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Fußball

Preußen müssen gegen Schleiz einstecken

Sonntag, 20. Oktober 2024, 10:39 Uhr
Zum dritten Mal in Folge verloren die Preußen gegen den einstigen Lieblingskontrahenten in Schleiz. Eine Niederlage, welche aufgrund der Chancenvorteile vor allem in der ersten Halbzeit unnötig war...

In den ersten Spielminuten dachte Bad Langensalzas Team zunächst, dass Schiedsrichter Linß nur für den Gastgeber pfeifen würde. Der Unparteiische fand aber bald seine Souveränität und auch die weitgereiste Elf aus dem UH-Kreis kam besser ins Spiel. Langensalzas Jungs erspielten sich Chancen im Minutentakt. Reinhold ging nach feinem Pass von Engel auf den Keeper zu, kam aber eine Fußspitze zu spät an den Ball.

Auch Noaks, Engels und Seidels Schüsse fanden nicht den Weg zum Erfolg, Reinholds energischer Abschluss ging drüber und Seidels Freistoß fand keinen Abnehmer – das alles binnen 20 Minuten. Danach neutralisierte sich die Partie und nahm erst kurz vor der Halbzeit wieder Fahrt auf. Preußens Mannen vergaben die wohl beste Chance, als Seidel über links davon zog und in die Mitte auf Noak legte. Er zog leider einen Tick zu früh ab und schlenzte die Kugel über den Kasten.

Im Umkehrspiel kam die alte Fußballweisheit hervor. Wenn du sie vorn nicht machst, klingelt es hinten. Schleiz spielte es schnell und trieb den Ball in den Strafraum der Preußen. Meijer stand zwar im ungünstigen Winkel zum Tor, bugsierte das Leder aber mit scharfen Schuss zwischen Preußen-Keeper Patzer und dem Pfosten in die Maschen.

In Anbetracht der anfänglichen Dominanz ein echter Nackenschlag für die Formation der Gäste und es hätte vor der Pause noch schlimmer kommen können. Sá schoss aus spitzem Winkel vorbei und Preußens Rückhalt reagierte in einer Schleizer Doppelchance jeweils glänzend. Als Sluga drüber zielte, musste die Mannschaft des FSVP froh sein, dass es nur 0:1 aus eigener Sicht stand, wobei die Fülle an Torchancen auch ein Resultat von 3:3 oder 4:4 ermöglicht hätte.

Der zweite Durchgang wurde dann etwas taktischer und beide Teams agierten entschlossener gegen den Ball. Entsprechend weniger Tormöglichkeiten ergaben sich. Einziges Highlight aus Sicht der Gäste war der 25-Meter-Kracher von Linz, welcher ans Lattenkreuz sprang. Den Nachschuss verpasste Yoro, aber Reinhold bewies seinen Torinstinkt und staubte ab zum Ausgleich. Eine Euphorie entstand anschließend jedoch nicht bei der Truppe von Coach Thomas Wirth. Ein richtiger Leitwolf fehlte und der Siegtreffer von Schleiz wurde viel zu billig kassiert.

Die Hausherren, welche wahrlich nicht überragten, aber über ihre physische Stärke und die Mentalität kamen, erzeugten eine Überzahl im Preußen-Strafraum. Von der Grundlinie flankten die Gastgeber ungestört auf den zweiten Pfosten und hier hielt Beyer unbedrängt den Kopf zum 2:1 hin. Ein ziemlich naives Gegentor aus Sicht der Gäste, welches zwar passieren kann, aber dann sollte im Vorwärtsgang die Effektivität deutlich größer sein, denn in den abschließenden 25 Minuten entwickelte die schwarz-weiße Offensive keine zwingende Gefahr mehr.

Am Ende war es der erwartet knappe Ausgang zwischen zwei Leidensgenossen der letzten Wochen. Ziemlich ärgerlich, dass Bad Langensalzas Jungs sich für den hohen Aufwand nicht wenigstens mit einem Punkt belohnten und die weite Heimfahrt mit leeren Händen antreten mussten. Doch die Preußen geben nicht auf und hoffen gegen Nordhausen wieder auf den einen oder anderen Zähler.
Markus Fromm

Tore: 1:0 Majer (41.), 1:1 Reinhold (61.), 2:1 Beyer (68.)

Zuschauer: 160

Preußen: Patzer, Meißner, Dolzer, Harnisch, Rösener, Linz, Engel (57. Yoro), Fernschild, Seidel (57. Harbauer), Noak (81. Schaffel), Reinhold (72. Prager)
Autor: red

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