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AOK übernimmt die Kosten für empfohlene Reiseimpfungen

Gut geschützt in den Urlaub

Sonntag, 24. April 2022, 11:38 Uhr
Sommerzeit ist Reisezeit. Dann zieht es auch wieder viele Sachsen und Thüringer in die Ferne, denn die mit der Coronapandemie einhergehenden Reisebeschränkungen sind aufgehoben. Wer einen Urlaub im Ausland plant, sollte frühzeitig den Impfschutz prüfen...

Gerade für Fernreisen sind besondere Reiseschutzimpfungen sinnvoll und teilweise sogar vorgeschrieben. Diese waren in den vergangenen beiden Jahren deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zu 2019 sank ihre Zahl im ersten Pandemiejahr um 51 Prozent, in 2021 sogar um knapp 75 Prozent.

Je nachdem, wohin die Reise geht, sind generell empfohlene oder womöglich vorgeschriebene Impfungen zu beachten. Zu den gängigen Reiseschutzimpfungen gehören Tollwut, Typhus sowie Hepatitis A und B. Weitere typische Impfungen vor Reiseantritt sind beispielsweise die gegen Cholera, Gelbfieber und Meningokokken. Bei Reisen in tropische oder suptropische Regionen ist eine Malaria-Vorbeugung mit Medikamenten sinnvoll. Dafür übernimmt die AOK PLUS die Kosten für Arzneimittel.

"Wir empfehlen, sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt mit dem Arzt zu besprechen, ob der Impfschutz für die Reise ausreichend ist. Oft müssen zwischen den erforderlichen Impfungen gewisse Abstände eingehalten werden, um einen wirksamen Schutz aufzubauen", sagt Robert Otto, Diplompharmazeut von der Expertenberatung der AOK PLUS und fügt hinzu: "Zudem sollte bei der Gelegenheit auch gleich der Standardimpfschutz mit geprüft werden." 

Risiko: Asiatische Tigermücke
Normalerweise in den Tropen heimisch, breitet sich die Asiatische Tigermücke seit einigen Jahren auch in Südeuropa aus und ist bereits in Teilen Deutschlands anzutreffen. Das tagaktive, schwarz-weiß gemusterte Insekt gilt als besonders gefährlich, da es zahlreiche Tropenkrankheiten, darunter das Zika-Virus, übertragen kann. Bei Reisen nach Afrika und Asien, aber auch in die gefährdeten europäischen Länder Italien und Griechenland ist deshalb besondere Vorsicht geboten.

Robert Otto unterstreicht: "Weder existieren bislang gegen alle Infektionen Impfstoffe noch versprechen Impfungen einen 100-prozentigen Schutz. Dennoch reduzieren sie das Risiko lebensgefährlich zu erkranken deutlich. Wichtig ist, auf Reisen immer aufmerksam und vorsichtig zu sein.“

Schutz vor Erkrankungen
Zum Schutz vor der Asiatischen Tigermücke und anderen Stechmücken wird empfohlen, sowohl am Tag als auch nachts ein wirksames Insektenschutzmittel zu benutzen. Zudem sollte lange, dichte und helle Kleidung getragen werden.

Um das Risiko anderer Erkrankungen wie Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren, gilt auf Reisen die Empfehlung, nur gekochte oder geschälte Nahrungsmittel zu konsumieren und Getränke aus verschlossenen Flaschen und ohne Eiswürfel zu sich zu nehmen. Auch zum Zähneputzen sollte in Risikogebieten lieber Mineralwasser oder abgekochtes Wasser statt Leitungswasser verwendet werden. Gleiches gilt beim Waschen von Obst und Gemüse.
Autor: red

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