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Ein Blick in die Statistik

Ausbildung stagniert

Freitag, 01. August 2025, 11:05 Uhr
Im Jahr 2024 begannen 10 263 Personen in Thüringen eine Ausbildung gemäß Berufsbildungsgesetz bzw. Handwerksordnung. Damit blieb nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gegenüber dem Jahr zuvor nahezu unverändert (+21 Personen bzw. +0,2 Prozent)...

Die Zahl der Auszubildenden insgesamt stieg von 26 100 Personen am Jahresende 2023 auf 26 476 Personen (+1,4 Prozent) am Jahresende 2024. Mit einem Rückgang um 0,4 Prozent im Vergleich zu 2023 wurden die meisten neuen Ausbildungsverträge – wie in den Vorjahren – im Bereich Industrie und Handel abgeschlossen (6 226 Verträge).

Der Bereich Handwerk hat im Vergleich zu 2023 einen Anstieg um 49 Neuverträge (+1,8 Prozent) auf 2 739 Neuverträge zu verzeichnen. Einen Anstieg von Vertragsabschlüssen gab es auch im Bereich Öffentlicher Dienst. Hier wurden 309 Verträge abgeschlossen und damit 9 Verträge (+3,0 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Im Ausbildungsbereich Landwirtschaft unterschrieben 423 Personen im Jahr 2024 einen neuen Ausbildungsvertrag, was einem Rückgang um 29 Personen (-6,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 492 Auszubildende entschieden sich für eine Ausbildung im Bereich Freie Berufe (2023: 466 Auszubildende; +5,6 Prozent) und 74 Auszubildende für einen hauswirtschaftlichen Beruf (2023: 80 Auszubildende; -7,5 Prozent).

Die meisten neuen Ausbildungsverträge wurden in den Ausbildungsberufen Kraftfahrzeugmechatroniker bzw. Kraftfahrzeugmechatronikerin (617 Verträge) und Verkäufer bzw. Verkäuferin (532 Verträge) abgeschlossen. Der am häufigsten gewählte Ausbildungsberuf bei den Männern war Kraftfahrzeugmechatroniker (578 Verträge), gefolgt von den Ausbildungsberufen Mechatroniker (266 Verträge) und Verkäufer (236 Verträge). Von den Frauen wurden die meisten neuen Verträge in den Ausbildungsberufen Verkäuferin (296 Verträge), Kauffrau im Einzelhandel (245 Verträge) und Kauffrau für Büromanagement (237 Verträge) abgeschlossen.

Insgesamt wurden 1 136 neue Ausbildungsverträge mit Männern und Frauen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Im Vergleich zum Jahr zuvor stieg diese Zahl um 20,6 Prozent. Den größten Anteil haben darunter die Auszubildenden vietnamesischer (360 Vertragsabschlüsse), ukrainischer (80 Vertragsabschlüsse) und syrischer (76 Vertragsabschlüsse) Staatsangehörigkeit.

Nicht in dem Ranking der Berufe mit den meisten Ausbildungsverträgen erfasst sind unter anderem Berufsausbildungen an Berufsfachschulen bzw. höheren Berufsfachschulen, wie z. B. die Ausbildungen Altenpfleger bzw. Altenpflegerin, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann.

Erfasst werdend iese Ausbildungsberufe in der Statistik der berufsbildenden Schulen. Zu berücksichtigen sind hier
die methodischen Unterschiede der Erhebungen, beispielweise des Stichtages und des Berichtskreises. Der Stichtag der Statistik der berufsbildenden Schulen variiert jährlich und ist für das Schuljahr 2024/2025 der 06.11.2024. Erhoben werden die Daten an den berufsbildenden Schulen in Thüringen.
Autor: red

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