uhz-online
Thüringen Ausstellung

KI für den Mittelstand

Dienstag, 11. März 2025, 14:09 Uhr
Thüringens Minister für Digitales und Infrastruktur, Steffen Schütz, betonte heute beim KI-Tag für den Mittelstand auf der Erfurter Messe, dass große Potenzial der Künstliche-Intelligenz-Technologie für den Mittelstand...

"Der Mittelstand ist das wirtschaftliche Rückgrat Thüringens mit unternehmerischer Innovationskraft und Flexibilität. KI ist eine Schlüsseltechnologie, die Effizienz steigern, Produkte nach Kundeninteresse optimieren, Innovation beschleunigen und so die Wettbewerbsfähigkeit verbessern kann. Als Landesregierung wollen wir mittelständische Unternehmen auf dem Weg zum verstärkten Einsatz von KI mit starken Netzwerken, vereinfachten Verwaltungsabläufen und politischer Förderung unterstützen", sagt Minister Schütz.

KI-Technologie ist eines der größten technologischen Paradigmen, die unsere Wirtschaft und unseren Alltag bereits beeinflusst und in den kommenden Jahren noch stärker prägen wird. KI bietet gerade für mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen große Chancen und kann dazu beitragen, Produktionskosten zu senken, Fehlerquellen durch automatisierte Kontrollen zu minimieren und so die Produktqualität zu verbessern. Unternehmen, die frühzeitig auf KI setzen, könnten Innovation vorantreiben, sich besser auf dem Markt positionieren, indem sie flexibler auf neue Herausforderungen regierten, so Schütz.

Die Einstiegshürden in die KI-Technologie wie die notwendige Expertise und zielgenaue Investitionen könnten durch starke Netzwerke teilweise aufgefangen werden. So habe sich Thüringen in den vergangenen Jahren zunehmend als ein Zentrum für Innovation und Technologie etabliert, verweist Schütz auf vorhandene Strukturen. "Mit dem SmartDate Thüringen Netzwerk hat sich bereits ein Bündnis von Unternehmen und Forschung entwickelt, das sich auf Künstliche Intelligenz und Big Data spezialisiert hat. In dem Netzwerk werden KI-basierte Lösungen für verschiedene Sektoren wie das Gesundheitswesen, den Maschinenbau und die Automobilindustrie entwickelt. Von dieser Netzwerkexpertise kann der Thüringer Mittelstand profitieren."

Minister Schütz bekräftigte beim KI-Mittelstandstag seine Forderung zur Öffnung des vom Bund geplanten "Sondervermögens Infrastruktur" für die digitale Infrastruktur: "Natürlich brauchen wir mehr Mittel für bessere Straßen und Schienen. Für ein zukunftsfähiges Thüringen sind ebenso Investitionen in den Glasfaser- und Breitbandausbau, in die digitale Souveränität durch Open-Source-Technik und die digitale Vernetzung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft dringend notwendig. Nur so lassen sich Verwaltungsprozesse beschleunigen, bürokratische Hürden für die Wirtschaft abbauen und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates wieder stärken."

Minister Schütz spricht auch dafür aus, das Vergaberecht für Start-Ups so zu öffnen, dass nach dem Vorbild von Baden-Württemberg eine Direktvergabe an junge, innovative Unternehmen mit Wachstumsperspektive bis zu 100.000 Euro möglich ist: "Ich halte das für eine zielführende Unterstützung gerade junger IT-Unternehmen."
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 uhz-online.de