Bürger müssen mit Verkehrseinschränkungen rechnen
Stadt Mühlhausen sichert Kunstruine An der Burg"
Donnerstag, 11. Dezember 2025, 14:56 Uhr
Seit Längerem ist ein Abschnitt des Fußwegs An der Burg/Kreuzgraben in Mühlhausen gesperrt. Grund ist die akute Einsturzgefahr der sogenannten Kunstruine nahe der Burggalerie. Ab 15. Dezember wird mit Verkehrseinschränkungen gerechnet...
Da sich das Bauwerk bis vor Kurzem in Privatbesitz befand, waren die Handlungsmöglichkeiten der Stadt begrenzt. Die Bauaufsicht hatte den Eigentümer bereits im Oktober 2021 aufgefordert, die Gefahrenstelle zu beseitigen. Aufgrund der hohen Kosten konnte dieser die Sanierung jedoch nicht umsetzen. Die Kosten für die Absperrung trug er gemäß gesetzlicher Vorgaben.
Lösung gefunden: Stadt übernimmt Kunstruine
Um eine nachhaltige Lösung zu erreichen, führte die Stadt Mühlhausen intensive Verhandlungen mit dem Eigentümer. Das Ergebnis: Die Stadt erwarb die Kunstruine für den symbolischen Betrag von einem Euro. Im Gegenzug sicherte der Eigentümer vertraglich zu, die Kosten für die statische Sicherung zu übernehmen.
Ab Montag, 15. Dezember 2025, beginnen die dringend notwendigen Sicherungsmaßnahmen. Diese umfassen:
Nach Abschluss der Arbeiten kann der Fußweg wieder freigegeben werden. Die Maßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2026.
Verkehrseinschränkungen während der Bauphase
Für die Dauer der Arbeiten ist der Verkehr in der Straße Kreuzgraben/An der Burg im betroffenen Abschnitt auf Höhe der Burggalerie (ca. 100 Meter) einspurig geregelt. Eine mobile Ampelanlage leitet den Verkehr an der Baustelle vorbei. Die Zufahrt zur Straße Krümme bleibt aus Richtung Kreuzgraben und An der Burg möglich. Aus der Feldstraße ist die Krümme als Sackgasse bis zum Einkaufsmarkt befahrbar.
Für Fußgänger:
Zur sicheren Querung der Fahrbahn bitten wir, die Querungshilfen bzw. Ampelanlagen im unmittelbaren Umfeld zu nutzen.
Hintergrund und Ausblick:
Die Kunstruine wurde im 19. Jahrhundert auf Initiative des damaligen Brauereibesitzers errichtet – als Erinnerung an die 1256 von der Mühlhäuser Bürgerschaft zerstörte Reichsburg. Sie ist kein Teil der historischen Stadtmauer.
Bürgermeister Jan Riemann betont: Die Kunstruine ist ein wertvolles Stück Mühlhäuser Erinnerungskultur – und ihre Erhaltung liegt uns sehr am Herzen. Ich bin froh, dass wir durch konstruktive Gespräche und den Einsatz aller Beteiligten in den zurückliegenden Monaten eine Lösung gefunden haben. Ein Rückbau wäre nicht nur ein Verlust für das Stadtbild, sondern auch für unsere Geschichte gewesen. Nach der aktuellen Sicherung werden wir die Kunstruine sanieren – damit sie auch für künftige Generationen erhalten bleibt.
Autor: emwDa sich das Bauwerk bis vor Kurzem in Privatbesitz befand, waren die Handlungsmöglichkeiten der Stadt begrenzt. Die Bauaufsicht hatte den Eigentümer bereits im Oktober 2021 aufgefordert, die Gefahrenstelle zu beseitigen. Aufgrund der hohen Kosten konnte dieser die Sanierung jedoch nicht umsetzen. Die Kosten für die Absperrung trug er gemäß gesetzlicher Vorgaben.
Lösung gefunden: Stadt übernimmt Kunstruine
Um eine nachhaltige Lösung zu erreichen, führte die Stadt Mühlhausen intensive Verhandlungen mit dem Eigentümer. Das Ergebnis: Die Stadt erwarb die Kunstruine für den symbolischen Betrag von einem Euro. Im Gegenzug sicherte der Eigentümer vertraglich zu, die Kosten für die statische Sicherung zu übernehmen.
Ab Montag, 15. Dezember 2025, beginnen die dringend notwendigen Sicherungsmaßnahmen. Diese umfassen:
- Teilrückbau der im 19. Jahrhundert errichteten Kunstruine: Der obere Teil wird abgetragen, die Steine werden bis zur Sanierung zwischengelagert.
- Erdaufschüttung vor dem verbliebenen Mauerabschnitt.
- Errichtung einer Ersatzwand als Abgrenzung zum Fußweg
Nach Abschluss der Arbeiten kann der Fußweg wieder freigegeben werden. Die Maßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2026.
Verkehrseinschränkungen während der Bauphase
Für die Dauer der Arbeiten ist der Verkehr in der Straße Kreuzgraben/An der Burg im betroffenen Abschnitt auf Höhe der Burggalerie (ca. 100 Meter) einspurig geregelt. Eine mobile Ampelanlage leitet den Verkehr an der Baustelle vorbei. Die Zufahrt zur Straße Krümme bleibt aus Richtung Kreuzgraben und An der Burg möglich. Aus der Feldstraße ist die Krümme als Sackgasse bis zum Einkaufsmarkt befahrbar.
Für Fußgänger:
- Der Gehweg auf der Nordseite (entlang des Parkplatzes des Einkaufsmarkts) bleibt nutzbar.
- Der bestehende Fußgängerüberweg muss während der Bauarbeiten gesperrt werden
Zur sicheren Querung der Fahrbahn bitten wir, die Querungshilfen bzw. Ampelanlagen im unmittelbaren Umfeld zu nutzen.
Hintergrund und Ausblick:
Die Kunstruine wurde im 19. Jahrhundert auf Initiative des damaligen Brauereibesitzers errichtet – als Erinnerung an die 1256 von der Mühlhäuser Bürgerschaft zerstörte Reichsburg. Sie ist kein Teil der historischen Stadtmauer.
Bürgermeister Jan Riemann betont: Die Kunstruine ist ein wertvolles Stück Mühlhäuser Erinnerungskultur – und ihre Erhaltung liegt uns sehr am Herzen. Ich bin froh, dass wir durch konstruktive Gespräche und den Einsatz aller Beteiligten in den zurückliegenden Monaten eine Lösung gefunden haben. Ein Rückbau wäre nicht nur ein Verlust für das Stadtbild, sondern auch für unsere Geschichte gewesen. Nach der aktuellen Sicherung werden wir die Kunstruine sanieren – damit sie auch für künftige Generationen erhalten bleibt.
