Preußen holen Punkt auf dem Roten Hügel
Mit kämpferischer Überzeugung zum Auswärtszähler
Sonntag, 28. September 2025, 12:57 Uhr
Thüringenliga: FC Thüringen Weida - FSVP 2:2 (1:1)
Auf dem gut bespielbaren Rasenplatz in Weida lieferte der FSV Preußen eine kämpferisch herausragende Leistung ab. Und das trotz einiger personeller Engpässe bei den Schwarz-Weißen...
Wichtiger Punkt auf dem Roten Hügel: Ersatzgeschwächte Preußen trotzen dem Favoriten (Foto: B.Harbauer)
Trainer Thomas Wirth, in der Trainingswoche selbst krankheitsbedingt nicht auf dem Platz, musste auf insgesamt zehn Kaderspieler verzichten. Dabei fehlte mit Harnisch, Meißner, Linz, Johannes und Engel quasi der komplette Defensivverbund, so dass Noak erstmals überhaupt neben Dolzer in die Innenverteidigung rutschte.
Auf der Bank nahmen mit Gath, Oppel, Schirrmeister, Schaffel und Eichentopf fünf Eigengewächse aus der Zweiten und der A-Jugend Platz. Weida begann wie die Feuerwehr, Patzer und die neuformierte Viererkette mit Rösener, Dolzer, Noak und Harbauer hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Gleich zum Auftakt musste Patzer Kopf und Kragen riskieren und verhinderte gegen Torjäger Peuker und dann gegen Lehmann großartig den Rückstand.
Dörlitz legte einen Kopfball nach Ecke von Sevcuks knapp über den Balken. Dann aber doch die Führung für Weida, Lehmann versenkte einen gehaltenen Abpraller von Patzer per Kopf im Netz. Flankengeber Graham stand wohl knapp im Abseits, aber der Assistent bekam seinen Fahnenarm nicht hoch. Das war verdient, kamen doch die Langensalzaer in den ersten zwanzig Minuten kaum über die Mittellinie.
Doch sie schlugen nur drei Minuten nach dem 1:0 effektiv zurück. Einen langen Freistoßball von Schack nahm Dolzer direkt und der Ball zappelte zum Ausgleich im Netz. Burkhardt hatte bis dahin noch keine Hand am Ball und musste diesen schließlich aus dem Netz holen. Der Kapitän der Gastgeber, Metzner, hatte den nächsten Hochkaräter, scheiterte aber freistehend an Patzer. Außer zwei Distanzschüssen von Pawlak für Preußen und Dörlitz für Weida, welche die Torhüter sicher wegfingen, passierte bis zum Wechsel nicht Aufregendes mehr.
Rechneten die knapp einhundert Zuschauer zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem erneuten Sturmlauf der Gastgeber, wurden sie eines besseren belehrt. Die Wirth-Truppe stand in der Defensive felsenfest und verteidigte vieles bereits vor dem Strafraum weg. Die Lufthoheit hatten Dolzer, Fernschild und Noak; gerade die immer wieder einfliegenden Flanken wurden so aus dem Strafraum befördert oder Patzer strahlte seine Ruhe aus und fing den Rest weg.
So konnte Schleip bei einem Konter nach tollem Fischer-Pass sogar die Führung frei vor Burkhardt erzielen, sein Abschluss schlug unten links im Gehäuse ein. Die 15 mitgereisten Preußen-Anhänger waren aus dem Häuschen und deutlich unterm Tribünendach zu hören. Nun machte aber Weida richtig Druck, bei einer Eingabe quer durch den Strafraum, als mehrere Weidaer verpassten, hatten die Preußen das Glück auf ihrer Seite.
Schleip hatte dann den Riesen zur möglichen Entscheidung auf dem Fuß, sein Abschluss aus 12 Metern ging um Zentimeter neben das Tor. Kurz darauf aber das 2:2, Dörlitz steckt auf Fuchs durch, Noak will klären, aber der Pressschlag geht an Patzer vorbei ins Tor. Jetzt waren es noch zwanzig Minuten auf der Uhr und Weida wollte unbedingt den Dreier.
Die Preußen schmissen sich in jeden Zweikampf und Fischer, Aliyev und Schleip machten im Umkehrspiel immer wieder gut die Bälle fest. Das wurde noch schwieriger, als Schiedsrichter Götze nach einem abgepfiffenen Angriff und Torabschluss Aliyev mit dem zweiten Gelb vom Platz schickte.
Eine Entscheidung ohne Fingerspitzengefühl, noch zehn Minuten plus sieben Minuten Nachspielzeit galt es zu überstehen. Und es wurde wild, Ecke auf Ecke und Flanke auf Flanke landete vor Julien Patzers Tor, doch irgendwie war immer ein Bein, Kopf oder ein anderes Körperteil dazwischen. Die letzte Aktion im Spiel beispielgebend, dreimal kommen die Weidaer im Strafraum zum Abschluss, dreimal schmeißen sich die Schwarz-Weißen dazwischen. Mit dem Schlusspfiff gingen die Arme hoch, spielte die Preußen-Mannschaft doch beim bislang stärksten Gegner der Saison unentschieden. Die Ballsicherheit und die Robustheit der Gastgeber machen sie bis zum Saisonende zu einem der Liga-Favoriten. Für den FSV Preußen war es ein wichtiger Zähler, der sich wie ein Sieg anfühlt.
Tore: 1:0 Lehmann (21.), 1:1 Dolzer (24.), 1:2 Schleip (54.), 2:2 Fuchs (69.)
Zuschauer: 90
FSV Preußen: Patzer, Rösener, Dolzer, Noak, Harbauer (58. Eichentopf), Aliyev, Fernschild, Schack, Pawlak, Fischer, Schleip
Autor: redAuf dem gut bespielbaren Rasenplatz in Weida lieferte der FSV Preußen eine kämpferisch herausragende Leistung ab. Und das trotz einiger personeller Engpässe bei den Schwarz-Weißen...
Wichtiger Punkt auf dem Roten Hügel: Ersatzgeschwächte Preußen trotzen dem Favoriten (Foto: B.Harbauer)
Trainer Thomas Wirth, in der Trainingswoche selbst krankheitsbedingt nicht auf dem Platz, musste auf insgesamt zehn Kaderspieler verzichten. Dabei fehlte mit Harnisch, Meißner, Linz, Johannes und Engel quasi der komplette Defensivverbund, so dass Noak erstmals überhaupt neben Dolzer in die Innenverteidigung rutschte.
Auf der Bank nahmen mit Gath, Oppel, Schirrmeister, Schaffel und Eichentopf fünf Eigengewächse aus der Zweiten und der A-Jugend Platz. Weida begann wie die Feuerwehr, Patzer und die neuformierte Viererkette mit Rösener, Dolzer, Noak und Harbauer hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Gleich zum Auftakt musste Patzer Kopf und Kragen riskieren und verhinderte gegen Torjäger Peuker und dann gegen Lehmann großartig den Rückstand.
Dörlitz legte einen Kopfball nach Ecke von Sevcuks knapp über den Balken. Dann aber doch die Führung für Weida, Lehmann versenkte einen gehaltenen Abpraller von Patzer per Kopf im Netz. Flankengeber Graham stand wohl knapp im Abseits, aber der Assistent bekam seinen Fahnenarm nicht hoch. Das war verdient, kamen doch die Langensalzaer in den ersten zwanzig Minuten kaum über die Mittellinie.
Doch sie schlugen nur drei Minuten nach dem 1:0 effektiv zurück. Einen langen Freistoßball von Schack nahm Dolzer direkt und der Ball zappelte zum Ausgleich im Netz. Burkhardt hatte bis dahin noch keine Hand am Ball und musste diesen schließlich aus dem Netz holen. Der Kapitän der Gastgeber, Metzner, hatte den nächsten Hochkaräter, scheiterte aber freistehend an Patzer. Außer zwei Distanzschüssen von Pawlak für Preußen und Dörlitz für Weida, welche die Torhüter sicher wegfingen, passierte bis zum Wechsel nicht Aufregendes mehr.
Rechneten die knapp einhundert Zuschauer zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem erneuten Sturmlauf der Gastgeber, wurden sie eines besseren belehrt. Die Wirth-Truppe stand in der Defensive felsenfest und verteidigte vieles bereits vor dem Strafraum weg. Die Lufthoheit hatten Dolzer, Fernschild und Noak; gerade die immer wieder einfliegenden Flanken wurden so aus dem Strafraum befördert oder Patzer strahlte seine Ruhe aus und fing den Rest weg.
So konnte Schleip bei einem Konter nach tollem Fischer-Pass sogar die Führung frei vor Burkhardt erzielen, sein Abschluss schlug unten links im Gehäuse ein. Die 15 mitgereisten Preußen-Anhänger waren aus dem Häuschen und deutlich unterm Tribünendach zu hören. Nun machte aber Weida richtig Druck, bei einer Eingabe quer durch den Strafraum, als mehrere Weidaer verpassten, hatten die Preußen das Glück auf ihrer Seite.
Schleip hatte dann den Riesen zur möglichen Entscheidung auf dem Fuß, sein Abschluss aus 12 Metern ging um Zentimeter neben das Tor. Kurz darauf aber das 2:2, Dörlitz steckt auf Fuchs durch, Noak will klären, aber der Pressschlag geht an Patzer vorbei ins Tor. Jetzt waren es noch zwanzig Minuten auf der Uhr und Weida wollte unbedingt den Dreier.
Die Preußen schmissen sich in jeden Zweikampf und Fischer, Aliyev und Schleip machten im Umkehrspiel immer wieder gut die Bälle fest. Das wurde noch schwieriger, als Schiedsrichter Götze nach einem abgepfiffenen Angriff und Torabschluss Aliyev mit dem zweiten Gelb vom Platz schickte.
Eine Entscheidung ohne Fingerspitzengefühl, noch zehn Minuten plus sieben Minuten Nachspielzeit galt es zu überstehen. Und es wurde wild, Ecke auf Ecke und Flanke auf Flanke landete vor Julien Patzers Tor, doch irgendwie war immer ein Bein, Kopf oder ein anderes Körperteil dazwischen. Die letzte Aktion im Spiel beispielgebend, dreimal kommen die Weidaer im Strafraum zum Abschluss, dreimal schmeißen sich die Schwarz-Weißen dazwischen. Mit dem Schlusspfiff gingen die Arme hoch, spielte die Preußen-Mannschaft doch beim bislang stärksten Gegner der Saison unentschieden. Die Ballsicherheit und die Robustheit der Gastgeber machen sie bis zum Saisonende zu einem der Liga-Favoriten. Für den FSV Preußen war es ein wichtiger Zähler, der sich wie ein Sieg anfühlt.
Tore: 1:0 Lehmann (21.), 1:1 Dolzer (24.), 1:2 Schleip (54.), 2:2 Fuchs (69.)
Zuschauer: 90
FSV Preußen: Patzer, Rösener, Dolzer, Noak, Harbauer (58. Eichentopf), Aliyev, Fernschild, Schack, Pawlak, Fischer, Schleip
