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Nabu Thüringen

Unterstützung für Weidetierhalter gefordert

Dienstag, 11. Februar 2025, 09:20 Uhr
Der NABU Thüringen freut sich über ein neues Wolfsterritorium im Hainich und kritisiert Ambitionen des neuen Thüringer Umweltministers Tilo Kummer, Wölfe abschießen zu wollen. Mit einem neuen Wolfspaar im Hainich ist nun ein weiteres Wolfsterritorium in Thüringen durch das Kompetenzzentrum Wolf-Biber-Luchs im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten bestätigt worden...



Der NABU Thüringen zeigt sich nach dieser Meldung zuversichtlich: „Die jahrelangen Bemühungen des ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutzes zahlen sich allmählich aus", so Silvester Tamás vom NABU Thüringen. „Der Freistaat hat noch reichlich Platz für Wölfe und ist mit der Richtlinie Wolf und Luchs für die Förderung von Präventionsmaßnahmen im Herdenschutz vorbildlich für die Rückkehr der Wölfe in ihre alte Heimat aufgestellt."



Allerdings gibt es laut NABU Thüringen noch Handlungsbedarf dort, wo Weidetiere nur unzureichend oder gar nicht geschützt sind. Mit unzureichendem Schutz kann es wiederholt zu Übergriffen durch Wölfe kommen. „Wir erwarten vom neuen Umweltminister Tilo Kummer, mehr Einsatz bei der Unterstützung im Herdenschutz nach Förderrichtlinie für die betroffenen Weidetierhalter zu zeigen, anstatt auf Scheinlösungen durch Wolfsabschüsse zu setzen.

Abschüsse werden nichts bringen, denn Wölfe werden immer wieder kommen und sich an der ungeschützten, vermeintlich leichten Beute auf den Weiden versuchen. Thüringen hat bereits seit 2015 mit den ersten Fördermöglichkeiten im Herdenschutz den richtigen Weg eingeschlagen und gezeigt, dass effektive Herdenschutzmaßnahmen Wirkung entfalten können und damit eine Koexistenz von Mensch, Weidetierhaltung und Natur möglich ist“, so Silvester Tamás.
Autor: emw

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