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Spielbericht: Revanche geglückt

Thüringer HC setzt sich gegen Buxtehuder SV durch

Donnerstag, 15. Januar 2026, 14:43 Uhr
Mit dem 13. Spieltag wurde die Rückrunde in der Salza-Halle fortgesetzt. Gegen das Tabellenschlusslicht Buxtehuder SV ging der Thüringer HC als Favorit in die Partie und wurde dieser Rolle am Ende auch gerecht...

Thüringer HC setzt sich gegen Buxtehuder SV durch (Foto: Christian Heilwagen) Thüringer HC setzt sich gegen Buxtehuder SV durch (Foto: Christian Heilwagen)


Nach einer langen umkämpften Begegnung setzte sich der THC mit 27:23 (13:12) durch und feierte damit den sechsten nationalen Sieg in Folge. Die personelle Situation der Thüringerinnen blieb angespannt. Zwar kehrte Abwehrchefin Anika Niederwieser nach der Verletzungspause zurück, dafür mussten Johanna Reichert und Natsuki Aizawa pausieren. Dennoch übernahm der THC von Beginn an die Initiative und erspielte sich schnell eine Zwei-Tore-Führung. In der Anfangsphase überzeugten die Gastgeberinnen vor allem defensiv.

Mit der zurückgekehrten Anika Niederwieser stabilisierte sich der Innenblock deutlich, die Räume wurden konsequent geschlossen und Torhüterin Laura Kuske konnte mehrere Würfe der Gäste entschärfen. In der Offensive hingegen schlichen sich Unkonzentriertheiten ein: technische Fehler, überhastete Abschlüsse und Aluminiumtreffer verhinderten eine deutlichere Führung. So lag der THC nach 15 Minuten lediglich mit 7:5 vorn.



Buxtehude hielt mit viel Einsatz dagegen, profitierte phasenweise von Fehlern der Thüringerinnen und kam immer wieder heran. Die Gäste mussten dabei allerdings auch mehrere Zeitstrafen hinnehmen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzte der THC auf die Variante Sieben-gegen-Sechs, was zwar offensive Akzente brachte, jedoch auch zwei Gegentreffer ins leere Tor zur Folge hatte. Mit einer knappen 13:12-Führung für den THC ging es in die Kabinen.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten erneut die Gastgeberinnen. Giulia Guarieiro und Csenge Kuczora übernahmen im Rückraum die Spielgestaltung, doch erneut verhinderten technische Fehler einen frühzeitigen Ausbau der Führung. Nach 40 Minuten war beim Stand von 18:17 weiterhin alles offen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit platzte der Knoten.

In der 45. Minute setzte sich der Thüringer HC mit einem 4:0-Lauf erstmals deutlicher ab, drei Treffer erzielte dabei Csenge Kuczora, die mit insgesamt sieben Toren beste Werferin der Partie war.

Gleichzeitig steigerte sich Laura Kuske im Tor und gab der Mannschaft mit wichtigen Paraden zusätzliche Sicherheit. Im Team-Timeout mahnte Trainer Herbert Müller zur Konzentration, um den Vorsprung konsequent zu verwalten. Dies gelang: Tore von Kelly de Abreu Rosa und Giulia Guarieiro sorgten für die Vorentscheidung. Buxtehude fand in der Schlussphase keine Mittel mehr, umentscheidend zu verkürzen. Am Ende stand ein 27:23 (13:12) Erfolg für den Thüringer HC, der sich nach einer schwierigen ersten Hälfte steigern konnte und seine Favoritenrolle letztlich bestätigte.

Statistik:
Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske, Nathalie Hendrikse, Lotte Heider 3, Julie Holm, Giulia Guarieiro 4, Anika Niederwieser, Luca Farago 2, Jana Scheib, Rikke Hoffbeck Petersen 5, Kim Ott 2, Anna Szabo, Dilayla Alarslan, Csenge Kuczora 7/2, Kelly de Abreu Rosa 4

Buxtehude SV: Oliwia Kaminska, Annie Linder, Tesse Pieperjohanns, Maj Nielsen 1, Aida Mittag, Lilly Frey, Anika Hampel 5/2, Isabelle Dölle 3, Enna Lene Oberländer, Johanna Andresen 5, Christin Kaufmann 2, Teresa von Prittwitz 3, Isa Ternede 4, Lin Elisabeth Lück

  • Strafwürfe: 2/3 - 2/4
  • Zeitstrafen: 2 - 3
  • Zuschauer: 1014
  • Schiedsrichter: Leonhard Bona, Malte Frank





Autor: emw

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