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Ausländer in Thüringen:

Anteil ist um acht Prozent gestiegen

Montag, 15. April 2019, 10:23 Uhr
in Thüringen 2018 um rund acht Prozent angestiegen Nach einer Auswertung des Ausländerzentralregisters (AZR)1) lebten am 31. Dezember 2018 in Thüringen 108 785 ausländische Personen aus rund 150 Staaten. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 7 830 Personen oder 7,8 Prozent mehr als noch Ende des Jahres 2017...

Grafik (Foto: TLS)
Die Zahl der in Thüringen lebenden ausländischen Personen stieg somit erstmals seit 2011 nicht mehr im zweistelligen Prozentbereich. Nach Kontinenten gegliedert lagen die Europäer mit 56 365 Personen bzw. einem Anteil von 51,8 Prozent an der Gesamtausländerzahl im Jahr 2018 an der Spitze.

Unter ihnen waren 40 485 EU-Bürger. 15 880 Personen kamen aus den anderen europäischen Staaten. Weitere 41 845 Personen oder 38,5 Prozent der in Thüringen lebenden Ausländer kamen aus Asien, 6 300 Personen aus Afrika (5,8 Prozent), 2 510 Personen kamen aus Nord-, Mittel- oder Südamerika (2,3 Prozent) und rund 100 Personen aus Australien einschließlich Ozeanien (0,1 Prozent). Bei 1 665 Personen (1,5 Prozent) ist die Staatsangehörigkeit ungeklärt oder die Personen gelten als staatenlos. Die syrischen Staatsangehörigen bildeten laut dem AZR im Jahr 2018 mit 16 195 Personen (14,9 Prozent) die größte Gruppe unter den in Thüringen lebenden Ausländern. Es folgen Polen mit 11 560 Personen bzw. 10,6 Prozent, Rumänien (8 205 Personen bzw. 7,5 Prozent), Afghanistan (7 250 Personen bzw. 6,7 Prozent) und der Irak (4 605 Personen bzw. 4,2 Prozent).

Im Landkreis Nordhausen lebten Ende vergangenen Jahres 3.700 Ausländer (2017=3.685, 2016=3.230), im Landkreis Eichsfeld 3.510 (2017=3.240, 2016=3.065), im Kyffhäuserkreis 2.215 (2017=2.250, 2016=2.330) und im Unstrut-Hainich-Kreis 3.795 (2017=3.710, 2016=3.455)

Das Durchschnittsalter aller in Thüringen lebenden Ausländer betrug 2018 laut AZR 30,8 Jahre. 35 605 Personen (32,7 Prozent) der ausländischen Bevölkerung waren verheiratet und 58 380 Personen (53,7 Prozent) ledig. Von den verheirateten ausländischen Personen lebten 6 070 (17,0 Prozent) mit einem deutschen Ehepartner zusammen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 6,3 Jahre.

Absolut nach Kreisen betrachtet lebten am 31.12.2018 mit 18 075 nichtdeutschen Personen die meisten in der kreisfreien Stadt Erfurt, gefolgt von Jena mit 11 195 Personen und dem Landkreis Gotha mit 8 730 Personen. Die wenigsten Ausländer lebten laut AZR im Landkreis Sömmerda mit 1 885 Personen, gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis (2 190 Personen) und dem Landkreis Hildburghausen (2 210 Personen).

Das Ausländerzentralregister (AZR) wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt (Registerbehörde). Es unterstützt durch die Speicherung und Übermittlung der im Register gespeicherten Daten von Ausländern die mit der Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Vorschriften betrauten Behörden und andere öffentliche Stellen.

Alle Zahlen des Berichtsjahres 2018 wurden einem Geheimhaltungsverfahren unterzogen, bei dem alle Fallzahlen auf das nächstgelegene Vielfache von 5 gerundet wurden. Infolgedessen können bei Summenbildung Differenzen auftreten.
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