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Bad Langensalza würdigte die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft

Würdevolles Gedenken am Volkstrauertag

Sonntag, 14. November 2021, 11:45 Uhr
Zum ehrenden Gedenken anlässlich des Volkstrauertages versammelten sich heute im Jacobifeld Vertreter der Stadtverwaltung, der Gothaer Partnerkompanie der Bundeswehr und Langensalzaer Bürger am Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Festreden brachten Ehrung, Mahnung und Warnung zum Ausdruck, auf dass künftig solche Urkatastrophen wie die beiden Weltkriege ausblieben …

Bürgermeister Reinz und Major Zwick heute Morgen am Ehrenmal (Foto: oas) Bürgermeister Reinz und Major Zwick heute Morgen am Ehrenmal (Foto: oas)

Major Zwick, Kompaniechef der in Gotha stationierten Partnerkompanie der Rosenstadt, war es vorbehalten nach einleitenden Volksmusikklängen des Jugendblasorchesters Nägelstedt und ersten Gedichten der Schüler des Salza-Gymnasiums in seiner Rede an die getöteten Söhne der Stadt in beiden Weltkriegen zu erinnern. Fünfzig Einwohner ließen im ersten Weltkrieg und zwanzig im zweiten als Soldaten ihr Leben. Zwick wies auf die Entwicklungen seit dieser Zeit hin, in der aus Feinden an den Westfronten Verbündete im Kampf um den Weltfrieden wurden.

„Frieden zu schaffen über den Gräbern der Kriege“ sei das Ziel der Bundeswehr, die mithelfen wolle, dass sich solche Urkatastrophen nicht wiederholen könnten. Gleichzeitig mahnte der Major eine wehrhafte Demokratie an, die ihre Errungenschaften und den Frieden stets aufs neue verteidigen müsse.

Nach weiteren Beiträgen der Bläser und der Salza-Gymnasiasten ergriff Bürgermeister Matthias Reinz das Wort und verdeutlichte anhand der dramatischen Opferzahlen des zweiten Weltkrieges die Verantwortung, die unsere Generation heute trägt. Aber auch der Vertriebenen und Entwurzelten, die im Verlaufe schrecklicher Kriege ihre Heimat verloren, gedachte das Stadtoberhaupt. „Erinnerung ist der Kampf gegen das Vergessen und gegen die Wiederholung der Geschichte“, sagte Reinz vor den knapp dreißig Zuhörern am Ehrenmal. Er verwies angesichts der Delegation aus Gotha auf den Dienst der Bundeswehrsoldaten, die in den verschiedensten Ländern an friedenssichernden Einsätzen beteiligt seien. Matthias Reinz wünschte ihnen, gesund und unversehrt zum ihren Familien zurückkehren zu können.

Kränze zum Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften (Foto: oas) Kränze zum Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften (Foto: oas)

Im Laufe der Gedenkwoche "Tod und Trauer" wird morgen Abend (15. November um 19.30 Uhr) im Burgtheater der Film "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gezeigt. Am Dienstag (16. November um 19 Uhr) findet im Erprobungsraum eine Gesprächsabend zum Thema "Behütet sterben"mit dem Palliativmediziner Dr. Thomas Levi und der Trauerrednerin Mary Fischer statt und am Mittwoch (17. November ab 10 Uhr) stellt auf dem Wochenmarkt vor dem Erprobungsraum der Malteser Hilfsdienst seine Hospizarbeit vor. Den Abschluss der Veranstaltungen zur Gedenkwoche bildet am Donnerstagabend (18. November um 19 Uhr) ein literarischer Abend wiederum im Erprobungsraum.
Autor: osch

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