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Münzen und Briefe in neuer Zeitkapsel eingelassen

Neue Spitze auf Marktkirche gesetzt

Mittwoch, 19. November 2025, 12:00 Uhr
Den Buß- und Bettag hatte sich die evangelische Kirche Bad Langensalzas auserkoren, um in luftiger Höhe von über 70 Metern Zeitkapseln in den Turm der Marktkirche einzufügen, die kommenden Generationen von der heutigen Zeit künden sollen. Uns kündigt die Veranstaltung an, dass die aufwändige Restaurierung des Wahrzeichens der Kurstadt sich dem Ende nähert …

Eine neue Zeitkapsel für die Marktkirche (Foto: Eva Maria Wiegand) Eine neue Zeitkapsel für die Marktkirche (Foto: Eva Maria Wiegand)


Blechbläser, Glühwein und Christstollen erwarteten heute Vormittag die Besucher und Gäste der feierliche Zeremonie im Kircheninneren. Pfarrer Dirk Vogel bedankte sich bei allen, die durch Tatkraft, kraft ihres Amtes und auch mit Spenden dazu beitrugen, die Kirchturmspitze für die nächsten dreihundert Jahre wieder fit zu machen. Besondere Erwähnung fand Max Horrmann, der als Büroleiter der lokalen Abteilung der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft die entscheidenden Fördermittel organisierte.

Die Einlegung der Dokumente in die Zeitkapseln 2025 bereiteten Gemeindemitglieder und lokale Vertreter von Gesellschaft und Verwaltung gemeinsam vor. Neben einer gedruckten Tageszeitung, einer Kirchenzeitung mit Bezug auf den Bau, einem Baubericht mit Fotodokumentation sowie einem Bericht des beteiligten Ingenieurbüros zur Sanierung fanden auch mehrere andere Schreiben Eingang in die Kapsel. Briefe des Bürgermeisters und des Stadtrates schildern die heutige Situation in Bad Langensalza, der städtische Numismatikerverein und der Heimat- und Geschichtsverein spendeten einen Satz aktueller Münzen sowie einiger Sonderexemplare und ein Sonderdruck der örtlichen Buchdruckerei im Schlösschenpark sollen zukünftigen Langensalzaern vom Jahre 2025 erzählen.

Einlegung der Zeitkapsel 2025 in luftiger Höhe auf der Marktkirche in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand) Einlegung der Zeitkapsel 2025 in luftiger Höhe auf der Marktkirche in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)


Superintendent Christian Beuchel äußerte sich in einer kleinen Ansprache erfreut darüber, dass ein neuer Turm auch immer vom Glauben künde und betonte, dass seine Spitze auf Gott verweise und auf die Beziehung der Bürger der Stadt zu Gott und dem Glauben.

Dann ging es auch schon hinauf in himmlische Höhe, wo ein kalter Wind den Überbringern der Kapsel ins Gesicht blies und die ersten zarten Schneeflocken ihre Gesichter umtanzten. Die anschließende Aufsetzung der Turmbekrönung der Marktkirche mit einem goldenen Engel und einem Kreuz bildete den Abschluss der Zeremonie.

Bekrönung der Marktkirche in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand) Bekrönung der Marktkirche in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)


Hintergrund:
Der Turm der Marktkirche ist das optisch markante und zentrale Bauwerk der Stadt Bad Langensalza mit erheblicher historischer und städtebaulicher Bedeutung. Vorbilder findet der Turm in den sogenannten „Belfrieds“, den zentralen Stadt- und Kirchtürmen Flanderns aus der Spätgotik und Renaissance oder in Jerusalem. Wann genau das Gerüst wieder abgebaut und der Blick auf den sanierten Turm freigegeben wird, konnte heute noch nicht terminiert werden.
Olaf Schulze

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Autor: osch

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