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Ein Blick in die Statistik

Thüringen gab mehr für Sozialleistungen in der Pflegehilfe aus

Freitag, 17. Oktober 2025, 11:06 Uhr
Im Laufe des Jahres 2024 erhielten in Thüringen 13 100 Personen besonderen Sozialleistungen1. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 6,3 Prozent (+780 Personen) mehr als 2023. Mehr als drei Viertel der Hilfebedürftigen (10 400 Personen bzw. 79,4 Prozent) war 65 Jahre und älter…

Jeder 13. Leistungsbeziehende (980 Personen bzw. 7,5 Prozent) war unter 50 Jahre alt. Weitere 1 720 Personen (13,1 Prozent) befanden sich im Alter von 50 bis unter 65 Jahren. Das Durchschnittsalter der Empfängerinnen und Empfänger betrug 75,2 Jahre (2023: 74,4 Jahre). 80,7 Prozent (10 575 Personen) waren Leistungsempfängerinnen und -empfänger in Einrichtungen.

Der Großteil der Leistungsempfängerinnen und -empfänger (11 800 Personen bzw. 90,1 Prozent) erhielt im Laufe des Jahres 2024 Hilfe zur Pflege. Das waren 780 Personen (+7,1 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Leistungsempfängerinnen und –empfänger in der stationären Pflege stieg um 465 Personen bzw. 4,8 Prozent. Das Durchschnittsalter der Personen, die Hilfe zur Pflege erhielten betrug 77,4 Jahre. Frauen waren (6 970 Empfängerinnen bzw. 59,1 Prozent) häufiger betroffen als Männer (4 830 Empfänger bzw. 40,9 Prozent). 88,3 Prozent (10 425 Personen) lebten in einer Einrichtung.

Weiterhin erhielten 1 180 Personen (9,0 Prozent) Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und/oder Hilfe in anderen Lebenslagen. Das waren 10 Personen bzw. 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. 230 Personen (1,8 Prozent) erhielten Hilfen zur Gesundheit (2023: 210 Personen bzw. 1,7 Prozent).

Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2024 für diese Hilfearten 155,6 Millionen Euro als Bruttoausgaben aufgewendet. Das waren 35,4 Millionen Euro bzw. 29,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Nach Abzug der Einnahmen für die besonderen Leistungen verausgabten die örtlichen Träger der Sozialhilfe 130,4 Millionen Euro netto, das entsprach einem Zuwachs um 30,4 Millionen Euro bzw.
30,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

1.) Nach dem 5. bis 9. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII)
Autor: red

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