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Security-Mitarbeiter attackiert

Pfefferspray im Linienbus

Montag, 11. August 2025, 16:39 Uhr
Am heutigen frühen Nachmittag kam es in der
Buslinie 123 zu einem tätlichen Zwischenfall bei dem mehrere Fahrgäste Reizgas ausgesezt wurden. Zu dem Vorfall nimmt das Landratsamt Stellung...

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der begleitende Securitydienst von zwei Fahrgästen tätlich angegriffen. Im Verlauf der Auseinandersetzung setzten die beiden Fahrgäste Pfefferspray gegen den Securitymitarbeiter ein. Das Reizgas verteilte sich im gesamten Bus, in dem sich auch weitere Fahrgäste, darunter Schulkinder, befanden.

Nach Bemerken der Auseinandersetzung brachte der Busfahrer das Fahrzeug zum stehen und evakuierte die Fahrgäste aus dem Bus. Mehrere Personen, einschließlich des Securitymitarbeiters, erlitten Verletzungen durch den Pfeffersprayeinsatz. Die genaue Ursache und der Ablauf der Auseinandersetzung sind derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehrere Rettungsfahrzeuge sind vor Ort, um die Verletzten zu versorgen. Die Firma Weingart e.K. hat sofort einen Ersatzbus an die Gemeinschaftsunterkunft Obermehler geschickt, der die Schulkinder sicher nach Hause bringen soll.

Folgen für den Busverkehr
Die Linie 123 wird für den restlichen heutigen Tag eingestellt. Ab morgen wird die Haltestelle Gemeinschaftsunterkunft Obermehler durch den Omnibus- und Reisebetrieb Weingart e. K. bis auf Weiteres nicht mehr angefahren. Das Landratsamt bittet alle Fahrgäste um Verständnis für diese kurzfristigen Maßnahmen, die der Sicherheit dienen.

„Ein solches Fehlverhalten kann von uns in keinster Weise toleriert werden. Die Verursacher dieses Vorfalls werden zur Rechenschaft gezogen. Für uns ist die Sicherheit der Reisegäste sehr wichtig, insofern stehen wir hinter der Entscheidung des Busbetriebes, die Haltestelle an der Gemeinschaftsunterkunft Obermehler vorerst nicht mehr anzufahren. Ich finde es bedauerlich, dass aufgrund des enormen Fehlverhaltens Einzelner nun wiedermal die restlichen Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, die sich immer an unsere Regeln halten, in Verruf kommen. Ich wünsche dem Securitymitarbeiter, dem Busfahrer sowie den Fahrgästen und den mitgereisten Schulkindern gute Besserung und hoffe, dass sie den Vorfall ohne bleibende Schäden überstanden haben. Ich versichere, dass wir intern mit dem Omnibusbetrieb den Vorfall aufarbeiten und Konsequenzen daraus ziehen werden.“, sagte Landrat Thomas Ahke.

Das Busunternehmen Weingart kündigte unterdessen an, die Haltestelle Obermehler zukünftig nicht mehr anfahren zu wollen.
Autor: red

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