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AfD-Anfrage zu Thüringen:

Hälfte der heimischen Fischarten bedroht

Montag, 14. Juli 2025, 12:29 Uhr
Von den aktuell 41 in Thüringen vorkommenden heimischen Fischarten sind 20 Arten und damit rund die Hälfte bedroht, so die Landesregierung auf Anfrage der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD)...

Sie werden in der Roten Liste des Landes als ausgestorben oder verschollen, vom Aussterben bedroht, stark gefährdet, gefährdet oder mit einer Gefährdung unbekannten Ausmaßes geführt. Dazu zählen zum Beispiel die Nase, die Quappe und die Barbe. Die heimische Fischfauna ist durch mehrere Faktoren beeinträchtigt, zu denen invasive Arten, zunehmender Fraßdruck, aber auch Gewässerveränderungen zählen. Erfragt wurden auch die derzeit bekannten gebietsfremden Arten, die sich negativ auf die Fischfauna auswirken. Hierzu zählen nach Angabe des Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten unter anderem die Schmalblättrige Wasserpest, die Chinesische Wollhandkrabbe, der Sonnenbarsch und der Zwergwels. Regenbogenforelle, Gras- und Marmorkarpfen gelten zudem als nicht heimische Arten, die eine potentielle Bedrohung für heimische Fischarten darstellen. Laut Landesregierung seien ihr keine Fördermöglichkeiten bekannt, die die Bekämpfung der Ausbreitung invasiver Arten zum Schutze der heimischen Fischarten unterstützen. Es bestehen jedoch Förderungen zum Bestandserhalt über den Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds, über die Fischereiabgabe und Billigkeitsleistungen für den Ausgleich von durch geschützte Tiere verursachte Schäden in der Fischerei und Aquakultur etwa durch den Kormoran. Im Bereich der Aquakulturunternehmen sind Kormoranschäden von circa 569.200 Euro im Jahr 2023 und 307.600 Euro im Jahr 2024 angefallen; es wurden 2023 und 2024 Beihilfen in Höhe von je 40.000 Euro aus Landesmitteln ausgereicht.

Nadine Hoffmann, umweltpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:
"Für den Schutz der heimischen Fischarten ist ein Maßnahmenpaket nötig, das die Verhinderung der weiteren Ausbreitung invasiver Arten, eine den Realitäten angepasste Kormoran-Verordnung und auch eine aktuelle Richtlinie zur Fischereiabgabe umfasst. Daher haben wir bereits für das vergangene Plenum einen entsprechenden Antrag eingebracht, der diese Forderungen enthält, aber auch die ehrenamtliche Arbeit der Vereine und die Jugendarbeit hervorhebt. Angesichts dessen, dass die Hälfte der heimischen Fischarten bedroht ist, sollte die Landesregierung zügig agieren."
Autor: red

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