinen lösten sich. Selfkant (Lk. Heinsberg- NRW) wurde mit voller Wucht getroffen: Der Ort war in wenigen Minuten überflutet. Am 23. war Rheinland-Pfalz, Südhessen, Nordbayern sowie Thüringen von Unwettern betroffen. In Hallstadt bei Bamberg fielen in 40 Minuten rund 120 mm Niederschlag. Diese überfluteten die Straßen und Keller, brachten Schlammlawinen mit. Unter anderem waren das Vogtland und Sachsen am 24. von Unwettern schwer getroffen worden.
Schlamm und Geröll aus den Feldern wurden auf die Fahrbahnen und Gleise gespült und Keller liefen voll. Auch der Landkreis Cham (BY) wurde schwer getroffen. Ein Blitz schlug in das Gebäude einer Tankstelle ein. Am 25. wurden Ostbayern und Teile Frankens von Unwettern heimgesucht. In Zwiesel (BY) wurde ein Gully hochgedrückt, Pflastersteine wurden herausgespült und der Fahrbahnbelag auf 30 Metern beschädigt. Am 27. erneut schwere Unwetter in Teilen Deutschlands: Dabei werden ganze Ortschaften unter Wasser gesetzt, reißende Fluten mit Schlamm und Geröll flossen durch die Straßen.
In Bochum wurden zwei Frauen von Blitz getroffen, Hagelmassen mussten mit Radladern geräumt werden. In einigen Gebieten gab es Katastrophenalarm. Besonders betroffen waren: der Norden Hessens und der Süden von Rheinland-Pfalz. Am 29. wurden das Sauerland und das Bergische Land von einem Unwetter heimgesucht. Besonders betroffen waren die Regionen Wuppertal und Aachen. In der Intensivstation einer Klinik drang Wasser ein, ein Tankstellendach knickte weg und beschädigte mehrere Fahrzeuge. Straßen und Gleise wurden überflutet.
Am 30. wurden Hitzeschäden auf den Autobahnen in
Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gemeldet. Es folgten Ernteschäden in mehreren Regionen. In Niedersachsen wurde der Wassernotstand ausgerufen. Unwetter in Sachsen und Baden-Württemberg: Ein Blitz schlug in Freiburg in ein Sonnenschirm ein und verletzte 2 Personen. Durch eine Windböe wurde ein Maibaum auf ein Haus geworfen. Hohe Schäden am 31. aufgrund von Blitzeinschlägen, Überflutungen, Schlammlawinen und Hangrutschungen in Ostbayern. Konnersreuth wurde in einer Woche zweimal erwischt. Auch in Baden-Württemberg und NRW gingen Unwetter nieder.
Autor: redZunehmende Trockenheit in Süddeutschland bereitet Getreidebauern und Winzern Sorge. Vor allem dem Weizen schadete die Trockenheit schwer. Platzregen, mehrere Zentimeter großer Hagel und Windböen bis 100 Kilometer in der Stunde sorgten am 10. in einigen Teilen Deutschlands für Überschwemmungen. In Lohbrügge (HH) und in Oststeinbek (SH) mussten jeweils ein Wohnhaus evakuiert werden, da Einsturzgefahr bestand.
Zahlreiche Gebäude wurden ausgepumpt. Mancherorts fiel der Strom aus. Die Verkehrsbehinderungen waren erheblich. Aus Quickborn werden Hagelkörner mit einem Durchmesser von 5 cm gemeldet. Auch der Bereich Goslar (NI) war mit mehr als 100 Litern Niederschlag betroffen. Geröll und Schlamm auf der Fahrbahn behinderte den Verkehr. In Goslar wurden viele Fahrzeuge durch Hagelkörner so groß wie Golfbälle beschädigt. Betroffen war ebenfalls Lüneburg (NI).
Auf der Rhön war der Hagel so heftig, dass der Winterdienst die Straßen räumen musste. Auch hier waren Fahrbahnen überflutet. Ähnlich auch im Stadt- und Landkreis Schweinfurt. Am 13. tobten Unwetter in Teilen Hessens und Niedersachsens. In Osnabrück wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Bei Blitzschlag wurden zwei Feldflächen in Brand gesetzt. Der Abschluss eines dreitägigen Konzerts fiel aus. In
Ostfriesland wurde vermutlich ein Wohnhaus durch Blitzschlag in Brand gesetzt.
Umgestürzte Bäume blockierten die Bahnstrecke bei Osnabrück, die A30 musste hier zeitweise gesperrt werden. Im Vogelsbergkreis (HE) wälzten sich einige Wasser- und Schlammmassen hangabwärts auch auf die Fahrbahnen. Dabei traf es die Orte Feldatal und Köddingen (HE) besonders hart. Auf dem Flughafen Köln-Bonn wurden Flüge gestrichen. Im Norden Saarlands wurden Straßen mit Wasser und Schlamm überflutet. Wegen eines Gewitters mit Starkregen wurden am 14. zahlreiche Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen abgesagt. Betroffen waren Südhessen, Teile von Rheinland-Pfalz, Teile des Saarlandes und Baden-Württembergs, sowie der Süden Bayerns. Am 15. entwurzelte eine Gewitterböe einen großen Baum in Frankfurt-Sachsenhausen - er fiel gegen eine Hausfassade.
Ein eindrucksvoller Tornado fegte am 16. gleich über mehrere kleine Ortschaften im Landkreis Viersen (NRW). zwei Personen wurden verletzt und 50 Häuser schwer beschädigt. Bei weiteren Gewittern in NRW wurden aufgrund umgestürzter Bäume zahlreiche Straßen unpassierbar. Am 20. wurden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Straßen und Wanderwege wegen des starken Niederschlages gesperrt, Keller liefen voll. Eine Mure ging auf der Verbindungsstraße von Grafenaschau nach Schwaigen ab.
Starker Hagel auch bei Krün (BY). Ein 22 Jahre alter Wanderer wurde am 21. in den bayerischen Alpen vom Blitz getroffen, sein 23 Jahre alter Begleiter wurde verletzt. Währenddessen stieg im Norden und Osten Deutschlands die Waldbrandgefahr. In Körbelitz (ST) wollte ein Mann mit Feuer Unkraut beseitigen. Durch die große Trockenheit verbrannte er versehentlich 2 Hektar Wald. Zwischen der Lüneburger Heide und der Oder wurde wegen der Waldbrandgefahr das Betreten der Wälder untersagt.
Während sich die Trockenheit im Norden und im Nordosten Deutschlands verschärfte, wurden aus dem Süden und der Mitte Deutschlands weitere schwere Unwetter gemeldet. Vor allem in Hessen, NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ober-Ohmen, ein kleiner Ort im Vogelsberg (HE), stand völlig unter Wasser. Am Frankfurter Flughafen wurden mehr als 100 Starts und Landungen gestrichen.
Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll, Schlammlawinen lösten sich. Selfkant (Lk. Heinsberg- NRW) wurde mit voller Wucht getroffen: Der Ort war in wenigen Minuten überflutet. Am 23. war Rheinland-Pfalz, Südhessen, Nordbayern sowie Thüringen von Unwettern betroffen. In Hallstadt bei Bamberg fielen in 40 Minuten rund 120 mm Niederschlag. Diese überfluteten die Straßen und Keller, brachten Schlammlawinen mit. Unter anderem waren das Vogtland und Sachsen am 24. von Unwettern schwer getroffen worden.
Schlamm und Geröll aus den Feldern wurden auf die Fahrbahnen und Gleise gespült und Keller liefen voll. Auch der Landkreis Cham (BY) wurde schwer getroffen. Ein Blitz schlug in das Gebäude einer Tankstelle ein. Am 25. wurden Ostbayern und Teile Frankens von Unwettern heimgesucht. In Zwiesel (BY) wurde ein Gully hochgedrückt, Pflastersteine wurden herausgespült und der Fahrbahnbelag auf 30 Metern beschädigt. Am 27. erneut schwere Unwetter in Teilen Deutschlands: Dabei werden ganze Ortschaften unter Wasser gesetzt, reißende Fluten mit Schlamm und Geröll flossen durch die Straßen.
In Bochum wurden zwei Frauen von Blitz getroffen, Hagelmassen mussten mit Radladern geräumt werden. In einigen Gebieten gab es Katastrophenalarm. Besonders betroffen waren: der Norden Hessens und der Süden von Rheinland-Pfalz. Am 29. wurden das Sauerland und das Bergische Land von einem Unwetter heimgesucht. Besonders betroffen waren die Regionen Wuppertal und Aachen. In der Intensivstation einer Klinik drang Wasser ein, ein Tankstellendach knickte weg und beschädigte mehrere Fahrzeuge. Straßen und Gleise wurden überflutet.
Am 30. wurden Hitzeschäden auf den Autobahnen in
Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt gemeldet. Es folgten Ernteschäden in mehreren Regionen. In Niedersachsen wurde der Wassernotstand ausgerufen. Unwetter in Sachsen und Baden-Württemberg: Ein Blitz schlug in Freiburg in ein Sonnenschirm ein und verletzte 2 Personen. Durch eine Windböe wurde ein Maibaum auf ein Haus geworfen. Hohe Schäden am 31. aufgrund von Blitzeinschlägen, Überflutungen, Schlammlawinen und Hangrutschungen in Ostbayern. Konnersreuth wurde in einer Woche zweimal erwischt. Auch in Baden-Württemberg und NRW gingen Unwetter nieder.
