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Unstrut-Hainich-Kreis

Mehr Frauen als Männer beschäftigt

Donnerstag, 07. März 2019, 10:10 Uhr
Am 8. März ist der Internationale Frauentag. Anlass genug, auf die Frauen in der Arbeitswelt einen Blick zu werfen...


Im Unstrut-Hainich-Kreis gehen 36.222 Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. 51 Prozent von ihnen sind Frauen. Damit ist der Beschäftigungsanteil der Frauen im Unstrut-Hainich-Kreis höher als der der Männer. 62 Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter gehen im Kreis einer Beschäftigung nach. Damit liegt sie deutlich über der bundesweiten Quote (55 Prozent).

„Der hohe Anteil der beschäftigten Frauen im Unstrut-Hainich-Kreis spiegelt die Wirtschaftsstruktur des Kreises wider. Gerade im Gesundheits- und Sozialbereich sind viele Frauen beschäftigt. Die vielen Kliniken und Kureinrichtungen im Kreis beschäftigen vor allem Frauen“, sagte Ina Benad, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.

Durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt wird die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung immer wichtiger. Mit dem neuen Qualifizierungschancengesetz kann die Agentur für Arbeit Gotha neben arbeitslosen auch beschäftigte Menschen bei der Qualifizierung finanziell unterstützen. Dabei spielt die Qualifizierung von Frauen eine große Rolle. Gerade nach einer längeren beruflichen Pause können berufliche Weiterbildungen notwendig sein. Die Arbeitsagentur Gotha hat im vergangenen Jahr insgesamt 185 Frauen bei einer beruflichen Weiterbildung finanziell unterstützt. So wurden im Jahr 2018 im Unstrut-Hainich-Kreis
  • 23 berufliche Weiterbildungen mit Abschluss,
  • 20 Umschulungen
  • 121 sonstige berufliche Weiterbildungen
  • 18 Existenzgründungen
von Frauen gefördert.

Arbeitszeit
Neben der Qualifizierung bildet die Teilzeitbeschäftigung eine wichtige Fachkräfteressource. Im Unstrut-Hainich-Kreis arbeiten 9.514 Menschen in Teilzeit. Diese wird überwiegend von Frauen ausgeübt. 85 Prozent der Teilzeitjobs werden von Frauen besetzt. „Teilzeitjobs sind für Frauen typisch. Sie bringen damit Beruf und Familie unter einen Hut. Neben gewollter Teilzeit ist aber auch ungewollte Teilzeit vorhanden. Hier schlummern personelle Ressourcen für die Unternehmen. Wenn Teilzeit in Vollzeit umgewandelt wird, stehen die Mitarbeiterinnen dem Unternehmen länger zur Verfügung, ohne das zusätzliches Personal eingestellt und eingearbeitet werden muss“, betont Ina Benad.

Arbeitslosigkeit
Frauen sind von der Arbeitslosigkeit nicht so stark betroffen wie Männer. Im Februar waren 1.768 Frauen im Unstrut-Hainich-Kreis arbeitslos gemeldet. Damit lag der Anteil der arbeitslosen Frauen im Februar bei 43 Prozent.
Autor: red

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